Auch Tabellenführer Bruno Spengler bescheinigt der Strecke noch wenig Grip

DTM 2010

— 17.09.2010

Freitagstraining: Eine rutschige Angelegenheit

Im Freien Training am Freitag bot die Strecke in Oschersleben noch recht wenig Grip - Das macht die Abstimmungsarbeit teilweise zur kniffligen Angelegenheit

Der Freitag in der Magdeburger Börde begann mit Regen - und das hatte zur Folge, dass das erste Freie DTM-Training in Oschersleben teilweise zur rutschigen Angelegenheit wurde. Zwar war es seit dem Vormittag trocken, doch der Regen hatte den Gummi von der Strecke gewaschen. Und somit hatten im Freitagstraining die meisten Piloten mit fehlendem Grip zu kämpfen.

Dazu gehörte auch Titelverteidiger Timo Scheider. Der Audi-Pilot fuhr zwar eine deutliche Bestzeit und hatte auch mit seinen Rundenzeiten im Longrun die Nase vorn. Doch er hatte hinter dem Steuer das Gefühl, dass irgendetwas noch nicht richtig passt, eben weil der Grip fehlte. Markenkollege Miguel Molina stimmt ihm zu: "Das Gripniveau war heute nicht besonders gut, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das morgen und zum Rennen hin noch verbessern wird." Auch Mercedes-Jahreswagenfahrer Maro Engel bestätigt: "Es war schon ein bisschen rutschig."

"Es gab generell wenig Grip. Es war ein bisschen Sand auf der Strecke, ein bisschen Dreck, wenig Gummi", berichtet DTM-Tabellenführer Bruno Spengler. Er fuhr heute die sechstschnellste Zeit und war mit dem Training recht zufrieden. Allerdings hat sich der Mercedes-Fahrer in seinem Longrun verbremst, wobei er sich einen Flatspot am Reifen zuzog: "Danach war es schwieriger mit der Balance. Aber die 17 Runden davor war es eigentlich ganz gut."

Nun stehen Fahrer und Teams vor der kniffligen Frage, wie sich die Gripverhältnisse im weiteren Verlauf des Wochenendes entwickeln werden - denn davon hängt auch die Arbeit an der Abstimmung ab. Audi-Jahreswagenfahrer Markus Winkelhock, heute Zehnter, glaubt zwar, "dass es ein bisschen besser wird", aber: "Ich gehe davon aus, dass es morgen im Qualifying noch ähnlich sein wird, weil sich während der Session vom Gripniveau her nicht so viel geändert hat. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass wir morgen mit ähnlichen Problemen kämpfen werden."

Spitzenreiter Spengler dagegen ist überzeugt, dass sich die Streckenverhältnisse über die nächsten beiden Tage noch enorm ändern werden: "Denn ich glaube nicht, dass es noch einmal regnet." Deshalb müsse man bei der Abstimmungsarbeit aufpassen, dass man nicht aufgrund der Freitagsbedingungen eine falsche Richtung einschlägt. "Das immer schwierig, wenn am Freitag die Strecke so grün ist." Von daher ist gut möglich, dass einige morgen im zweiten Freien Training - bei anderen Gripverhältnissen - noch einmal auf das Rennen hinarbeiten und nicht nur auf das Qualifying am Nachmittag.

Fotoquelle: xpb.cc

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