Mattias Ekström hatte nach dem Qualifying eine Menge zu erzählen

DTM 2010

— 30.10.2010

Ekströms turbulenter Samstag: Erst raus, dann P3

Für Mattias Ekström war das Qualifying eigentlich nach Q1 schon beendet, doch jetzt steht er auf Startplatz drei und sieht Chancen auf seinen zweiten Saisonsieg

Mattias Ekström erlebte im Qualifying in Adria ein Wechselbad der Gefühle. Nach Q1 war der Audi-Schwede eigentlich schon ausgeschieden, dann kam er aber doch weiter und marschierte durch bis in Q4. Am Ende konnte er sich mit Startplatz drei eine gute Ausgangslage für das morgige Rennen schaffen.

Was war passiert? Im ersten Qualifyingabschnitt hatten sich Ekström und sein Team verrechnet. Es sah so aus, als ob der Schwede sicher in Q2 wäre, deshalb kehrte er schon recht früh an die Box zurück. Doch dann purzelten die Rundenzeiten noch, und Ekström wurde durchgereicht bis auf den 15. Platz - damit war er draußen. "Wir hatten nicht erwartet, dass die Strecke in Q1 bei den zweiten Versuchen mit den Reifen so viel schneller ist. Das haben wir falsch kalkuliert, keine Frage", räumt er ein.

Doch dann ging es für Ekström doch noch weiter. Denn seinem Abt-Kollegen Timo Scheider wurde die letzte Rundenzeit gestrichen, da er 0,168 Sekunden zu spät über die Linie kam, als er seinen letzten Versuch gestartet hatte. Damit rutschte Scheider zurück auf den 15. Platz, Ekström war plötzlich 14. - und hatte sich damit für Q2 qualifiziert.

"Es war in Q1 wirklich aufregend", bestätigt der Schwede. "Als ich gesehen habe, dass ich 15. bin, bin ich ausgestiegen und wollte den Helm wegwerfen, denn ich war wirklich sehr enttäuscht. Dann haben die Mechaniker gesagt: 'Nein, nein, spring wieder rein, du bist noch dabei!' Also habe ich die Ohrstöpsel wieder rein, den Helm wieder aufgesetzt und bin wieder raus gefahren."

"Danach waren wir recht konkurrenzfähig. In Q2 waren wir die Zweitschnellsten, in Q3 waren wir auch wieder stark, und das Auto war gut", berichtet Ekström weiter. "In Q4 ist die Performance mit gebrauchten Reifen mehr abgefallen, als ich mir gewünscht hätte. Wir sind in Q3 zwei schnelle Runden gefahren und nicht drei, wie andere. Ich habe in Q4 keinen Fehler gemacht, aber es hat mir einfach ein bisschen der nötige Grip gefehlt. Wenn man die Pole um weniger als eine Zehntelsekunde verpasst, ist es recht frustrierend. Aber P3 ist wesentlich besser als in Hockenheim, wir steigern uns also langsam."

Jetzt hat der Audi-Pilot jeden Grund, optimistisch ins Rennen zu gehen. "Wenn man von Platz drei startet, hat man immer die Chance auf den Sieg", betont er. "Meiner Meinung nach ist immer noch der Schlüssel: Wenn man in diesem Jahr ein Rennen gewinnen will, muss man schnell genug sein. In den letzten paar Rennen waren wir nicht schnell genug, und deshalb haben wir nicht gewonnen. Wir werden unsere Köpfe anstrengen und so hart wie möglich arbeiten, damit unser Auto morgen schnell genug ist, um mit den anderen kämpfen zu können. Und wenn ich kein Pech habe, dann habe ich von P3 aus eine gute Chance auf den Sieg."

Fotoquelle: xpb.cc

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