Timo Scheider muss noch um seinen dritten Platz von Zandvoort bangen

DTM 2010

— 23.08.2010

Audi: Freude hier, Abwarten dort

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich ist froh, dass das Thema "Teamorder" vom Tisch ist und hofft nun, dass Timo Scheider Platz drei behalten kann

Nach dem Rennen in Zandvoort setzten sich die Rennkommissare zusammen, um zwei Vorfälle zu diskutieren. Bereits während des Rennens hieß es, dass man gegen die Audi-Piloten Mattias Ekström und Miguel Molina wegen Teamorder ermittelt. Denn Molina leistete bei einem Überholmanöver des Schweden recht wenig Gegenwehr. Später stellte man fest, dass an einem Reifen ihres Kollegen Timo Scheider der Barcode fehlte, was eigentlich eine Disqualifikation zur Folge hat.

Im Fall "Teamorder" entschieden sich die Kommissare, keine weiteren Aktionen durchzuführen. Die Sache ist also vom Tisch. "Ich freue mich, dass so entschieden wurde", erklärte Audi Motorsportchef Wolfgang Ullrich gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Meiner Meinung nach war es auch die richtige Entscheidung."

Was den Barcode betrifft, wurde die Entscheidung vertagt und das Ergebnis ist noch vorläufig. Jetzt ist Dunlop an der Reihe. "Wir haben den betroffenen Reifen übernommen und prüfen jetzt, wie sich der Barcode lösen konnte", so Dunlop-Technikchef Michael Bellmann. "Natürlich können wir nicht feststellen, welcher Barcode auf dem Reifen war."

"An der Flanke des Reifens sieht man, dass er irgendwo entlang geschliffen ist", berichtet Audi-Sportchef Ullrich. "An der Stelle, an der sich wohl der Barcode befunden hat, ist ein dunkler Fleck." In den kommenden Tagen wird Dunlop das Ergebnis der Untersuchungen vorliegen haben, auf dessen Grundlage ein Urteil getroffen wird. Scheider hatte in Zandvoort den dritten Platz eingefahren.

Bereits 2008 war es - auch am Auto von Scheider - zu einer ähnlichen Situation gekommen. Damals fehlte in Le Mans nach dem Qualifying der Barcode. Jedoch hatte man nach einem Fehler bei der Vulkanisierung den Code manuell befestigt. Scheider wurde damals freigesprochen. "Deswegen hatten wir auch gefordert, dass es eine zweite Identifikationsmöglichkeit gibt. Damit man, wenn der Reifen demontiert ist, erkennt, um welchen Reifen es sich genau handelt", so Ullrich.

Fotoquelle: xpb.cc

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