David Coulthard war mit seiner Leistung in Adria weitgehend zufrieden

DTM 2010

— 02.11.2010

Coulthard und die italienischen Kiesbetten

David Coulthard ist in Adria "zum ersten Mal ein richtiges Rennen gefahren", aber zwei Ausritte in den Kies haben den ersten Punktgewinn verhindert

David Coulthard gehört zu jenen Piloten, die in Adria ein alles andere als langweiliges Rennen hatten. Der Mercedes-Schotte hätte sogar seine ersten DTM-Punkte einfahren können - am Ende seines ersten Stints lag er sogar auf dem siebten Platz. Doch Coulthard kam bei den schwierigen Bedingungen zwei Mal von der Strecke ab und wurde am Ende Zehnter. Auf die Punkteränge fehlten im gerade einmal sechs Sekunden.

Den ersten Ausritt in den Kies hatte der Schotte, als er in Runde 17 zu seinem ersten Boxenstopp kommen wollte. In der Boxengasse schoss er wegen der vielen Steinchen, die aus seinem Auto flogen, über seinen Standplatz hinaus. "Offensichtlich habe ich dabei auch noch einen Mechaniker erwischt, Sorry dafür", bedauert Coulthard gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Damit hatte er schon beim ersten Stopp Zeit verloren, der Mercedes-Pilot reihte sich als Neunter wieder ein. "Ich hatte dann Probleme, die frischen Reifen auf Temperatur zu bringen. In Kurve drei bin ich dann wieder in den Kies gerutscht. Auch das hat wieder Zeit gekostet", berichtet Coulthard weiter. Damit reichte es am Ende nur für den zehnten Platz.

Aber: Seinen Spaß hatte der Schotte in Adria trotzdem. "Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass ich wirklich ein Rennen gefahren bin", freut er sich. "Normalerweise war ich immer am Ende des Feldes alleine unterwegs. Aber dieses Mal musste ich überholen." So ging er in Runde 15 an Martin Tomczyk und Jamie Green vorbei.

"Martin hat sich etwas beschwert, weil er meinte, ihn hätte ihm in Turn drei zu wenig Raum gelassen. Aber um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, dass er auf meiner Außenseite war", schildert Coulthard. "Aber beim Rest des Rennens war ich in der Lage, Leute zu überholen, ohne sie zu berühren." Außer direkt nach dem ersten Start, wo er im Getümmel der ersten Kurve unsanft ins Heck von Markus Winkelhock krachte: "Aber ich habe mich bei ihm entschuldigt und es schien für ihn okay zu sein."

"Ich denke, insgesamt betrachtet war es eine starke Performance", bilanziert der Schotte. "Ich konnte dem Chaos am Start entgehen, mir ist ein guter Start gelungen und auch der Restart war gut. Ich war in der Lage, ein Rennen zu fahren und um Positionen zu kämpfen. Das Schlechte war, dass ich Winkelhock berührt habe und im Kies gelandet bin."

Fotoquelle: xpb.cc

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