Ralf Schumacher entscheidet nach der Saison, wie es für ihn weitergeht

DTM 2010

— 28.09.2010

Schumacher: Entscheidung über 2011 erst nach der Saison

Ralf Schumacher findet die ab 2012 neue Ära in der DTM interessant, weiß aber noch nicht, ob er weitermacht - Doch er fühlt sich wohl bei Mercedes

Ab 2012 ändert sich viel in der DTM: Die Tourenwagenserie bekommt ein neues Reglement und mit BMW kommt sehr wahrscheinlich ein weiterer Hersteller. Die Entwicklung findet auch Ralf Schumacher spannend. Da das Feld so eng zusammen liegt, sei es schon mit zwei Herstellern eine große Herausforderung. "Wenn BMW oder wer auch immer noch dazu kommt, prägt das eine ganz neue Ära. Und das ist für jeden Fahrer interessant", bestätigt er im Interview mit 'Motorsport aktuell'.

Ob er selbst dann noch dabei ist, steht aber noch nicht fest. Schumacher hat auch noch keine Entscheidung für die kommende Saison 2011 getroffen. "Grundsätzlich finde ich es in der DTM sehr angenehm. Aber man muss abwarten", sagt der 35-Jährige, der sich auch in seinem HWA-Team sehr wohl fühlt. Nach der Saison werden er und Mercedes sich zusammensetzen und gemeinsam entscheiden: "Wir haben dazu keine Eile."

Es deutet sich aber an, dass er noch mindestens eine vierte Saison anhängt. Denn an Motivation mangelt es Schumacher nicht, auch wenn er im Mercedes-Neuwagen weiter auf seinen ersten Podiumsplatz wartet. Die "ganze Sache beginne zu funktionieren", sagt er über seine Entwicklung in der DTM. Und dass es zu größeren Erfolgen bisher nicht gereicht habe, sei zum Teil auch am Pech gelegen.

"Ich hatte Rennen, wo ich in den Punkten lag, dann aber etwas schief gelaufen ist", blickt er zurück. "Insofern bin ich froh, dass ich nach einem relativ schwachen Start jetzt einigermaßen mithalten kann. Das ist sicher ein Schritt nach vorn. Und daher kann ich es auch verkraften, dass ich noch keinen Podestplatz errungen habe."

Gleichzeitig zu seinem Job als DTM-Fahrer baut sich Schumacher ein zweites Standbein in der operativen Ebene auf. Seit dieser Saison ist er neben Peter Mücke Co-Teamchef des GP3-Rennstalls RSC-Mücke. Er kann sich durchaus vorstellen, seine Teamchef-Rolle in dem einen oder anderen Projekt noch auszuweiten, aber nur, wenn die Rahmenbedingungen passen.

"Mein Ziel war es immer, auch im Management im Motorsport tätig zu sein. Allerdings habe ich sehr starke wirtschaftliche Interessen", betont er. "Wenn sich etwas Ordentliches ergibt, werde ich darüber nachdenken. Aber im Moment konzentriere ich mich weiter auf meine Renneinsätze."

Ein solches künftiges Projekt könnte der Einsatz des neuen GT3-Mercedes SLS sein, der am vergangenen Wochenende auf der Nordschleife sein Renndebüt gab. "Wir hatten das Thema auch angedacht. Die Vorbereitungen werden getroffen", bestätigt Schumacher. Doch er würde das Projekt nur dann in nächster Zeit angehen, "wenn wir einige Fahrer und Sponsoren mitgroßem Interesse hätten." Er selbst würde in diesem Projekt übrigens nicht selbst fahren: "Meine Priorität liegt auf der DTM." Den SLS würde er nur zu Demozwecken oder "just for fun" fahren.

Fotoquelle: xpb.cc

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