Susie Stoddart fuhr in Hockenheim zum zweiten Mal in die Punkte

DTM 2010

— 18.10.2010

Stoddart: Chance erkannt, Chance genutzt

Susie Stoddart entkam um Haaresbreite dem Chaos in Kurve vier und fuhr heimlich, still und leise wieder in die Punkte, sehr zur Begeisterung von Norbert Haug

Im allgemeinen Chaos von Hockenheim fuhr Susie Stoddart trotz ihrer knallpinkfarbenen C-Klasse ein eher unauffälliges Rennen - aber ein erfolgreiches. Die Schottin entkam dem Megacrash in der vierten Runde um Haaresbreite und fuhr schließlich als Siebte ganz dicht hinter den beiden Audi-Piloten Martin Tomczyk und Oliver Jarvis ins Ziel. Damit egalisierte sie ihr bisher bestes DTM-Ergebnis und holte zum zweiten Mal Punkte.

Stoddart hatte vor dem Rennwochenende in Hockenheim auch als Ziel ausgegeben, noch einmal in die Zähler zu fahren. Doch im Qualifying am Samstag erlebte sie einen Rückschlag: Auf der regennassen Strecke konnte sie nur auf den 17. Startplatz schliddern - die Top 8 schienen damit in weiter Ferne. Umso größer ist nun die Freude, dass es doch geklappt hat.

"Nach dem Qualifying hätte ich nie daran gedacht, dass ich Punkte holen kann", bestätigt die Schottin gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Sie weiß aber auch: "In der ersten Runde hatte ich großes Glück." Denn als das halbe Feld in der vierten Kurve ineinander krachte, wäre sie beinahe von Mercedes-Kollege Ralf Schumacher abgeschossen worden. Dessen kreiselnde C-Klasse verfehlte Stoddarts Auto nur um wenige Zentimeter. Und so gelang es ihr, sich irgendwie innen an dem ganzen Chaos vorbeizudrücken und ihr Rennen völlig unbeschadet fortzusetzen.

"Dann habe ich die Chance in die Hände genommen", erklärt Stoddart weiter. "Ich habe mir gedacht, dass eine Möglichkeit auf Punkte besteht und dass ich so schnell wie möglich fahren muss. Mein Auto war super und mein Team hat auch einen super Job mit den Boxenstopps gemacht." So wurde der zweite Stopp auch etwas früher eingelegt, als ursprünglich geplant: "Deshalb war ich etwas schneller, denn vorher konnte ich nicht ganz mithalten. Am Ende war es ganz okay."

Für ihre Performance bekommt Stoddart Lob von ganz oben. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug freut sich "ganz besonders darüber", dass sie zum zweiten Mal in die Punkte fahren konnte. "Auch da gab es vielleicht Kritiker, die gesagt haben: 'Naja, das wird nix mehr'. In der theoretischen Bestzeit ist das Mädel die fünftschnellste Zeit im Feld gefahren, auf einem Niveau mit wirklich schnellen Kandidaten wie Martin Tomczyk, der hier beim Frühjahrsrennen die Pace gemacht hat. Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen", schwärmt Haug. "Da wird nichts geerbt, sondern da fährt Lady Susie mit den richtig schnellen Jungs echt um die Wette. Und das ist etwas ganz Tolles."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere DTM Themen

News

Timo Scheider: "Man muss Angst um die DTM haben"

News

Top 10: Die ältesten DTM-Sieger der Geschichte

News

DTM 2016: Die Top 10 Crashes

News

Timo Glock: Ganze DTM-Saison hätte anders laufen können...

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.