David Coulthard fährt der Konkurrenz in der DTM weiterhin nur hinterher

DTM 2010

— 19.09.2010

Coulthard rätselt über großen Rückstand

Ex-Formel-1-Star David Coulthard hadert mit seinem großen Rückstand in Oschersleben und ist Katherine Legge trotz der Kollision nicht sauer

Nicht erst seit Ralf Schumacher weiß man, dass es ehemalige Formel-1-Piloten in der DTM oft schwer haben, aber David Coulthard scheint sich noch ein bisschen schwerer zu tun als viele seiner Vorgänger. Heute in Oschersleben erlebte der 13-fache Grand-Prix-Sieger einen weiteren Tiefpunkt seiner zweiten Karriere.

"Schrecklicher Start, zu viel Wheelspin, dann eine kleine Auseinandersetzung mit 'Frankie' (Congfu Cheng; Anm. d. Red.) am Start", fasst Coulthard sein achtes DTM-Rennen zusammen. "Ich war einfach nicht schnell und habe versucht, den anderen Jungs nicht im Weg zu sein und ins Ziel zu kommen. That's it, mehr gibt es nicht zu sagen." Besonders zu kämpfen hatte er in den schnellen Kurven, in denen er nicht genug Anpressdruck spürte.

Bisher nahm der 39-Jährige seine DTM-Pleiten locker, doch Oschersleben scheint erstmals an ihm zu nagen. Der große Zeitrückstand gibt ihm aber mehr zu denken als der 14. und letzte Platz: "Zu glauben, dass alles auf 100 Prozent ist, fällt mir schwer, weil ich hier so weit von der Pace weg bin. Dafür sehe ich keinen plausiblen Grund, denn sogar in Hockenheim war ich nur eine Sekunde hinter den Schnellsten. Hier ist der Rückstand größer, obwohl es keine besonders lange Strecke ist."

"Ich bin nicht mit der Einstellung gekommen, dass ich allen zeigen möchte, was ich kann, sondern ich will lernen", gibt sich Coulthard demütig. Doch bei allem Respekt vor der DTM würde er doch langsam eine Steigerung erwarten: "Während dieser Phase lege ich mein Ego und meine Peinlichkeit zur Seite, aber es erscheint mir nicht ganz logisch, dass ich hier weiter weg bin als am Saisonbeginn - noch dazu auf einer leicht berechenbaren Strecke wie hier."

Dass er die DTM möglicherweise etwas lockerer nimmt als früher die Formel 1, belegt die Art und Weise, wie er mit seinen Niederlagen umgeht. Heute musste er zum Beispiel wegen einer Kollision mit Katherine Legge ins Kiesbett, aber seiner britischen Landsfrau ist er deswegen nicht böse: "Es ist ja nur ein Rennen, nicht wahr? Sie hat mir nicht meinen Reisepass gestohlen oder so", winkt er fast gleichgültig und mit einem Grinsen im Gesicht ab.

"Manchmal habe ich Potenzial gezeigt", blickt er auf die bisherige Saison zurück. "Das war nicht ausreichend, um ein DTM-Rennen zu gewinnen, aber um zum Mittelfeld aufzuschließen. Zwischen dem Gefühl, es schaffen zu können, und dem Zustand, es zu schaffen, ist aber ein Unterschied, denn ich war im Qualifying erst einmal in den Top 8." Das war beim dritten Saisonlauf in der Lausitz der Fall, wo er sonntags wegen einer Kollision ausschied.

"Damals kam mir das total logisch vor, denn es war eine neue Strecke und ich war das ganze Wochenende schnell. Für mich war das keine Überraschung, aber bei so vielen anderen Rennen war ich viel weiter hinten, sodass man im Nachhinein betrachtet wohl zugeben muss, dass es ein reiner Ausrutscher war", gesteht der Mücke-Mercedes-Pilot, dessen bestes Rennergebnis bisher ein zehnter Platz auf dem Nürburgring war.

Fotoquelle: xpb.cc

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