Paul Di Resta durfte am Ende doch wieder die Siegerfaust recken

DTM 2010

— 19.09.2010

Di Resta: Dramatisches Déjà-Vu mit Happy End

Es schien schon fast, als ob Paul Di Resta wieder einen Sieg beim Boxenstopp verliert, doch mit einem starken Mittelstint konnte er in Oschersleben triumphieren

Als Paul Di Resta in Oschersleben in Runde 20 zu seinem ersten Boxenstopp abbog, fühlte man sich an die Ereignisse am Lausitzring im Frühjahr erinnert. Der schottische Mercedes-Pilot hatte sich im Startgetümmel in der ersten Kurve an der Spitze behauptet und lag bis zu seinem Stopp in Führung. Doch dann gab es wieder ein Problem mit einem Rad, durch das der Schotte wie schon in der Lausitz die Führung an seinen Teamkollegen Bruno Spengler verlor.

Anders als im Frühjahr kostete ihn das Malheur diesmal aber nicht den Sieg. Denn der Schotte konnte in seinem langen Mittelstint so schnelle Runden fahren, dass er nach seinem späten zweiten Stopp in Runde 34 vor Spengler wieder herauskam. Von da ab musste Di Resta seinen zweiten Sieg in Folge nur noch nach Hause fahren.

Als "einfach" würde er sein Rennen also nicht bezeichnen: "Ich denke, dass ich am Ende recht glücklich sein muss. Das Team hat versucht, den Boxenstopp so schnell wie möglich zu machen, aber das ist nicht immer möglich. Aber heute waren wir dank unseres Speeds in der Lage, im zweiten Stint länger draußen zu bleiben, unsere Pace zu zeigen und zurückzukommen. Es war ein harter Job, aber wir haben es geschafft."

Dass ihm zwei Siege in Folge gelungen sind, findet Di Resta sogar "unglaublich". Das sei vor allem für die Meisterschaft wichtig: "Wir schließen die Lücke. Mit ein paar Autos mehr zwischen mir und Bruno hätten wir es noch mehr getan, aber solange wir ihn schlagen und die Lücke schließen... Es stehen immer noch drei Rennen aus und auf die freue ich mich. Denn ich fühle mich jetzt im Auto sehr wohl und ich glaube, dass wir weiter pushen können."

Am Lausitzring war der Schotte entsprechend frustriert, als er nach dem missglückten Stopp hinter Spengler herauskam. Diesmal sei er ruhiger geblieben, berichtet er: "Ich denke, das Gute war, dass es der erste Stopp war. Damit hat man immer Zeit, das wieder aufzuholen. Wir mussten heute entspannt bleiben. Wir hatten den Speed, ich konnte den Vorsprung sehen, den ich mir im ersten Stint herausgefahren hatte. Es hat mich überrascht, dass ich das konnte, denn im Warmup waren wir nicht das schnellste Auto."

Rückblickend räumt Di Resta ein, dass der lange Stopp "das Rennen aufregender gemacht hat. Aber alles was zählt, sind die zehn Punkte, die ich mir vor dem Rennen zum Ziel gesteckt hatte."

Scheider und Spengler waren in den Runden 25 und 26 an die Box gekommen, Di Resta und sein Team entschieden, so lange wie möglich draußen zu bleiben, um einen ausreichend großen Vorsprung herauszufahren. "Ich bin ein ganz gutes Tempo gefahren und mein Team hat mir gesagt: 'Wenn du dieses Tempo halten kannst, dann fahr weiter'. Zum Glück konnten wir es", schildert er. "Als ich in Kurve sieben war, konnte ich sehen, dass Timo und Bruno in Kurve drei fuhren und dass mein Vorsprung größer wurde. Hier in Oschersleben ist das ein guter Referenzpunkt für den Boxenstopp. Ich konnte sehen, dass der Vorsprung größer wird."

Sein Motto in diesen Runden: "Man muss einfach weiterfahren und hoffen, dass es reicht. Aber: Da war immer der Zweifel über den Boxenstopp, ob etwas am Auto nicht stimmt. Aber danke an die Jungs, sie haben einen tollen zweiten Stopp gemacht. Ich konnte vorn bleiben, und der dritte Stint war dann recht einsam und kontrolliert."

Fotoquelle: xpb.cc

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