Mattias Ekström wil sein Siegkonto in dieser Saison noch aufstocken

DTM 2010

— 13.10.2010

Ekström träumt vom Sieg, weniger vom Titel

Mattias Ekström möchte das "moralische Finale" in Hockenheim gewinnen und gibt auch im Titelkampf nicht auf, "ich kann aber auch rechnen"

Mattias Ekström hat sich für das kommende Wochenende in Hockenheim ein klares Ziel gesteckt: Er möchte am Sonntag als Sieger die Ziellinie überqueren. Damit würde er auch im Titelkampf zumindest ein bisschen den Anschluss halten. Der Schwede ist der einzig verbliebene Audi-Pilot, der noch rechnerische Chancen hat, Meister zu werden. Doch Ekström sieht die Sache realistisch, schließlich hat er mit 34 Punkten auf seinem Konto 26 Zähler Rückstand auf den führenden Mercedes-Piloten Bruno Spengler (60).

"Der Titel ist schon ziemlich weit weg, aber davon, Rennen zu gewinnen, darf man immer träumen. Da hat jeder an jedem Wochenende die Chance dazu. Und das ist eigentlich mein Ziel", sagt Ekström vor dem drittletzten Rennen der Saison. "Beim letzten Mal, als ich in Hockenheim war, waren wir gut unterwegs, und ich war immer konkurrenzfähig. Von mir aus würde ich das Rennen gern gewinnen." Beim Auftakt hatte er vom Start weg das Tempo vorgeben, im Rennen wurde er aber eine Runde zu früh zum Boxenstopp gerufen. Damit musste er einmal mehr einrücken und wurde nach einer starken Aufholjagd noch Sechster.

Den verlorenen Sieg holte er dann beim zweiten Saisonrennen in Valencia nach, doch es blieb in dieser Saison sein bisher einziger. In seiner Rennfahrerehre kränkt ihn das aber noch nicht. "Es hat schon Jahre gegeben, in denen ich wenige Siege hereingeholt habe, das ist sicher nichts, wovon ich träume", bestätigt er, betont aber: "Ich war schon ein paar Mal knapp dran, am Norisring war ich von einem weiteren Sieg nur eine halbe Sekunde entfernt. Bei ein paar anderen Rennen waren wir halt nicht konkurrenzfähig genug. Aber ich kann nur sagen: Egal, ob ich Rennen gewinne oder nicht, solange man motiviert ist, es zu machen und dafür kämpft, hat man die nötige Motivation."

Natürlich würde er in diesem Jahr lieber alle elf Rennen gewinnen, "aber das ist auch unrealistisch. Wenn ich mindestens noch einen Sieg schaffe, dann würde ich schon damit zufrieden sein. Denn die meisten anderen Fahrer haben auch nur zwei Siege. Es ist nicht so, dass ich mit dem einen Sieg meilenweit weg bin. Lassen wir uns überraschen, was am Wochenende kommt."

Der Schwede konzentriert sich jetzt darauf, Siege zu holen. Natürlich gibt er im Titelkampf erst auf, wenn es wirklich keine Chance mehr gibt, aber er räumt ein: "Man kann schon sagen, dass es sehr schwer wird, wenn man in der Meisterschaft so weit hinterher ist." Und deshalb nimmt er es seinem Freund und Abt-Teamkollegen Martin Tomczyk auch nicht übel, dass dieser heute in einer Pressekonferenz auf die Frage, wer Meister wird, nicht auf ihn, sondern auf Bruno Spengler getippt hat.

"Freundschaft oder nicht, Teamkollege oder nicht: Wenn man nur auf die Tabelle schaut, hat Bruno schon die besten Chancen. Das ist kein Geheimnis", sagt Ekström und ist auch selbst angesichts der Punktestände realistisch. "Ich glaube schon, dass einer von ihnen, Spengler oder Paul di Resta, den Titel holt." Noch sei es aber auch für ihn nicht ganz vorbei, und: "Die Hoffnung ist das letzte, was bei mir stirbt, und ich werde auch dafür kämpfen. Aber ich nehme es Martin nicht übel, denn rechnen kann ich auch."

Für den schwedischen Audi-Piloten ist das kommende Rennen in Hockenheim nicht nur das deutsche, "sondern auch das 'moralische' Finale. "Viele Fans, viele Freunde und Partner von mir wollen nicht akzeptieren, dass es nicht das Finale ist." Und so verzeichnet er auch einen neuen Rekord, denn Ekström erwartet in Hockenheim insgesamt 60 Gäste aus Schweden: "Und für die wird es immer das Finale sein, für mich ist es das 'moralische' Finale, auch wenn man noch Adria und Schanghai hat."

"Es ist für viele Leute die letzte Chance, hinkommen. Und es war so viele Jahre lang das richtige Finale. Ich glaube, es wird auch eine Weile dauern, bis man es akzeptiert, dass es nur ein Meisterschaftsrennen wie alle anderen und nicht das Finale ist.", sagt er und fügt schmunzelnd an: " Ich glaube, der größte Unterschied ist, dass es Sonntagabend keine Feier gibt."

Fotoquelle: xpb.cc

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