Bruno Spengler ist nach zwei Siegen 2010 in einer perfekten Ausgangslage

DTM 2010

— 14.08.2010

Spengler: "Vorsprung ist überhaupt nicht beruhigend"

Mercedes-Speerspitze Bruno Spengler bleibt auch angesichts eines deutlichen Vorsprungs vorsichtig: "Es wird hart" - Norbert Haug: "Es ist noch nicht gelaufen"

Mit seinem zweiten Saisonsieg am Nürburgring hat Bruno Spengler seine gute Ausgangslage im Titelkampf noch weiter verbessert. Der Kanadier hat nun 16 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger. Allerdings muss sich Spengler um die "Sternfahrer" Jamie Green, Gary Paffett und Paul di Resta auf den Plätzen zwei bis vier wohl kaum Sorgen machen. Wichtiger ist, dass Mattias Ekström als bester Audi-Pilot schon 19 Punkte Rückstand hat.

"Der Vorsprung ist überhaupt nicht beruhigend, um ehrlich zu sein", hält Spengler den Ball weiter flach. "Natürlich ist es schön, nach fünf Rennen einen solchen Vorsprung zu haben. Aber es ist noch ein langer Weg und es ist eine harte Serie. Bei den nächsten Rennen werde ich nicht an die Punkte denken, sondern weiter versuchen, an jedem Rennwochenende mein Bestes zu geben."

"Es wird sicher Wochenenden geben, die für uns etwas schwieriger sind, aber da muss man durch", erklärt der Gesamtführende mit Blick auf das kommende Rennen in Zandvoort. Dort gilt Audi als favorisiert - aber das war eigentlich auch in der Eifel der Fall. "Es wird hart, ich werde pushen und gemeinsam mit meinem Team mein Bestes geben, um bei jedem Rennen das Maximum aus mir und dem Auto herauszuholen. Und dann sehen wir am Ende der Saison, ob es reicht, den Titel zu gewinnen oder nicht", meint Spengler.

Für viele Beobachter ist der Kanadier schon so gut wie durch. "Ich mag solche Ansagen nicht. Zweimal ein Nuller und zwei Siege vom Gegner und schon sieht alles anders aus", mahnt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Bisher ist der Punkteschnitt gut, jenseits von acht Punkten. Wenn man das durchhält wird man Meister. Das ist sicherlich so."

"Ich würde Audi niemals unterschätzen", fügt Haug hinzu. "Zandvoort ist eine Spezialstrecke für Audi - immer schon gewesen. Das Phänomen hatten wir auch in Valencia. Und ich glaube nicht, dass die Meisterschaft gelaufen ist." Auch im Lager der Ingolstädter sieht man dies so. "Wer uns kennt, der weiß, dass wir ganz sicherlich nie aufgeben werden", schlägt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich trotz der Pleite am Nürburgring kämpferische Töne an.

"Wir werden konsequent daran arbeiten, dass wir uns von der Performance wieder in eine Position bringen, sodass wir um diese Meisterschaft kämpfen können", fügt Ullrich hinzu. Audi will zurückschlagen, ist sich aber der schwierigen Aufgabe bewusst. "Es ist keine Frage, dass Bruno in einer sehr, sehr guten Position ist, und es ist auch keine Frage, dass er sich das mit Performance erarbeitet hat. Aber wir haben noch sechs Rennen vor uns, fünf liegen hinter uns."

"Wir wollen ganz einfach versuchen, aus der zweiten Hälfte der Saison das Maximum herauszuholen. Dann werden wir am Ende sehen, wenn alle alle Punkte zusammengezählt sind, ob es gereicht hat oder nicht. Aber unser Ziel ist selbstverständlich, bis zur letzten Runde alles zu versuchen - was ordentlich ist, was Motorsport ist - um vielleicht doch noch ganz vorn zu sein", meint Ullrich. Es soll keine weiteren Reifen-Probleme geben. Allerdings wird gerade Zandvoort diesbezüglich besonders schwierig.

Fotoquelle: xpb.cc

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