Bruno Spengler und sein derzeit ärgster Verfolgr Paul di Resta

DTM 2010

— 13.10.2010

Spengler und die Jäger aus dem eigenen Haus

Beim Heimspiel in Hockenheim möchten sich drei Mercedes-Piloten dem Titel ein Stück näher bringen - Die anderen freuen sich schon auf die erwartete große Kulisse

Mit dem Mercedes-Heimspiel am Wochenende beginnt der Showdown im Titelkampf. Zum letzten Mal treffen sich die Rivalen auf deutschem Boden, bevor es dann noch nach Adria und zum Finale nach Schanghai geht. Als Führender der Meisterschaft kommt Bruno Spengler nach Hockenheim. Der Mercedes-Pilot hat 60 Punkte auf seinen Konto, und seine ärgsten Rivalen kommen aus dem eigenen Haus: Teamkollege Paul di Resta hat als Gesmtzweiter sieben Punkte Rückstand, Gary Paffett als Dritter 16 Zähler. Rechnerische Chancen hat auch noch Audi-Pilot Mattias Ekström, dem 26 Punkte auf Spengler fehlen.

Spengler will in Hockenheim die Weichen dafür stellen, dass er beim folgenden Rennen in Adria schon den ersten Matchball hat. "Deutschland-Finale Hockenheim, volles Haus, volle Spannung und voller Angriff - das passt zusammen. In den letzten Rennen hat Paul zwar Punkte gut gemacht aber in Hockenheim will ich wieder ganz oben auf dem Podium stehen und den Grundstein dafür bereits mit einem Top-Qualifying-Resultat legen", kündigt der Kanadier an. "Die Begeisterung der Fans auf der Mercedes-Benz Tribüne und im Motodrom werden mich, da ich diesmal drei Rennen vor Ende der Meisterschaft als Tabellenführer nach Hockenheim komme, besonders anspornen."

Doch di Resta ist ebenfalls angespornt: "Zwei Siege und ein zweiter Platz aus den letzten drei Rennen und damit zehn Punkte mehr als Bruno - das ist eine tolle Motivation für das Rennen in Hockenheim. Brunos Vorsprung beträgt sieben Punkte, aber dreißig sind noch zu holen", lautet seine Kampfansage. "Sehr gespannt bin ich auf mögliche Überholmanöver in der neuen Doppelkurve vor der Mercedes Tribüne - da gibt es sicher jede Menge Action für Fahrer und Fans. Die neue Streckenvariante bietet den Zuschauern schließlich rund 20 Prozent mehr Runden."

Auch Teamkollege Paffett will in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden. "Die letzten beiden Rennen in Hockenheim habe ich gewonnen, das ist auch dieses Mal mein Ziel. Brunos Vorsprung von 16 Punkten zu egalisieren wird nicht leicht, aber in der DTM ist in den drei noch ausstehenden Rennen alles möglich. Noch ist die letzte und entscheidende Zielflagge nicht gefallen", betont der Brite. Er weiß aber auch: "Der Kurs von Hockenheim ist durch die schnellen Passagen des Mittelsektors und die eher langsamen und engen Ecken des Motodroms technisch sehr anspruchsvoll und es ist nicht leicht, ein gutes Setup für die verschiedenen Anforderungen zu finden."

Für die anderen Mercedes-Piloten geht es darum, doch das eine oder andere Erfolgserlebnis einzufahren und die Stimmung in Hockenheim zu genießen. "Der Hockenheimring - für Teams und Fahrer eine der schönsten und reizvollsten Strecken der Welt - bietet einige schnelle Geraden aber auch enge Kurven. Dies erfordert beim Setup einen Kompromiss aus Topspeed und Abtrieb", sagt Ralf Schumacher. "Die vergangenen Rennen haben gezeigt, dass ich in der richtigen Richtung unterwegs bin und mit jedem DTM-Rennen dazulerne. Beim letzten Rennen in Deutschland wollen mein Team und ich einen guten Abschluss schaffen und den zweiten Platz in der Teamwertung behaupten. Es ist schön, diese Zielsetzung vor noch größerer Kulisse anzugehen als früher bei der Formel 1."

Und David Coulthard erklärt: "Die Strecke in Hockenheim ist ein Klassiker, den ich aus der Formel 1 und von meinem ersten DTM-Rennen im April 2010 kenne. Diese Erfahrungen will ich beim Deutschland-Finale der DTM vor hoffentlich vollem Haus nutzen und den vielen begeisterten Mercedes-Benz Mitarbeitern und Fans, die dort auf den Tribünen sitzen, beste Unterhaltung bieten. Durch die geänderte Streckenführung wird der Kurs insgesamt viel flüssiger zu fahren sein und das sollte mir als DTM-Lehrling entgegenkommen."

Für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ist Hockenheim nicht nur das Heimspiel von Mercedes, sondern auch das der DTM insgesamt: "Nirgendwo gastierte die DTM öfter und nirgendwo während der DTM-Jahrestour gibt es an einem Rennwochenende mehr Zuschauer als in Hockenheim. Wir erwarten viel Spannung beim Deutschland-Finale der DTM, die erstmals auf der verkürzten Streckenvariante antritt und den Zuschauern so 20 Prozent mehr Runden beim Rennen am Sonntag bietet. Es wäre schön, wenn wir unseren Sieg vom Auftaktrennen im April auch beim deutschen Finale wiederholen könnten. Über 10 000 Kunden und Mitarbeiter werden uns auf der Mercedes-Tribüne und der Nordkurve die Daumen drücken."

Fotoquelle: xpb.cc

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