DTM 2010

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— 06.09.2010

Rockenfeller: Vom Molina-Pfad abgewichen

Mike Rockenfeller musste eine gute Strategie mitten im Brands-Hatch-Rennen umwerfen - Vier punktelose Rennen sorgen für Frust

Mike Rockenfeller blickt etwas neidisch auf das sensationelle Ergebnis seines Markenkollegen Miguel Molina. Während der junge Spanier in Brands Hatch auf einen guten vierten Platz fuhr, blieb der Le-Mans-Sieger schon wieder ohne Punkte. Dabei waren die Voraussetzungen fast gleich, denn auch Rockenfeller hatte späte Boxenstopps geplant, musste diesen Plan aber mitten im Rennen wieder verwerfen.

"Der Start war ganz gut, aber Coulthard hat mich etwas zur Seite gedrückt, sodass ich lupfen musste. Ich habe also nichts gewonnen, sondern eher etwas verloren dabei", berichtet der Audi-Jahreswagenpilot im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Rockenfeller befand sich im ersten Renndrittel im Mercedes-Sandwich: Maro Engel hinten, Jamie Green vorne. "Den habe ich nach dem ersten Stopp überholt. Ich hatte dann ein gutes Tempo, lag hinter Molina und konnte im mittleren Stint in etwa das gleiche Tempo gehen."

Die Aussichten auf ein gutes Resultat waren zu jenem Zeitpunkt noch intakt. Auch Rockenfeller plante lange Stints - also jenes Mittel, das Molina zum herausragenden Resultat verhalf. "Dann gab es aber das Problem, dass Cheng aus der Box kam. Der hat sich vor mich gesetzt und bis ich ihn überholt hatte, war eine Sekunde weg. Danach kam Markus Winkelhock aus der Box und ich hing eine Runde hinter ihm fest", erklärt der 26-Jährige aus Neuwied.

Nach einer kurzen Beratung mit dem Renningenieur entschied man sich kurzfristig doch für einen früheren Boxenhalt. "Damit war die Strategie im Eimer, zwei Sekunden waren verloren. Die haben mir gegen das Trio Jarvis, Tomczyk und Premat gefehlt. Ich lag dann hinter Alexandre - und es war vorbei." An Überholen war auf der kurzen Indy-Variante des Kurses in Brands Hatch nicht zu denken. Es folgten ereignislose Runden bis zur Zieldurchfahrt auf Platz neun.

"Auf Oschersleben freue ich mich jetzt", blickt Rockenfeller nach vorne. "Wir müssen mal unser Setup von Beginn an hinbekommen und im Qualifying gut sein. Der Rennspeed hat in den vergangenen Wochen bei mir immer gestimmt. Das nutzt dir aber nichts, wenn du irgendwo im Mittelfeld bist. Vier Rennen waren jetzt in Folge ohne Punkte. Das ist frustrierend. Für Oschersleben bin ich aber zuversichtlich, denn ich mag die Strecke."

Fotoquelle: xpb.cc

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