Bruno Spengler hat sich die Tabellenführung wieder zurück geholt

DTM 2010

— 31.10.2010

Spengler: Gas geben statt Rechnen

Das Blatt hat sich wieder zu Gunsten von Bruno Spengler gewandt: Platz drei in Adria hat gereicht, um sich vor dem Finale die Tabellenführung wieder zurück zu holen

Bruno Spengler hat nach seiner technisch bedingten Nullnummer in Hockenheim den Kopf nicht hängen lassen - und er wurde in seinem Optimismus bestätigt. Nach nur einem Rennen hat sich das Blatt im Titelkampf wieder zu seinen Gunsten gewendet. Dem Kanadier hat Platz drei in Adria gereicht, um sich die verlorene Tabellenführung wieder zurückzuholen. Denn diesmal war es sein Hauptrivale Paul di Resta, der Pech hatte und nach zwei Kollisionen leer ausging.

Damit führt Spengler, den manch Voreilige nach Hockenheim deutlich im Nachteil sahen, die Tabelle wieder mit drei Punkten Vorsprung auf di Resta an. Spengler reist mit 66 Punkten zum Finale nach Schanghai, di Resta hat weiter 63 Zähler, und Gary Paffett hat mit 57 Punkten ebenfalls noch Chancen. "Es ist natürlich sehr gut", sagt Spengler über die neue Situation in der Tabelle.

Doch der Kanadier würde nicht sagen, dass er in Adria einfach durch Glück zurück an die Spitze kam. "Wir haben das ganze Wochenende über einen guten Job gemacht, ich bin aus der ersten Reihe gestartet. Mein Team hat das Auto perfekt für das Qualifying abgestimmt und das war hier der Schlüssel zum Erfolg", bilanziert er.

Spengler führte das Rennen nach dem Start sogar an, doch schließlich musste er sich dem späteren Sieger Scheider und auch Paffet geschlagen geben. "Die Bedingungen heute waren sehr hart. Aber ich hatte einen sehr guten Start, und dann nach dem Restart einige sehr gute Runden", fasst er seinen Sonntagnachmittag zusammen. "Das Auto war okay, ich hatte nur ein paar Probleme mit dem Grip, vor allem am Ende des Stints. Da habe ich gemerkt, dass die Hinterreifen überhitzen, und ich hatte wirklich Schwierigkeiten, Tempo zu machen."

Das wurde nach dem Reifenwechsel im zweiten Stint noch schlimmer, "aber im letzten Stint war ich wieder zufrieden. Es lief in den letzten Runden wesentlich besser. Leider kam ich nicht mehr an Gary vorbei. Aber ich bin mit diesen sechs Punkten zufrieden." Und schließlich ist er froh, überhaupt die Zielflagge gesehen zu haben: "Das war heute auch wichtig. Denn die Bedingungen waren sehr schwierig, viel Dreck auf der Strecke, Autoteile überall. Es war gut, anzukommen, und ich freue mich für das ganze Team. Und jetzt geht es in Schanghai weiter.

Das Finalrennen Ende November in Schanghai will Spengler angehen wie alle anderen auch: mit maximaler Attacke. Eigentlich könnte er es sich leisten, zwei Punkte weniger zu holen als di Resta, wenn Paffett nicht gewinnt. Rechenszenarien gibt es viele, doch Spengler will nicht kalkulieren.

"Ich denke, mit dem Rechnen anzufangen, wäre das Schlechteste, was man tun kann", weiß der Mercedes-Pilot. "Das ist nicht meine Art. Ich gebe einfach Gas, ich gebe das Maximum, und das werde ich auch weitermachen, wie schon die ganze Saison. Ich bereite mich so gut wie möglich vor, und dann gehe ich nach Schanghai. Dort versuchte ich, das Maximum zu geben, Spaß zu haben und zu gewinnen. Es wird interessant, denn keiner kennt die Strecke und ich freue mich darauf."

Fotoquelle: xpb.cc

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