Mike Rockenfeller steht als bester Audi-Pilot auf Startplatz drei

DTM 2010

— 18.09.2010

Die Audi-Stimmen zur Qualifikation

Geschlossene Mannschaftsleistung: Audi steht auf den Startplätzen drei bis acht - Mike Rockenfeller bester Audi-Pilot vor Titelverteidiger Timo Scheider

Eine mannschaftlich geschlossene Leistung zeigte Audi beim Qualifying für das DTM-Rennen in Oschersleben: Auf den ersten acht Startplätzen stehen nicht weniger als sechs A4 DTM. Als bester Audi-Piot geht Le-Mans-Sieger Mike Rockenfeller von Position drei ins das Rennen. Daneben steht auf Platz vier Titelverteidiger Timo Scheider. Mit Martin Tomczyk, Mattias Ekström, Oliver Jarvis und Miguel Molina auf den Positionen fünf bis acht schafften alle fünf Fahrer des Abt-Teams den Sprung unter die besten Acht.

Alexandre Prémat (Startplatz zwölf) und Markus Winkelhock (Startplatz 13) schieden in Q2 aus. Katherine Legge geht von Position 18 ins Rennen, nachdem das Rosberg-Team kurz vor dem Qualifying das Getriebe, die Kupplung und die Kardanwelle an ihrem Audi A4 DTM wechseln musste.

Die Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Eine schöne Teamleistung! Sechs unserer Jungs fuhren unter die ersten Acht. Leider hat es beim Qualifying der letzten vier nicht ganz perfekt funktioniert. 'Rocky' hat eine gute Runde zusammengebracht. Da war nicht viel mehr drin. Timo hätte sicherlich mehr Potenzial gehabt. Er hat einen kleinen Fehler gemacht, der ihn auf der Gegengeraden viel Zeit gekostet hat. Das hat ein bisschen weh getan. Aber mit unserer guten Leistung auf die Renndistanz, die wir am Freitag gesehen haben, und der starken Teamleistung sind wir fürs Rennen gut aufgestellt."

Mike Rockenfeller: "Ich bin sehr zufrieden mit Platz drei. Das war nach den Freien Trainings nicht zu erwarten. Mein Auto hatte nicht genug Grip. Es war schwierig, den optimalen Punkt der Reifen auszunutzen. Ein riesiges Dankeschön an das Team, das super gearbeitet hat. Wir haben zwei kleine Änderungen vor dem Zeittraining vorgenommen. Das hat sich gut ausgezahlt. Ich konnte die Runden zum richtigen Zeitpunkt zusammenbringen. Es ist schön, mal wieder ein sehr gutes Qualifying zu haben."

Timo Scheider: "In Q4 wollte ich in der rückwärtigen Schikane etwas zuviel. Das Auto hat extrem versetzt, deshalb traf ich den Scheitelpunkt auf die Gegengerade nicht. So habe ich dreieinhalb Zehntelsekunden gleich in einer Kurve verloren. Das ist enttäuschend. Aber wenn man alles will, passieren auch solche Fehler. Es hätte schlimmer kommen können. Wir stehen in der zweiten Reihe. Es ist alles möglich."

Martin Tomczyk: "Für mich lief es hier besser als bei den vergangenen Rennen. Das hat bereits im Freien Training begonnen. Auch das Qualifying war gut. Dass ich nicht unter die ersten vier kam, ist natürlich ein bisschen schade. Ich habe mir leider in der allerletzten Kurve einen kleinen Fehler erlaubt. Bis dahin sah die Zeit in meiner Digitalanzeige sehr gut aus. Ich freue mich, dass ich nach drei durchwachsenen Qualifyings wieder an die Spitzengruppe angeschlossen habe. Nachdem es zuletzt in den Rennen recht gut lief, hoffe ich, dass mir das am Sonntag auch gelingt."

Mattias Ekström: "Am Ende wurde ich Sechster. Das war okay, nachdem ich vorher ziemlich gekämpft habe. Aber es ist natürlich nicht das, was wir erwartet hatten. Wir wollten hier vorn stehen. Deshalb ist es enttäuschend. Damit müssen wir jetzt leben und das Beste daraus machen. Die Geschichte zeigt, dass es fast unmöglich ist, hier zu überholen. Wenn unser Tempo und unsere Strategie stimmen, gibt es trotzdem eine Chance, noch etwas daraus zu machen."

Oliver Jarvis: "Immerhin sind wir unter den ersten acht, aber ich will ehrlich sein: Wir haben uns viel mehr erhofft. Ich wäre gern unter die ersten vier gefahren. Mit einem Startplatz aus der vierten Reihe sollten wir Punkte sammeln können, wenn uns eine gute Strategie und zwei gute Boxenstopps gelingen. Heute kam nicht das heraus, was wir uns erhofft hatten."

Miguel Molina: "Das Qualifying war nicht einfach, denn die Strecke hat sich seit heute Morgen geändert. Immerhin liege ich wieder unter den ersten acht. Daraus müssen wir das Beste machen. Wir müssen uns eine gute Strategie ausdenken, um weitere Plätze gutzumachen."

Alexandre Prémat: "Ich bin sehr enttäuscht. Offenbar bin ich auf die Reihen fünf bis sieben in der Startaufstellung abonniert. Das war ein sehr schwieriges Qualifying, denn wir haben die Reifen nicht richtig auf Temperatur gebracht. Deshalb war das Fahrverhalten sehr schwierig, nachdem es am Vormittag noch sehr gut gewesen ist. In Q2 konnte ich deshalb nicht das ganze Potenzial ausschöpfen. Es ging am Ende um drei Hundertstel, sonst wäre ich noch eine Session weiter gekommen."

Markus Winkelhock: "Es hat mit Platz zwei nicht schlecht angefangen. Gerade mit dem zweiten Reifensatz hat sich das Auto im ersten Qualifying gut angefühlt. Auch die Rundenzeit passte. Ich ging mit viel Hoffnung in Q2, doch dann ging gar nichts mehr. Mit beiden Reifensätzen hatte ich mehr Untersteuern als in Q1. Das Auto rubbelte auf der Vorderachse. Mit beiden Sätzen war ich fast eine halbe Sekunde langsamer. Meiner Meinung nach lässt sich das nur auf die Reifen zurückführen, weil wir am Auto nichts geändert haben. Auch die Strecke verändert sich nicht so schnell. In Q1 war ich noch einen Tick schneller als 'Rocky'. Er verbesserte sich um drei Zehntel, ich verschlechterte mich um fünf Zehntel."

Katherine Legge: "Ein großes Dankeschön an meine Jungs, die das Auto an diesem Wochenende schon mehrfach für mich zerlegt haben - zuletzt kurz vor dem Qualifying. Im Rollout lief alles bestens, aber ab dem ersten Training verspürten wir ein großes Problem in der Kraftübertragung. Im Qualifying hat sich das Auto gut angefühlt. Leider fehlt mir viel Zeit aus den Trainings. Hoffentlich können wir am Sonntag im Warm-up noch einiges erarbeiten, um im Rennen wettbewerbsfähig zu sein. Ich bin glücklich, dass es jetzt vorwärts gehen kann."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Es ist sehr enttäuschend, denn wir haben uns heute mehr erwartet. Wir haben zwar ein geschlossenes Mannschaftsergebnis erreicht, aber es liegen letzten Endes zwei Mercedes vor uns. Wir müssen noch die letzten Zehntel herauszuholen versuchen, um im Rennen gut auszusehen. Dazu brauchen wir auch eine gute Strategie, und dann können wir vielleicht Plätze gutmachen."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Startplatz drei hatten wir in diesem Jahr noch nicht. Dabei hat das Wochenende in den Trainings sehr mühsam begonnen. Es lief zunächst nicht so, wie wir es uns gedacht hatten. Wir haben auch mit uns selbst gehadert. Kurz vor dem Qualifying ist der Knoten geplatzt. Wir sind dank kleiner Veränderungen nach vorn gekommen - und 'Rocky' konnte sie umsetzen. Glückwunsch und Danke an 'Rocky' sowie an das Team! Alex hat mit seiner magentafarbenen Zeit in der ersten Sektion gezeigt, dass er auch vorn mitfahren kann. Er hat aber keine perfekte Runde zusammenbekommen. So ist er leider in Q2 ausgeschieden. Aber auch dort ist das Potenzial sichtbar."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Zuerst ein ganz herzliches Dankeschön an die Mannschaft. Sie hat direkt vor dem Qualifying am Auto von Katherine Getriebe, Kupplungseinheit und Kardanwelle in sehr kurzer Zeit gewechselt. Sie sind pünktlich fertig geworden. Das hat sehr gut funktioniert, das Auto lief einwandfrei. Glückwunsch an 'Rocky'. Er ist bester Audi-Fahrer. Oschersleben, das liegt ihm wohl. Er stand hier 2007 schon einmal auf dem Podest. Das ist am Sonntag auch möglich. Markus lag bei seinem ersten Anlauf auf dem zweiten Platz und wir waren sehr glücklich. Am Auto hatten wir nichts verstellt. Mit den nächsten beiden Reifensätzen ging das nicht mehr."

Fotoquelle: xpb.cc

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