Martin Tomczyk und seine DTM-Rivalen hatten mit dem Schlamm zu kämpfen

DTM 2010

— 01.11.2010

Mit Eimern gegen den Blindflug

Mit dem Gegner Matsch auf der Windschutzscheibe hatten die Piloten nicht gerechnet - Die Handwäsche sorgte für Besserung

Entgegen vieler Erwartungen wurde das Rennen in Adria ein sehr spezielles. Nicht nur, dass sich die Strecke konsequent weigerte, abzutrocknen, hatten die Piloten auch Sichtprobleme wegen Schlamm auf der Windschutzscheibe. Den hatten sie der Schikane zu verdanken, in der die Piloten über den Dreck fuhren und ihn auf Strecke und Scheibe verteilten.

Nun verfügen DTM-Boliden zwar über Scheibenwischer, jedoch nicht über eine Scheibenwaschanlage. "Wenn es nur ganz wenig feucht ist und du machst die Wischer an, wird es eher noch schlimmer", meint Jamie Green. Dies mussten die Mechaniker in der Box übernehmen. Besonders im ersten Stint hatten die Piloten mit Sichtproblemen zu kämpfen. "Als ich das erste Mal zum Boxenstopp reingekommen bin, habe ich gar nichts mehr gesehen. Die Scheibe war komplett dicht", erzählt Winkelhock. "Da habe ich einen Eimer Wasser auf die Windschutzscheibe beim Boxenstopp bekommen und ich konnte den Scheibenwischer betätigen."

Auch seine Markenkollegen Oliver Jarvis und Martin Tomczyk hatten so ihre Probleme. "Am Ende des ersten Stints habe ich zu meine Ingenieur gesagt, dass wir Stoppen müssen, da ich nichts mehr sehe", berichtet der Brite. So konnten die Piloten teilweise die Kurven und Bremspunkte schlecht einschätzen. "Teils konnte ich nichts mehr sehen und habe mich an den Fahrzeugen vor mir orientiert", gesteht Tomcyzk. "Zum Schluss ging es dann besser, weil es etwas geregnet hat und ich den Scheibenwischer wieder benutzen konnte."

Bei Abt versuchte man sogar den Fahrzeugen auf der Strecke einen Schwung Wasser zukommen zu lassen. Aber der Versuch war nicht von Erfolg gekrönt, ganz im Gegenteil: es gab es 2.000 Euro Strafe von der Rennleitung, da man an einem Fahrzeug auf der Strecke nicht arbeiten darf.

Überraschenderweise mussten alle Piloten zudem auch noch auf Regenreifen das gesamte Rennen bestreiten. Ein Umstand mit dem viele nicht gerechnet hatten und sogar den sehr erfahrenen Teamchef Peter Mücke überrascht: "Es war rutschig und nicht planbar. Die Strecke ist nie wirklich abgetrocknet und die Zeiten wurden nicht besser, deswegen war es strategisch schwierig, sich einzustellen."

Die Strecke war zum Start zwar nass, stand aber nicht gerade unter Wasser. Zudem ging ein heftiger Wind, der normalerweise das Abtrocknen unterstützt. "Aber die Strecke war am Ende so nass wie am Anfang. Zur Mitte des Rennens hatten wir etwas Regen. Aber in Hockenheim hättest du nach dem ersten Stint Slicks aufgezogen", erzählt Jarvis und fügt lachend hinzu. "Hier hätte es noch drei bis vier Stunden gedauert, bis die Strecke trocken gewesen wäre."

Fotoquelle: xpb.cc

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