Geht Überholen oder nicht? Mattias Ekström lässt sich davon überraschen

DTM 2010

— 13.10.2010

Überholen in Hockenheim? Ullrich und Ekström sind gespannt

Audi hat die neue Hockenheim-Variante beim Test schon kennengelernt, doch ein vorschnelles Urteil möchte man in Ingolstadt nicht fällen

Das neue DTM-Layout in Hockenheim sorgt bereits für Diskussionen, bevor dort das erste Mal ein Auto gefahren ist. Viele stellen sich die Frage, ob es überhaupt noch Überholmöglichkeiten gibt, nachdem die Spitzkehre weggefallen ist. Audi hat sich bei einem Test schon einmal mit der neuen Streckenvariante vertraut gemacht. In Ingolstadt scheint man nun ein bisschen skeptisch zu sein, was das Überholen angeht, auch wenn man ein genaues Urteil erst treffen kann, wenn dort richtig Rennen gefahren wird.

"Das können wir momentan noch nicht sagen", antwortet Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich auf die Frage, ob es künftig auf dem badischen Kurs weniger Überholmanöver geben wird. Fest stehe nur, dass "ein Punkt, bei dem man wusste, dass es ganz sicher immer wieder die Möglichkeit gibt, aus dem Windschatten heraus anzugreifen, jetzt aus der Strecke raus ist, weil man vorher schon rechts abbiegt."

Wie man in den neuen beiden aufeinander folgenden kurzen Kurven agieren kann, könne man laut Ullrich noch nicht abschätzen: "Es war beim Test so, dass dieser Bereich des Überwechselns auf den anderen Teil der Strecke auch relativ eng war. Da haben wirklich kaum zwei Autos nebeneinander rein gepasst." Aber man werde es jetzt am Wochenende wirklich herausfinden, wie die Auswirkungen auf den Rennverlauf oder auf die Möglichkeiten des Überholens sind. "Das können wir aber erst, wenn man dort fährt. Vorher kann man es ganz schwer abschätzen", so Ullrich.

Auch Audi-Pilot Mattias Ekström war bei dem Test dabei, konnte aber krankheitsbedingt nur eine Runde auf der umgestalteten Strecke fahren. "Für das Qualifying ist es eigentlich egal, welche Strecke man fährt. Aber von meiner ersten Einschätzung wird das Überholen deutlich schwieriger, weil das Anbremsen und das Einlenken in die Kurve etwas enger und die Gerade nicht so lang ist", vermutet der Schwede.

"Von daher gibt es meiner Meinung nach gar keinen Windschatten, was mir auch meine Erfahrung sagt. Aber es kann auch sein, dass man sich täuscht", möchte Ekström kein vorschnelles Urteil abgeben. Er bestätigt jedoch, dass die jetzt weggeschnittene Haarnadelkurve früher die beste Überholmöglichkeit war. "Aber ich lasse mich überraschen, was kommt. Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass wie immer das Qualifying der Schlüssel zum Erfolg sein wird", so der Schwede.

Fotoquelle: xpb.cc

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