Bruno Spengler holte zum vierten Mal in dieser Saison den zweiten Platz

DTM 2010

— 19.09.2010

Spengler: Acht Punkte aus einem harten Rennen

Bruno Spengler wurde in Oschersleben in einem turbulenten Rennen Zweiter, hat bis ins Ziel an den Sieg gedacht, freut sich aber auch über die gewonnenen acht Punkte

Bruno Spengler war einer jener Hauptdarsteller, die im Rennen in Oschersleben eine wahre Achterbahnfahrt erlebten. Von Platz zwei gestartet, hatte er im ersten Stint Probleme mit dem Grip. Er profitierte dann aber beim ersten Boxenstopp vom Pech seines Mercedes-Kollegen Paul Di Resta und übernahm von ihm die Führung. Doch bei seinem zweiten Stopp stand auch der Kanadier lange in der Box und musste die Spitze an Audi-Pilot Timo Scheider abgeben.

Scheiders Siegträume endeten in Runde 34, als ihn ein Reifenschaden in Führung liegend aus dem Rennen warf. "Zuerst dachte ich, dass er die Räder blockiert, doch dann habe ich die große Lücke hinter mir gesehen und dachte mir, dass er einen Reifenschaden hat. Mein Ingenieur hat mir das dann gesagt", schildert Spengler. "Das ist natürlich nicht schön, aber so etwas passiert. Ich hatte selbst oft genug solches Zeug, ich hatte in meiner DTM-Karriere bisher selbst genug Pech. Ich weiß also, wie es sich anfühlt. Natürlich tut es mir leid für ihn, aber das ist der Rennsport."

Doch Spengler, zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei liegend, brachte Scheiders Reifenschaden nicht zurück auf Platz eins. Denn Di Resta hatte sich mit schnellen Zeiten in einem langen Mittelstint so viel Vorsprung herausgefahren, dass er in der gleichen Runde selbst in Führung liegend zurück auf die Strecke kam. Spengler musste sich mit Platz zwei "begnügen". In der Meisterschaft hat er bei noch drei ausstehenden Rennen als Tabellenführer noch sieben Punkte Vorsprung auf Di Resta.

"Es war ein recht hartes Rennen", bilanziert der Kanadier. "Mein Mittelstint war recht gut, auch mein letzter Stint. Leider wurde ich ein bisschen von Timo aufgehalten und habe dabei ein paar Zehntel verloren - oder vielleicht Sekunden. Er war definitiv sehr schnell, außer als er vor mir war, da war seine Pace plötzlich nicht mehr so toll. Paul war dadurch in der Lage, nach seinem zweiten Stopp vor mir raus zu kommen, vor uns beiden."

Doch Spengler hat weiter versucht, Gas zu geben. "Denn wer weiß, das Rennen ist lang, man fährt hier viele Runden und wir haben bei Timo gesehen, was passieren kann. Alles kann passieren, es gibt viele Randsteine. Es ist hier in Oschersleben ein hartes Rennen. Und ich denke, dass wir den Leuten heute eine gute Show geboten haben", lautet sein Fazit.

Er freut sich auch, dass er und Di Resta Mercedes in Oschersleben einen Doppelsieg bescheren konnten: "Das ist in der Vergangenheit nicht oft passiert. Also freue ich mich sehr für das Team, es ist ein tolles Ergebnis. Sie haben die Punkte geholt, die sie verdient haben, ich freue mich über die acht Punkte und die Rennen, die wir noch vor uns haben."

Die Hoffnung, als Erster ins Ziel zu kommen, hat der Kanadier bis zum Ziel nicht aufgegeben: "Alles kann passieren, alles ist möglich. Man gibt nie auf und ich habe immer gedacht, dass es möglich ist. Aber ich freue mich über diese acht Punkte, auch wenn ich zeitweise Erster war. Für den Rest der Saison sieht es einfach sehr gut aus. Wir haben ein gutes Auto und ich werde weiter mit meinem Team pushen. Und wir werden unser Bestes geben, um zu gewinnen."

Fotoquelle: xpb.cc

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