Bruno Spengler nahm den Unfall im Qualifying komplett auf seine Kappe

DTM 2010

— 27.11.2010

Spengler: "Ich habe nur Mist gebaut"

Bruno Spengler fährt in der Qualifikation von Schanghai in die Mauer und muss sich mit Startplatz 17 begnügen

"Ich versuche hier am Limit zu fahren, da kann irgendwann schon mal ein kleiner Fehler passieren." Bruno Spenglers Worte vor Beginn der Qualifikation am Samstagnachmittag sollten sich als düstere Prophezeiung herausstellen. Eigentlich nahm der Kanadier mit seinem Kommentar bloß Stellung zu seinem Unfall im zweiten Freien Training am Samstagvormittag. Doch nach dem Qualifying musste er sich wiederholen.

Spengler war nach einem Ausrutscher im ersten Qualifikationsabschnitt in eine der rings um die Strecke aufgestellten Betonwände geprallt und beschädigte sich dabei die Frontpartie seiner C-Klasse. "Ich hatte einen guten Rhythmus und habe wie immer im Qualifying versucht, meinen Bremspunkt ein bisschen später zu setzen, einfach zwei, drei Meter später", erklärte er gegenüber der 'ARD'.

"In dem Moment war es dann zu spät, das Rad blieb stehen und ich konnte nicht mehr einlenken", fuhr Spengler fort. "Das war mein Fehler, da gibt es nichts anderes zu sagen. Ich entschuldige mich bei meinem Team, denn es hat ganz viel gearbeitet, auch zwischen dem Freien Training und der Qualifikation."

Zwar schaffte es der Meisterschaftsführende danach aus eigener Kraft zurück in die HWA-Box, doch dort wurde neben einer defekten Motorhaube auch noch ein Schaden an der rechten Vorderradaufhängung festgestellt. Eine zeitraubende Reparatur war angesagt und Spengler konnte nur deshalb noch einmal ins Geschehen eingreifen, da Audi-Pilot Darryl O'Young im zweiten Segment der Qualifikation für einen weiteren Abbruch sorgte und somit alle Fahrer zu Q3 zugelassen waren.

Knapp vier Minuten vor Ende des dritten Qualifikationsabschnitts konnte Spengler, mit der Ersatz-Motorhaube von Ralf Schumacher ausgerüstet, wieder auf die Strecke fahren. "Am Ende war es dann aber ganz schwierig, das Lenkrad war etwas krumm und das Auto lief nicht mehr geradeaus", beschreibt der Mercedes-Pilot den Zustand seiner notdürftig geflickten C-Klasse.

Spengler sparte nicht mit Lob für seine Mechaniker, denen er so viel Arbeit bereitet hatte, und Kritik an seiner eigenen Leistung. "Heute sind wirklich meine Jungs die Großen und ich habe nur Mist gebaut." Während er also von ziemlich weit hinten in das Rennen am Sonntag starten muss, stehen seine beiden Titelkonkurrenten Paul di Resta und Gary Paffett in der ersten Startreihe.

Doch Spengler gibt nicht auf. "Jetzt muss ich mich auf das Rennen konzentrieren und mal schauen, was ich am Start machen kann. Ich werde erstmal versuchen, auf der Strecke zu bleiben und durch die Unfälle zu kommen. Es wird sicherlich in den ersten Kurven krachen. Es ist also wichtig, dass ich da durch komme und dann müssen wir sehen, was wir mit der Strategie machen können. Das Rennen ist relativ lang und wenn wir auf der Strecke bleiben, sind wir schnell. Von daher ist es das Ziel, auf der Strecke und nicht in der ersten Kurve hängen zu bleiben."

Fotoquelle: xpb.cc

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