Spaß, Gas und guter Zweck in Adria: Das Rennen für Wings for Life

DTM 2010

— 30.10.2010

Promis, PS und 200.000 Euro für den guten Zweck

Von Max Mutzke bis Gerhard Delling und Karl-Heinz Riedle gaben die Promis in Adria in einem Charityrennen Gas für die Stiftung "Wings for Life"

Beim mit zahlreichen Prominenten besetzten Charityrennen
für die Stiftung "Wings for Life" im Rahmen der DTM-Veranstaltung in Adria standen die Sieger schon vor dem Start fest. Insgesamt 200.000 Euro wurden von dem DTM-Rechteinhaber und -vermarkter ITR gespendet. "Für uns war es eine Herzensangelegenheit, diesen wohltätigen Zweck gemeinsam mit Volkswagen zu unterstützen und die Arbeit der Stiftung weiter bekannt zu machen", sagt ITR-Chef Hans Werner Aufrecht.

Gemeinsam mit Kris Nissen, dem Motorsportdirektor von Volkswagen, überreichte Aufrecht einen Scheck an den Stiftungs-Mitbegründer Heinz Kinigadner, dessen Sohn bei einem Sportunfall querschnittsgelähmt wurde. Die gemeinnützige Forschungsstiftung "Wings for Life" hat das Ziel, den wissenschaftlichen Fortschritt zur Heilung von Querschnittslähmungen als Folge einer Rückenmarksverletzung zu fördern und zu beschleunigen. "Wir möchten erreichen, dass Querschnittslähmungen eines Tages heilbar sind", sagt Kinigadner.

Botschafter für "Wings for Life" sind neben anderen Sportlern und Prominenten auch die DTM-Piloten Martin Tomczyk (Audi) und David Coulthard (Mercedes).

Das sehr unterhaltsame Promi-Rennen auf den bis zu 275 PS starken Bioerdgas-Scirocco gewann Volkswagen Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg vor Philip Neuffer und Walter Mertes (ITR-Vorstand). "Es hat großen Spaß gemacht und ich bin natürlich glücklich über meinen Sieg", sagt Hackenberg. "In diesem Fall ist es ein besonders schönes Gefühl, weil wir mit diesem Rennen 200.000 Euro für die 'Wings for Life'-Stiftung eingefahren haben. Im Rennen lag ich einige Zeit auf dem dritten Platz, habe mich dann Runde für Runde an die beiden Führenden herangekämpft und sie beobachtet. Als die beiden sich dann im Duell rausgeworfen haben, war der Weg zum Sieg frei."

Außerdem am Start: Ex-Fußball-Profi und Weltmeister von 1990 Karl-Heinz Riedle, der die Promiwertung nach 19 Runden als Sieger beendete. "Das waren harte Duelle und ich hatte viel Spaß", freute sich Riedle über seinen Platz vor dem beeindruckend auffahrenden ARD-Moderator Gerhard Delling und Schlagerstar Nino de Angelo, der Ende der 80er Jahre bereits in der Formel Lotus gegen Rennsport-Größen wie Heinz-Harald Frentzen fuhr.

"Es war ein sensationelles Wochenende, mein erstes Rennen überhaupt", berichtet Riedle weiter. "Von außen sieht es immer leicht aus. Aber wenn man dann selbst im Cockpit sitzt, weiß man erst, wie anstrengend der Job eines Rennfahrers ist. Und man muss sich auch erstmal daran gewöhnen, so hart in die Bremsen zu treten - das ist ein ganz anderes Gefühl als im normalen Straßenverkehr."

"Rookie" Delling schlug sich ebenfalls wacker: "Der Günter Netzer hat wahrscheinlich die ganze Zeit feixend vor dem Fernseher gesessen und darauf gewartet, dass ich rausfliege. Aber ich denke, dass er jetzt schon ein bisschen stolz auf mich ist - und nächstes Mal mitfahren wird. Er kennt sich mit Sportwagen ja bestens aus. Für mich war es auch das erste Rennen meiner noch jungen Motorsportkarriere und dafür bin ich schon sehr zufrieden."

Ebenfalls eine starke Leistung bis zu seinem Ausfall nach einer Kollision zeigte der Musiker Max Mutzke, der zur Mitte des Rennens noch auf dem zweiten Platz lag. "Es hat riesigen Spaß gemacht. Bei dem Überholmanöver war ich allerdings etwas zu optimistisch", analysiert Mutzke offen und ehrlich.

Wenig zimperlich ging es auch unter den DTM-Bossen zu: Walter Mertes (ITR-Marketingvorstand) schoss mit einem aggressiven Manöver den Teamchef des Abt-Audi-Teams, Hans-Jürgen Abt, kurzzeitig von der Strecke, wodurch dieser am Ende auf dem vierten Rang ins Ziel kam. "Es war ein tolles Rennen und ich hoffe, dass wir es bald mal wiederholen können. Beim Überholmanöver habe ich die Tür aufgemacht und zurückgezogen, sonst hätte es uns wohl beide rausgedreht. Im Rennsport muss man sich halt manchmal berühren - aber trotzdem werden wir noch mal ein ernstes Vier-Augen-Gespräch führen müssen", erklärt Abt lachend.

Einzige Dame im Feld war die Schauspielerin Yvonne de Bark. Auch sie schied vorzeitig aus, freute sich aber trotzdem: "Egal, das Rennen war für einen guten Zweck und ich habe es tatsächlich geschafft, einmal zu überholen. Jetzt feiern wir die 200.000 Euro, die für 'Wings for Life' zusammen gekommen sind."

Volkswagen-Motorsportdirektor Nissen hatte als Zuschauer viel Spaß: "Es war ein spannendes, sehr unterhaltsames Rennen. Alle Teilnehmer haben einen Super-Job gemacht. Besonders schön ist, dass neben dem sportlichen Wert auch rund 200.000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen sind. Die Idee mit dem Wohltätigkeitsrennen von ITR-Vorstand Hans-Werner Aufrecht haben wir von Volkswagen sehr gern unterstützt. Und ich bin sicher, dass wir so etwas nicht zum letzten Mal im Rahmen der DTM gesehen haben."

Fotoquelle: Thomas Suer/ts-photo.de

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