Bruno Spengler kollidierte im Kampf um Platz sieben mit Mike Rockenfeller

DTM 2010

— 22.08.2010

Rennleitung beschäftigt: Kollision und Stallregie

Norbert Haug findet genau wie die Rennleitung, dass Bruno Spengler alles richtig gemacht hat, bei Audi bewertet man die Kollision aber anders

Die Rennleitung hatte heute in Zandvoort zwei strittige Szenen zu prüfen: Erstens eine angebliche Stallregie bei Audi und zweitens eine Kollision zwischen Bruno Spengler und Mike Rockenfeller in der Schlussphase. Spengler schob sich in einer Linkskurve etwas optimistisch in eine sehr kleine Lücke, wurde für seine Aktion aber nicht bestraft.

"Das war die einzig richtige Entscheidung", lobt Mercedes-Sportchef Norbert Haug die Rennleitung. "Es gibt einen Point of no Return. Wenn der gegnerische Fahrer einlenkt, muss er damit rechnen, dass er in einer schlechten Position ist. Das ist ganz klar nachzuweisen - ich bin sicher, man sieht das in der Datenaufzeichnung. Rockenfeller ist Spengler reingefahren und nicht umgekehrt. Deshalb haben die Kommissare mit sehr viel Überblick die richtige Entscheidung getroffen."

"Es muss ja überholt werden können", hatte Haug zuvor schon in der 'ARD' erklärt. "Es sind noch andere Dinge passiert, über die man diskutieren muss. Das Überholmanöver war astrein und die Leute wollen Überholmanöver sehen, sowohl im Fernsehen wie auch hier. Mike darf die Linie nicht mehr wechseln, sonst gibt es keinen Überholvorgang. Bruno hat nichts falsch gemacht und die Sportkommissare haben richtig entschieden."

"Es hat für mich im ersten Moment nicht gut ausgeschaut, keine Frage", findet Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der naturgemäß eine andere Meinung hat als sein Mercedes-Kollege. "Wenn man betroffen ist, ist man über so etwas nicht glücklich." Was das Fahrverhalten auf der Strecke angeht, hat es schon öfter Differenzen zwischen Audi und Mercedes gegeben, daher sagt Ullrich genervt: "Wir haben über dieses Thema schon mehrmals gesprochen."

Aber er glaubt, dass Rockenfeller nichts falsch gemacht hat: "Ich habe mir die Autos auch angeschaut. Der Kontakt war genau am Hinterrad von 'Rocky' - und wir wissen alle, dass in dieser Kurve zwar nicht eine schnell fliegende Fliege, aber schon eine sehr kleine Kraft reicht, um ein Auto umzudrehen. Das ist passiert", verteidigt Ullrich seinen Fahrer und fügt an: "Selbstverständlich ist es in den Händen der Rennleitung, die das entscheiden muss."

Den noch zu untersuchenden Vorwurf, Audi habe Mattias Ekström mittels Stallregie an Miguel Molina vorbeigeschleust, entkräftet er ebenfalls: "Wenn man gesehen hat, wie das Rennen gelaufen und ausgegangen ist... Wenn hier jemand wirklich Stallregie hätte machen wollen, dann hätte man andere Manöver machen müssen. Ich denke, man hat deutlich gesehen, dass wir das nicht getan haben", unterstreicht der Audi-Sportchef.

Fotoquelle: xpb.cc

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