Wolfgang Ullrich sieht keine Nachteile für Audi durch die neue Streckenführung

DTM 2010

— 14.10.2010

Ullrich: Aus "knapp dran" soll Erfolg werden

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich hofft, dass sein Team in Hockenheim auf die Siegerstraße zurückkehrt

Was die Zahl der reinen Siege angeht, hat Audi in dieser Saison deutlich das Nachsehen. Die Ingolstädter haben mit Valencia in diesem Jahr bisher ein Rennen gewonnen, Konkurrent Mercedes bringt es auf sieben Siege. Am kommenden Wochenende in Hockenheim will Audi nachlegen und die vier Ringe endlich wieder auf das oberste Treppchen des Podests bringen.

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich ist schon deshalb optimistisch, weil "wir beim ersten Rennen in Hockenheim sehr stark waren und eine sehr gute Performance hatten." Ein möglicher Audi-Sieg wurde beim Auftakt nur durch Reifenschäden und einen Taktikfehler bei Mattias Ekström verhindert. Zudem stimmt Ullrich zuversichtlich, dass man den Anschluss an Mercedes wieder geschafft hat. Bei den letzten beiden Rennen sei man schon "recht knapp" am Sieg dran gewesen.

Nun möchte man endlich das Potenzial auch wieder in das entsprechen Ergebnis umsetzen. "Man kann sich im Motorsport sicher nicht auf das Pech herausreden, das wollen wir auch nicht. Aber so richtiges Glück war bei den letzten Rennen nicht dabei", erklärt der Sportchef. "Und wenn es einmal richtig normal funktionieren sollte, dann sind wir schon in der Lage, wieder erfolgreich zu sein. Und darauf sind wir alle fokussiert."

Die Strecke ist nun allerdings nicht mehr ganz die, auf der beim Auftakt in Hockenheim gefahren wurde. Mit einem Test im Vorfeld haben sich die Ingolstädter mit der neuen Streckenvariante vertraut gemacht. "Wir haben versucht, Daten zu sammeln um zu sehen, welche Änderungen man am Fahrzeug im Vergleich zur Hockenheim-Version des ersten Rennen vornehmen müsste. Das war die Hauptaufgabe", erläutert Ullrich.

"Zwischen diesen beiden Varianten sind 70 Prozent der Strecke identisch, und dann wird quasi eine Kurve mit einer relativ langen Geraden davor und einem Beschleunigungsstück dahinter durch eine Doppelrechts ersetzt. Die Änderungen sind somit nicht so dramatisch groß", so Ullrich. Dennoch sei es wichtig gewesen, ein Gefühl zu bekommen, was anders ist: "Und ich denke, das haben wir sehr gut bekommen."

Nach dem Test teilt der Sportchef auch nicht die Vermutungen vieler, dass der neue Streckenverlauf sich für Audi eher nachteilig auswirkt. "Bei all dem, was wir gesehen haben, ist zwar sicherlich der Charakter der Strecke etwas verändert. Das Anbremsen und die Möglichkeit des Überholen vor der Haarnadelkurve - etwas ganz Spezielles des Rennens in Hockenheim - das wird es eben genau so nicht mehr geben. Aber ansonsten sehe ich nicht, dass wir daraus irgendwelche Nachteile haben sollten", betont er.

Und auch das Problem Reifenschäden, das Audi beim Auftakt so übel ausgebremst hat, soll laut Ullrich nun kein Thema mehr sein. "Wir werden uns in Hockenheim, wie wir das nach dem ersten Rennen in Hockenheim immer gemacht haben, sehr intensiv damit beschäftigen herauszufinden, welche maximalen Belastungen man dem Reifen auf dieser Rennstrecke zumuten kann, um sicherzustellen, dass wir drunter bleiben. Das ist uns ja bei den darauffolgenden Rennen immer gelungen. Ich denke, dass wir das jetzt schon mit den vielen Daten, die wir gesammelt haben, richtig abschätzen können", erklärt er, fügt aber an: "Wichtig ist, dass man natürlich trotzdem in ein gutes Performancefenster hineinfindet."

Fotoquelle: xpb.cc

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