Erleichterung: Timo Scheider fällt Teamchef Hans-Jürgen Abt in die Arme!

DTM 2010

— 21.08.2010

Scheider gerührt: "Es geht wieder aufwärts"

Nach zahlreichen Rückschlägen ist Timo Scheider wieder da: Riesenfreude nach der Pole-Position in Zandvoort, wo er nun auch gewinnen will!

Trennung von der Lebensgefährtin Jasmin Rubatto, neuer Renningenieur, neue Dunlop-Reifen, schlechter Saisonbeginn - DTM-Titelverteidiger Timo Scheider hatte es bisher in diesem Jahr nicht leicht. Doch ausgerechnet in Zandvoort, wo er schon immer einmal gewinnen wollte, könnte er im heutigen Qualifying so etwas wie eine Wende eingeleitet haben.

"Das kommt zum richtigen Zeitpunkt", jubelt der Audi-Pilot über seine Pole-Position. "Zandvoort war schon immer eine meiner Lieblingsstrecken. Nach den ersten Saisonrennen, in denen das Qualifying mit das Hauptproblem war, tut's extrem gut, jetzt so schön zurück zu sein." Sichtlich gerührt fügt er an: "Man muss die Geduld haben im Leben, um Situationen zu lösen. Wir sind jetzt wieder da - und das ist ein gutes Gefühl. Da darf es auch mal glasige Augen geben..."

"Das Schöne ist, dass wir in schwierigen Zeiten trotz allem zusammenhalten. Ich hatte die volle Unterstützung vom Team - und das hat gut getan", bedankt er sich bei der Abt-Audi-Truppe um Sportchef Wolfgang Ullrich. Der lässt seinerseits ausrichten: "Ich freue mich ganz besonders, dass es Timo heute geschafft hat! Er ist wieder da, wo er hingehört. Für ihn und für uns alle war es bisher kein einfacher Weg, aber die Pole-Position heute ist ein sehr gutes Zeichen."

"So langsam geht's im Leben wieder aufwärts. Das ist schön", stammelt Scheider, der damit wohl nicht nur seine sportliche, sondern auch seine private Situation meint. Bereits seit dem Nürburgring befinde er sich auf dem richtigen Weg - ein Trend, der sich dieses Wochenende fortsetzt: "Ich hatte schon ein gutes Gefühl, als ich hier ankam. Die Balance hat von Anfang an gepasst. Mir war klar, dass ich auf einem guten Level sein würde, aber die Pole ist eine kleine Überraschung."

"Ich habe mit Zandvoort eine Rechnung offen, wollte hier schon immer mal gewinnen", sagt Scheider, der in den Niederlanden seine erste DTM-Pole-Position errungen hat. "Ich will auf jeden Fall gewinnen morgen! Die Starts waren ja in der Vergangenheit unsere Stärke." Den Spruch, dass man am Samstag nichts gewinnen, aber alles verlieren kann, lässt er nicht gelten: "Ich habe schon viel gewonnen, denn gerade das Qualifying war in den ersten Rennen eines unserer Probleme..."

An den großen Traum, zum dritten Mal hintereinander DTM-Champion zu werden, will der 31-Jährige aber noch nicht denken: "Es sind noch 60 Punkte zu vergeben, aber ich bin Realist. Die DTM ist eine hart umkämpfte Meisterschaft mit starken Gegnern. Klar werde ich versuchen, das Beste daraus zu machen, aber der nächste Schritt ist jetzt erst einmal, das Rennen zu gewinnen. Weiter denke ich nicht", sagt Scheider, der derzeit 25 Punkte Rückstand auf Bruno Spengler hat.

Fotoquelle: xpb.cc

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