So wird die neue, temporäre DTM-Strecke im Olympiastadion aussehen

DTM 2010

— 26.10.2010

Olympiapark: Was die Fans erwarten dürfen

Hans-Werner Aufrecht und Olympiapark-Geschäftsführer Ralph Huber erläutern das Rennformat und die Hintergründe zum neuen Projekt im Olympiastadion

Die DTM wird ab der kommenden Saison im Münchner Olympiapark eine Sonderveranstaltung austragen, die sich komplett von den normalen Rennen unterscheidet. Die Piloten werden auf einer kurzen Strecke im Olympiastadion im K.O.-Modus gegeneinander antreten. Damit hat die DTM neu eine Veranstaltung im Süden Deutschlands. Ralph Huber, der Geschäftsführer der Olympiapark GmbH, und Hans-Werner Aufrecht haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, was die Fans erwarten dürfen.

"Es wird kein Rennen im herkömmlichen Sinne sein", so Aufrecht. "Die beiden Marken werden im K.O.-System aufeinander losgelassen. Alleine der Name München wird dafür sorgen, dass wir ganz enge und spannende Rennen sehen werden." Die Veranstaltung wird über zwei Tage ausgetragen.

"Wir wollen den normalen Zeitplan beibehalten. Das Qualifying wird also am Samstag stattfinden." Im Rennen wird es auch Boxenstopps geben. "Da wollen wir prinzipiell das normale Programm machen. Der Fahrer wird drei Runden fahren und dann an die Box kommen. Dort werden die Reifen gewechselt und nachgetankt. Anschließend fährt er weitere drei Runden. Wer dann insgesamt der Schnellste ist, der hat gewonnen. Ganz einfach", findet Aufrecht.

"Das Konzept ist bisher nur grob fertig. Die Fakten stehen und werden nun im Detail ausgearbeitet. In zwei Wochen sollte das erledigt sein." Huber ergänzt: "Es wird alles so aufgebaut, wie man es von den normalen Rennen kennt. Vielleicht etwas kleiner, weil nicht alle Klassen fahren. Alle Hersteller und Partner werden vor Ort sein und man kann die Fahrzeuge wie gewohnt besichtigen. Der Vorteil ist, dass das Fahrerlager nahe am Stadion ist. Gefahren wird ausschließlich im Stadion."

Diese einzigartige Veranstaltung verlangt auch nach einem ganz speziellen Sicherheitskonzept. "Ich glaube, wenn man die beiden Hersteller Audi und Mercedes kennt, dann weiß man, was sie alles in aktive und passive Sicherheit investieren. Da kann ich unseren zukünftigen Partner BMW gleich mit einbinden", sagt Aufrecht.

"Die Sicherheit hat in unseren Überlegungen eine ganz große Priorität. Natürlich werden wir alles unternehmen, damit das Rennen für die Zuschauer und die Piloten sicher wird. Es wird sicher nicht unfallfrei über die Bühne gehen, das kann keiner garantieren, aber es soll niemand verletzt werden."

Die Strecke wird 1,192 Kilometer lang sein und mitten im Stadion aufgebaut werden. Begonnen wird damit schon im Mai, damit für die Premiere im Juli alles fertig ist. "Der Rasen wird leider beschädigt, aber er wird danach wieder in den Originalzustand versetzt", versichert Huber. "Für uns war das Thema Laufbahn wichtig. Sie bleibt bestehen und wird natürlich überbaut. Es kommt eine Schutzschicht darauf, damit nichts passiert, wenn der Teer aufgetragen wird. Danach wird sie wieder komplett hergestellt werden."

Wie viele Zuschauer werden im altehrwürdigen Olympiastadion Platz finden? "Wenn wir ausverkauft sind, was natürlich unser Wunsch ist, werden wir pro Tag bis zu 60.000 Zuschauer im Stadion haben. Das sind also 120.000 über die zwei Tage. Das ist das Ziel", so Huber. "Ob uns das im ersten Jahr gelingt, werden wir sehen. Auch so etwas muss wachsen. Natürlich lautet das Ziel, ausverkauft zu sein."

"Karten gibt es bereits zu kaufen. Wir wollen dabei familienfreundlich sein. Die Preise starten bei 29 Euro und der Zugang zum Fahrerlager wird 25 Euro kosten. Es wird auch Pakete für Familien geben."

2011 wird BMW noch nicht aktiv antreten, aber mit einigen Aktionen dabei sein. 2012 und 2013 feiern die Bayern dann ein Heimspiel. "Der Vertrag läuft zunächst einmal über drei Jahre", so Huber. Aufrecht ergänzt: "Für uns als DTM ist es wichtig, dass wir nahe am Kunden sind. Bei uns kann jeder ins Fahrerlager."

"Es ist unsere Philosophie, dass wir offen sind. Es ist ganz wichtig, dass wir in ganz Deutschland vertreten sind. Sicher sind wir in Nürnberg, aber im Süden gab es in der Vergangenheit Rennen in Salzburg und jetzt eben in der Stadt. Wir wollten eine neue Faszination schaffen, deshalb sind wir auf die Idee mit dem Olympiastadion gekommen."

Fotoquelle: DTM

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