Timo Scheider holte sein bisher bestes Saisonergebnis, ist aber nicht ganz happy

DTM 2010

— 17.10.2010

Scheider: Schnell, aber nicht schnell genug

Polesitter Timo Scheider konnte gegen den übermächtigen Paul di Resta nicht viel ausrichten - Nach Platz zwei hofft er nun, 2010 noch einen Sieg zu holen

Nach der Qualifikation in Hockenheim war bei Audi die Hoffnung groß, dass man endlich wieder auf die Siegerstraße zurückkehren kann. Mit Timo Scheider auf der Pole-Position hatte man die beste Ausgangslage dazu. Und der zweimalige Champion führte das Rennen auch bis zur 33. Runde an. Doch dann hatte sich Mercedes-Pilot Paul di Resta, der immer näher gerückt war, nach seinem späten zweiten Boxenstopp an die Spitze gesetzt und fuhr davon.

Scheider holte mit Platz zwei immerhin sein bisher bestes Saisonergebnis. So richtig zufrieden ist er aber nicht. "Unser Rennen war ganz okay, auch der Speed war ganz vernünftig. Aber nachdem wir gesehen haben, was Paul für eine extreme Pace fahren kann, mussten wir eine recht aggressive Strategie wählen, um ihn zumindest beim ersten Boxenstopp hinter uns zu halten und um überhaupt eine kleine Chance zu wahren", berichtet der Audi-Pilot. "Beim zweiten Stopp hat nicht viel gefehlt, um vor ihm zu bleiben. Allerdings war seine Pace etwas besser und dann konnte er seine neuen Reifen einfach umsetzen."

"Er ist in seiner eigenen Welt gefahren", erkennt Scheider neidlos an. "Er hat es verdient, er hat einen großartigen Job gemacht, genauso wie das Mercedes-Team, Gratulation also. Das war die Leistung, die wir heute abrufen konnten, wir konnten ihm nichts entgegensetzen. Von daher ist es mehr oder weniger okay, aber sicher nicht fantastisch, wenn man von der Pole-Position startet."

Der Start und die ersten Runden nach dem Safetycar seien ihm recht gut gelungen, schildert er weiter. Zu Beginn habe auch der Speed gepasst: "Nach der Safetycarphase konnte ich meinen Vorsprung auch ein bisschen ausbauen. Es war gut zu sehen, dass ich überhaupt in der Lage bin, wegzufahren. Aber danach konnten wir nur unser eigenes Tempo gehen, und sie waren ein bisschen schneller."

Scheiders Renningenieur Pascal Zurlinden ahnte schon, dass der von hinten nahende di Resta zur Gefahr wird und schrie : "Push, push, push, gib alles, was geht!". Entsprechend gab Scheider auch alles, "aber schneller ging es eben nicht. Am Ende ist das ein bisschen enttäuschend, keine Frage. Aber es ist natürlich etwas Besonderes, auf dem Podium zu stehen, vor allem hier in Hockenheim, vor den deutschen Fans. Das ist immer noch ein gutes Gefühl. Danke an alle Unterstützer, an die deutschen Fans da draußen, die gekommen sind, obwohl wir hier kein Finale hatten. Das ist für uns alle etwas Besonderes und ich hoffe, ihr drückt dann bei den nächsten Rennen vor dem Fernseher weiter die Daumen."

Auch wenn im ersten Moment eine gewisse Enttäuschung da ist, nimmt Scheider als positiven Aspekt aus Hockenheim mit, dass er nun endlich wieder in der Lage ist, auch um Siege mitzukämpfen. "Es war mein Ziel, mich irgendwann zurückzumelden. Und wir sind wieder mit einem guten Tempo zurück. Ich kann manchmal meine Teamkollegen schlagen, das ist unser erstes Ziel. Rennen zu gewinnen und auf das Podium zu fahren ist auch etwas Schönes", sagt er.

"Jetzt muss ich optimistisch in die nächsten beiden Rennen gehen, denn die Performance ist da. Und mein Ziel muss definitiv sein, in den nächsten beiden Rennen ganz vorn mitzufahren. Und ich hoffe, auf dem Podium wieder ganz oben zu stehen. Und ich werde ganz sicher mein Bestes versuchen, in diesem Jahr wenigstens ein Rennen zu gewinnen", kündigt er an.

Fotoquelle: xpb.cc

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