Hans-Jürgen Abt hätte sich in der Eifel mehr Grund zur Freude gewünscht

DTM 2010

— 10.08.2010

Abt: "Schon eine harte Niederlage für uns"

Nach dem Triumph 2009 gab es in diesem Jahr für das Abt-Team eine ziemliche Enttäuschung - Nun soll der Weg aus dem Tal heraus gefunden werden

2009 war das Abt-Team auf dem Nürburgring das Maß aller Dinge: Martin Tomczyk, Timo Scheider und Mattias Ekström sorgten für ein reines Abt-Podium, Jahreswagenfahrer Markus Winkelhock komplettierte sogar einen Audi-Vierfacherfolg. Doch in diesem Jahr gab es für die Allgäuer in der Eifel nichts zu holen. Es gab an allen Autos Probleme mit dem Grip, einzig Ekströms Pole-Position am Samstag war der große Lichtblick.

Doch im Rennen fiel Ekström gleich am Start auf Rang sieben zurück und sein A4 hatte diesmal nicht die Performance für eine Aufholjagd. Scheider gelang mit Platz vier die Schadensbegrenzung, wenigstens er hatte danach das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht. Doch der Rest der Abt-Truppe kann und will mit dem Erreichten nicht zufrieden sein.

"Im Prinzip sind natürlich alle wahnsinnig enttäuscht", bestätigt Teamchef Hans-Jürgen Abt gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Aber so ist es im Prinzip immer: Wenn es läuft, dann läuft es. Und wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht", philosophiert er.

Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn Ekström nicht einen "so unglücklichen" Start gehabt hätte. Denn dann hätte der Schwede zumindest einen der vorderen Plätze einfahren können. "Er ist gut weggekommen, hat dann aber Wheelspin bekommen und wollte dann natürlich unten in der ersten Kurve wieder an Bruno Spengler vorbeigehen. Das hat nicht geklappt und er ist auf Platz sieben zurückgefallen. Dann ist im Prinzip das Rennen erledigt", weiß Abt. Man könne dann zwar vielleicht noch einen oder zwei Plätze gut machen, "aber das ist uns auch nicht gelungen, weil wir im Prinzip dann auch nicht unbedingt schnell genug waren."

"Timo hat sich mit seiner Performance wesentlich besser geschlagen", so der Teamchef weiter. Doch das ist nur ein schwacher Trost, wenn man eigentlich die Chance hat ein Rennen zu gewinnen und den Rückstand in der Meisterschaft zu verkürzen. "Ist schon eine harte Niederlage für uns", bestätigt Abt.

Abt und Audi müssen sich jetzt mit der Frage beschäftigen, wie man die Probleme löst und den Anschluss an Mercedes wieder schafft. Denn die Konkurrenz aus Stuttgart hat in dieser Saison vier Rennen gewonnen, für Audi steht nur der Sieg von Ekström in Valencia zu Buche. In der Meisterschaft liegen vier Mercedes-Piloten vorn, Ekström ist als Fünfter bester Audi-Fahrer mit 19 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Spengler.

Für die Äbte ist das eine Situation, die sie aus den vergangenen drei Jahren so nicht kennen. "Weil wir ja eigentlich immer vorn waren und drei Mal die Meisterschaft gewonnen haben", so Abt. Dass Mercedes drei Jahre lang das Nachsehen gegen Audi hatte zeige aber auch, "wie schwierig es ist, aus diesem Tal herauszukommen." Er hofft, dass sein Team schneller wieder den Weg nach oben findet: "Jetzt müssen wir das Blatt wieder wenden und daran arbeiten."

Der Allgäuer Teamchef sieht aber noch lange nicht schwarz. Schließlich sind erst fünf von elf Saisonrennen gefahren und alles ist noch offen. "Zandvoort sollte wirklich eine Audi-Strecke sein, da waren wir immer sehr stark", blickt Abt voraus auf das nächste Rennen. Aber er schränkt ein: "Wenn es in Zandvoort auch nicht klappen sollte, dann haben wir für die Meisterschaft ein großes Problem."

Doch die Allgäuer und Audi haben sich vorgenommen, die Meisterschaft "wirklich spannend zu halten", so Abt: "Und wenn es mal nicht klappt, dann hat es halt mal nach drei Jahren nicht geklappt. Aber wer uns kennt, Abt kennt und Audi kennt, der weiß, dass wir alles dafür geben, um spannenden Sport zu haben. Mit Niederlagen fühlt sich glaube ich keiner wohl. Und wenn man mal auf der Sonnenseite war, dann will man da auch wieder hin."

Fotoquelle: xpb.cc


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