Hans Werner Aufrecht möchte das Feld auf permanente 24 Autos ausdehnen

DTM 2010

— 06.11.2010

51 Einheitsteile für die neue DTM

ITR-Chef Hans Werner Aufrecht über die DTM-Zukunft: Gleichteile bringen Kostenreduktion - Schanghai nicht als neues Finalrennen fix

Es tut sich was in der bisherigen "Zwei-Marken-Meisterschaft" DTM: BMW hat den Einstieg ab 2012 bereits zugesichert, Opel soll ich anscheinend auch schon für eine Rückkehr entschieden haben. Das hat die Serie laut DTM-Boss Hans Werner Aufrecht dem neuen Reglement zu verdanken. "Mit dem alten Reglement hat jeder gesagt: 'Nein, nein, das ist nichts für uns.' Aber jetzt prüfen sie das und kommen dann zu einer Entscheidung", sagt der ITR-Chef im Exklusivinterview mit 'Motorsport-Total.com'.

Das neue Reglement, das ab 2012 gilt, basiert auf den drei Eckpunkten Kostenreduktion, Sicherheit und Chancengleichheit. Kostenreduktion wird dabei durch ein einfaches Prinzip erreicht: viele Teile für viele Autos. "Und so ist es uns jetzt gelungen, dass wir in diesem neuen Reglement 51 Teile haben, die von allen drei Herstellern benutzt werden können. Das heißt: Es wird einmal entwickelt, und damit wird geteilt durch drei. So einfach ist das. Und dann ist die Anzahl der Teile natürlich größer, wenn sie mal drei hergestellt werden, also werden sie auch in der Produktion billiger", so Aufrecht.

Die Definition der Einheitsteile sei "ein Balanceakt" gewesen, so Aufrecht: "Denn Audi will zeigen, dass man besser ist als Mercedes. Und Mercedes will es umgekehrt zeigen. Also muss jeder noch seine Spielwiese im Reglement haben, wo er sich darstellen kann." Details, welche Teile einheitlich sind und welche nicht, sind offiziell noch nicht genannt worden. Doch im Fahrerlager wird viel darüber gemunkelt. So ist zu hören, dass zum Beispiel das Chassis einheitlich für alle Hersteller gebaut werden soll.

Derzeit besteht das Starterfeld der DTM aus 18 Fahrzeugen. Auch das soll sich in Zukunft wieder ändern. Aufrecht rechnet damit, dass "wir 2012 mindestens 15 neue Autos haben werden, sehr wahrscheinlich 18 oder 19." Dazu kommen Fahrzeuge nach altem Reglement, die noch eine Zeit lang weiter eingesetzt werden können. Das Ziel sei, ein Startfeld von 24 Autos zu haben, so der ITR-Chef. Die maximale Anzahl betrage 32. Wie viele Fahrzeuge die einzelnen Hersteller in ihren Teams einsetzen werden, wird gerade besprochen.

Ein wichtiges Zukunftsthema für die DTM ist auch die Internationalisierung. Es gibt Kooperationen mit USA und Japan, dazu wird überlegt, weitere Rennen im Ausland auszutragen. Der Termin eines dieser Auslandsrennen ist nicht ganz unumstritten. Das Saisonfinale findet in diesem Jahr erstmals nicht in Hockenheim, sondern im chinesischen Schanghai statt. Das ist derzeit auch für 2011 geplant, allerdings werden unter Fans und auch Fahrern Stimmen laut, die sich wünschen, dass das Finale wieder nach Hockenheim kommt.

Laut Aufrecht ist auch noch nicht endgültig entschieden, den Saisonabschluss nun immer in Schanghai zu begehen: "Nein, das hängt jeweils vom aktuellen Kalender ab. Es kann sein, dass Schanghai wieder das Finale sein wird, aber das muss man von Jahr zu Jahr sehen. Wir können aber nicht im Sommer bei 40 Grad dort fahren. Da waren wir mal dort, das war ja unvorstellbar. Also geht es nur im Frühjahr oder im Herbst. Und dann muss es natürlich passen, denn der Transportweg ist ja auch ein großes Thema."

Das komplette Exklusivinterview mit ITR-Chef Aufrecht können Sie ab dem morgigen Sonntag bei 'Motorsport-Total.com' lesen. Darin spricht er auch über seinen unerschütterlichen Glauben an die Zukunft der DTM, die schwierigen Jahre, die nun vorbei sind und seine Erwartungen für die Übergangssaison 2011.

Fotoquelle: xpb.cc

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