Timo Scheider und Mike Rockenfeller teilen sich die erste Startreihe

DTM 2010

— 16.10.2010

Die Audi-Stimmen zum Qualifying

Timo Scheider auf der Pole vor Mike Rockenfeller, auch Alexandre Prémat stark - Titelkandidat Mattias Ekström hatte allerdings massive Probleme

Audi kam kam mit den extrem schwierigen Bedingungen beim Qualifying für das Deutschland-Finale der DTM 2010 am besten zurecht: Timo Scheider holte auf dem verkürzten Hockenheimring auf regennasser Strecke die Pole-Position. Sein Markenkollege Mike Rockenfeller startet morgen im Jahreswagen als Zweiter ebenfalls aus der ersten Reihe.

Mit Alexandre Prémat schaffte es das Phoenix-Team, erstmals beide Fahrzeuge in das entscheidende Qualfiying-Segment zu bringen. Prémat gelang dort zwar keine perfekte Runde, Startplatz vier bedeutete trotzdem das beste Qualifying-Ergebnis des Jahres für den Franzosen. Martin Tomczyk wurde Sechster, er muss aber in der Startaufstellung um fünf Plätze nach hinten, da er im Training am Morgen unter Gelb zu schnell war.

Rosberg-Pilot Markus Winkelhock glückte bei seinem Heimspiel mit Platz sieben erstmals in der für ihn bisher so unglücklich verlaufenen Saison der Sprung in die Top 10. Miguel Molina und Oliver Jarvis wurden Achter und Neunter.

Die Hoffnungen von Audi, die Titelentscheidung zu vertagen, erhielten allerdings einen Dämpfer: Ausgerechnet Mattias Ekström, der als einziger Audi-Pilot noch theoretische Titelchancen hat, gelang kein optimales Qualifying. Der Schwede klagte über extremes Übersteuern, schied schon nach Q1 aus und muss vom ungewohnten 15. Startplatz ins Rennen gehen. Neben Ekström steht Katherine Legge in der achten Startreihe.

Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Im Qualifying herrschten sehr schwierige Streckenbedingungen. Wir haben generell eine starke Teamleistung gezeigt. Dass drei Audi unter die ersten vier fuhren, war ein guter Auftakt. Timo hat eine perfekte Runde hingezaubert. Auch 'Rocky' hat eine sehr gute Runde hingelegt. Wir haben zwei Autos in der ersten Startreihe. Daraus müssen wir am Sonntag ein gutes Rennergebnis machen."

Timo Scheider: "Ich freue mich riesig, speziell nach Oschersleben. Da haben wir einen möglichen Sieg durch einen Fremdkörper im Reifen verloren. Es ist schön, nach einem solchen Rennen zurückzukommen und nicht in ein psychologisches Loch zu fallen. Wir konnten wieder die gleiche Leistung zeigen, heute allerdings unter nassen Bedingungen. Und das in Deutschland beim 'kleinen' Finale, denn hier in Hockenheim habe ich die meisten Emotionen in der DTM erlebt. Deshalb fühlt es sich extrem schön an, das auch heute hier gezeigt zu haben."

Mike Rockenfeller: "Das Auto war schon im Freien Training spitze zu fahren. Im Qualifying vermisste ich ein wenig den Grip, den ich am Morgen hatte. Trotzdem habe ich es bis in Q4 geschafft. Als ich die Runde von Timo sah, wusste ich, dass es für mich schwer wird. Insgesamt bin ich superzufrieden. Dankeschön ans Team, das mir ein tolles Auto hingestellt hat. Ich konnte es umsetzen. Schön ist auch, dass Alexandre ebenfalls in Q4 kam. Wir haben heute einen guten Tag erwischt, wobei uns das Wetter mit Sicherheit geholfen hat. Jetzt versuchen wir, ein tolles Rennen nach Hause zu fahren."

Alexandre Prémat: "Ein schönes Qualifying! Ich kam bis in Q4 und bin superzufrieden. Das ist das beste Ergebnis des Jahres und ich bin zum ersten Mal in Q4. Jetzt müssen wir uns voll auf das Rennen konzentrieren, um viele Punkte zu sammeln. Danke an das Team Phoenix, das seit Beginn der Veranstaltung ganz fantastisch arbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Teamleistung, denn Mike ist Zweiter, ich bin Vierter. Am Sonntag sollte ein Podiumsergebnis möglich sein."

Markus Winkelhock: "Es ist nicht schlecht, auf Platz sechs zu stehen, aber es wäre mehr drin gewesen. In meiner letzten Runde musste ich Alex Prémat überholen. Ich habe etwas früher eingelenkt, dabei habe ich mich gedreht. Ich denke, meine Zeit hätte ich auf jeden Fall verbessern können, denn ich hatte bis zur Sachs-Kurve schon drei Zehntel Vorsprung. Das hätte für Q4 reichen können."

Miguel Molina: "Das war ein schwieriges Qualifying, denn ich habe in der DTM zum ersten Mal ein Zeittraining im Regen erlebt. Ich bin wieder unter den ersten acht. In meiner letzten Runde unterlief mir allerdings ein Fehler - ich muss noch besser werden."

Oliver Jarvis: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir waren prinzipiell schnell genug, um mindestens in Q3 zu kommen, vielleicht sogar unter die ersten fünf. Aber ich überquerte als Erster die Ziellinie. Das hat uns um unsere Chancen gebracht, denn somit hatten wir eine Runde weniger. Am Ende fehlte ein halbes Zehntel."

Martin Tomczyk: "Ich bin nicht ganz zufrieden. Der Plan war, eine Runde zum Abkühlen der Reifen zu fahren und noch eine fliegende Runde zu haben und so das Optimum herauszuholen. Letztendlich waren es dann zwei fliegende Runden zum Schluss. So ist das Optimum auf beide Runde aufgeteilt worden. Da fehlten dann ein oder zwei Zehntel."

Mattias Ekström: "Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt in Q1 ausgeschieden bin. Das muss schon sehr lange her sein. Aber ich hatte keinerlei Grip und konnte mit diesem Auto einfach nicht kämpfen. Ich war nur am Schleudern. Ein seltsames und enttäuschendes Gefühl. Es wird schwierig, von so weit hinten nach vorn zu kommen."

Katherine Legge: "Ich bin enttäuscht, denn am Morgen lief es im Regen sehr gut. Ich hätte gedacht, dass wir es unter die ersten zwölf schaffen. Aber leider machte ich einen kleinen Fehler in meiner letzten Runde, der mich daran gehindert hat, in Q2 zu kommen. Wir wissen noch nicht, was uns morgen erwartet. Es könnte nass sein, aber auch trocken."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Das Team hat super gearbeitet und Timo Scheider hat eine glanzvolle Leistung abgeliefert. Er hat eine wahnsinnige Runde gezeigt und alles auf den Punkt gebracht. Das zeichnet ihn einfach aus. Er ist momentan wieder sehr gut drauf. Es geht in der DTM sehr eng zu. Man muss hart arbeiten, benötigt aber auch ein wenig Glück. Was passiert, wenn man Pech hat, haben wir bei Mattias Ekström gesehen."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Wenn man beide Autos in den ersten vier hat, muss man einfach zufrieden sein. Um eine Runde hinzubekommen, muss alles passen. Da geht man auch mal über das Limit wie Alex. Bei diesen Wetterverhältnissen ist das alles zu verzeihen. Wenn man durch vier Qualifying-Sessionen so weit vorkommt, hat man jedes Mal alles richtig gemacht. Die Jungs waren immer zum richtigen Zeitpunkt draußen. Auch die Mannschaft war gut. Unsere Fahrer konnten immer in den ersten beiden Runden die Zeit setzen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin stolz auf Team und Fahrer. Daraus machen wir am Sonntag das Bestmögliche."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Markus hat einen ganz guten Job gemacht. Schade, dass es nicht noch besser wurde. In der letzten Runde war er schon drei Zehntel besser als zuvor, als er auf Prémat auflief, der zu den Boxen wollte. Schade, da wäre mehr drin gewesen. Aber mit so vielen Gebrauchtwagen von Audi im Vorderfeld kann man nicht meckern. Ich bin froh für Markus, dass es geklappt hat. Es wurde mal Zeit, dass er weiter nach vorn kam. Katherine ist Erste in der Damenwertung. Es war knapp, auch wenn sie Coulthard nicht mehr einholen konnte. Ich bin nicht unzufrieden."

Fotoquelle: xpb.cc

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