Wolfgang Ullrich sah in der Qualifikation taktische Fehler seiner Mannschaft

DTM 2010

— 30.10.2010

Ullrich: "Unser Fehler, da muss man nicht diskutieren"

Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich über die Teamfehler die bei Timo Scheider und Mattias Ekström passiert sind - Trotzdem ist der Sieg noch möglich

Audi erlebte ein turbulentes Qualifying auf dem Adria Raceway. Zum einen wurde die Marke mit den vier Ringen von Mercedes geschlagen, zum anderen spielte sich am Ende von Q1 ein Drama um die Spitzenfahrer Timo Scheider und Mattias Ekström ab. Dem Deutschen wurde seine schnellste Runde gestrichen, da er sie nach Ablauf der Zeit begonnen hatte. Startplatz 15 für den entthronten Meister. Dadurch rutschte der Schwede in Q2, denn er stand in den letzten Momenten an der Box und konnte auf die schnellen Zeiten der Konkurrenz nicht reagieren. So oder so wäre durch taktische Fehler eine Speerspitze früh ausgeschieden.

Ekström schaffte es dann in das Einzelzeitfahren und sicherte sich Startplatz drei. Motorsportchef Wolfgang Ullrich war nicht zufrieden. "Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir nicht auf der Pole stehen. Denn ich denke, dass wir weitaus bessere Chancen gehabt hätten, wenn Timo es in Q2 geschafft hätte. Denn die Performance war da. Die Runde, die er - leider ein bisschen zu spät - gefahren ist, war gut. Aber es war unser Fehler, darüber muss man nicht diskutieren."

"Es gab keinen Grund, dieses Risiko einzugehen, aber es wurde eingegangen. Wegen dieses Risikos war klar, dass entweder Timo oder Eki ausscheiden. Beides ist keine so gute Lösung. Und nun stehen wir da, wo wir stehen. Eki hat am Schluss eine gute Performance gezeigt, von Platz drei ist durchaus auch der Sieg drin. Auf der anderen Seite wissen wir, wie schwer es hier ist, zu überholen", spricht der Österreicher die Streckencharakteristik des engen und langsamen Adria Raceways an.

"Aber auf der anderen Seite werden wir morgen sicher ein interessantes Rennen erleben. Und wir werden darum kämpfen, zurück auf die Siegerstraße zu kommen. Das versuchen wir seit einigen Rennen. Wir sind immer näher dran gekommen. Jetzt war unsere Performance nicht allzu schlecht, aber wir konnten sie nicht nutzen, weil wir etwas gemacht haben, was wir nicht hätten tun sollen. Das ist Tatsache."

Warum ist man dann bei Audi das Risiko mit Ekström eingegangen und hat in früh zurück an die Box geholt? "Das ist eine gute Frage", sucht Ullrich nach einer Erklärung. "Weil wir vor dem Qualifying klar gesagt haben, dass wir keine Risiken eingehen sollten. Wenn man dann etwas riskiert, kommt so etwas dabei heraus. Aber man hat keine Chance, das zu beeinflussen. Und ich denke, es war auch bei anderen eng. Es war nicht nur bei uns knapp, rein zu kommen oder nicht rein zu kommen. Aber ich denke, dass es wirklich nicht nötig war, denn eine halbe Minute mehr Puffer wäre heute sehr hilfreich gewesen."

"Aber auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass es Miguel Molina erneut in die Top 8 geschafft hat, und Mike Rockenfeller war auch wieder dabei", lobt Ullrich die beiden Jahreswagenfahrer. "Von der Performance her sind wir nicht allzu schlecht aufgestellt. Wegen kleiner Fehler sind wir etwas zurückgeworfen worden. Wir kämpfen weiter. Wir kämpfen als Team, um wieder Erfolg zu haben. Und wenn heute etwas schief gegangen ist, dann ist es als Team schief gegangen."

Zuletzt in Hockenheim hat Mercedes-Pilot Paul di Reste von Startplatz fünf gewonnen. Wie schätzt Ullrich die Chancen von Ekström auf Rang drei ein? "Es ist keine Frage, dass Eki dafür kämpft und alles geben wird. Wir arbeiten seit einigen Rennen hart dafür, da wieder hinzukommen, wo wir wissen, dass wir hin können. Unser Ziel ist natürlich, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen, vielleicht hilft uns das Wetter, vielleicht auch ein bisschen die Performance, die wir morgen umsetzen können."

Fotoquelle: xpb.cc

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