Welchem seiner Piloten wird Norbert Haug zum Meistertitel gratulieren?

DTM 2010

— 23.10.2010

Die Sportchefs und die Meisterfrage: Alles ist offen

Paul di Resta führt vor Bruno Spengler und Gary Paffett, doch Norbert Haug und Wolfgang Ullrich haben alle drei noch auf ihrer Rechnung

Seit dem vergangenen Rennwochenende ist der Titelkampf in der DTM wieder völlig offen. Zwar steht fest, dass ein Mercedes-Fahrer Meister wird. Aber die Frage welcher, ist fast spannender als vorher. In Hockenheim hat sich das Blatt gewendet. Bruno Spengler, der in der bisherigen Saison reihenweise Topplatzierungen einfahren konnte, musste seine erste Nullnummer des Jahres hinnehmen.

Teilweise sah es in dieser Saison so aus, als müsste der Kanadier seinem ersten Titel nur noch in Ruhe entgegenfahren, auch in der Öffentlichkeit wurden seine Rivalen irgendwann schon vollkommen abgeschrieben. Doch nun ist Spengler nicht einmal mehr Tabellenführer. Markenkollege Paul di Resta hat seinen Rückstand mit drei Siegen in Folge Stück um Stück aufgeholt - und konnte sich in Hockenheim an die Tabellenspitze setzen.

Zwei Rennen vor Schluss gibt es damit eine neue Tabellensituation: Di Resta ist mit 63 Punkten neuer Gesamtführender, Spengler hat als Zweiter drei Zähler Rückstand. Chancen hat auch noch ihr Kollege Gary Paffett, der mit 16 Punkten Rückstand auf di Resta auf Gesamtrang drei folgt. Wer dieser drei am Ende das Rennen machen wird, ist noch völlig offen. Und auch die Motorsportchefs Norbert Haug (Mercedes) und Wolfgang Ullrich (Audi) wollen sich noch nicht auf einen Favoriten festlegen.

Rein von der jüngsten Statistik her würde derzeit alles für di Resta sprechen, doch Haug schreibt seine anderen Fahrer noch lange nicht ab. "Paul hat einen hervorragenden Job gemacht. Drei Siege in Folge ist nicht sehr typisch für die DTM. Vom fünften Startplatz aus zu gewinnen ist auch nicht gerade eine sonderlich einfache Aufgabe. Insofern hat er das Momentum", so Haug. Doch er gibt zu bedenken, dass Spengler in Hockenheim hätte Fünfter werden können, wenn er nicht das Problem mit der Aufhängung bekommen hätte.

Mit Platz fünf hätte Spengler die Tabellenführung knapp verteidigt. "Es war einfach nicht sein Wochenende. Aber wer Bruno kennt, der weiß, dass er die Moral hat, den Kampf aufzunehmen", erklärt der Mercedes-Motorsportchef. Di Resta habe in einem Rennen sieben Punkte aufgeholt, da sei es für Spengler auch nicht unmöglich, in zwei Rennen drei Punkte Rückstand gut zu machen.

"Wir wollen es fair und square rausfahren, auch Gary ist noch mit von der Partie, solange es rechnerisch geht", sagt Haug. Und eigentlich, kann er den Kampf entspannt verfolgen: "Natürlich ist es ein echter Luxus, wenn man durchatmen kann und sagen kann: 'Wir sind Meister, wir wissen nur noch nicht, welcher Fahrer'. Das sagt man sehr selten."

Auch sein Audi-Pendant Ullrich kann den Titelkampf - wenn auch unfreiwillig - entspannt beobachten. Er legt sich aber auch nicht auf einen Favoriten fest: "Gary hat immer wieder gekämpft, Paul hat einen Run und Bruno hat die Saison sehr souverän, sehr lange in der Hand gehabt. Ich traue es allen Dreien zu und sie liegen auch so beieinander, dass sie es alle drei machen können. Ich würde mir heute keinen sicheren Tipp zutrauen."

Fotoquelle: xpb.cc

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