Frage bei Mercedes: Wer wird in der HWA-C-Klasse von Paul di Resta sitzen?

DTM 2011

— 15.01.2011

Haug: "Es wird keine großen Überraschungen geben"

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug über die anhaltenden Spekulationen über den DTM-Fahrerkader 2011: Kontakt zu Robert Doornbos besteht

Bis zum Saisonstart der DTM ist noch viel Zeit. Erst Anfang Mai starten Audi und Mercedes in ein neues Duell. Bis dorthin gibt es noch viele Fragen zu klären. Am wichtigsten: Wer fährt 2011 wo? "Wir wollen nicht viele Veränderungen haben", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug über anstehende Cockpitbesetzungen bei den Stuttgartern.

"Es wird natürlich herumspekuliert - das gehört dazu. Die sogenannte 'Silly-Season' ist eben nach der richtigen Saison", winkt Haug amüsiert ab. Mit ernster Miene fügt er hinzu: "Da wird eben spekuliert und das zeichnet die DTM auch aus. Würde nicht spekuliert werden, dann wäre es nicht ähnlich wie in der Formel 1." Man bleibt im Gespräch, Namen wie Romain Grosjean oder Nick Heidfeld, die gehandelt werden, gelten als Kompliment für die DTM.

"Ich glaube nicht, dass es bei uns sehr große Überraschungen geben wird", erklärt der Mercedes-Rennleiter. Die wichtigste Personalie ist ohnehin offenbar geklärt. Paul di Resta soll an der Seite von Adrian Sutil künftig in der Formel 1 für Force India fahren. Die offizielle Bekanntgabe steht noch aus, weil man sich wohl zunächst mit Vitantonio Liuzzi über eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages einigen muss - eine Frage der Zeit und des Geldes, mehr nicht.

"Natürlich hätte man den Paul gern für lange Zeit in der DTM", sagt Haug über den amtierenden Champion, der seinen Titel wohl kaum verteidigen wird. "Er ist jetzt vier Jahre dabei gewesen, war von Anfang an immer bei den Besten. In der abgelaufenen Saison hat er sein bestes Jahr gehabt. Wenn wir über die Formel-3-Euroserie und die DTM als Mercedes einen Formel-1-Fahrer entwickeln können, dann ist so etwas positiv für die Meisterschaft. Ich hoffe, das klappt bei Paul."

Die große Frage ist, wer die entstehende Lücke bei Mercedes schließen darf. Wird ein "Neuwagen" frei, so gilt sicherlich Jamie Green als erster Kandidat auf ein solches Cockpit. Der Brite hätte sich durch starke Leistungen 2010 eine Rückkehr in die neueste C-Klassen-Variante verdient. Während hinter dem Namen David Coulthard immer noch ein Fragezeichen steht, drängt ein weiterer Ex-Formel-1-Pilot in die DTM.

Robert Doornbos möchte einsteigen und sieht für sich gute Chancen. Ob der Niederländer bei Mercedes unterkommt? "Das kann man noch nicht sagen", erklärt Haug. "Es gibt verschiedene Kontakte, aber nicht aus jedem Kontakt wird eine Verpflichtung. Es gibt zu ihm Kontakt, wie zu vielen anderen auch. Es ist viel zu früh, da von einer Entscheidung zu sprechen. Das Gesamtpaket muss stimmen, dann sehen wir weiter."

Einen Vorteil hätte das "Gesamtpaket Doornbos" auf jeden Fall. Der Niederländer könnte das DTM-Feuer bei seinen Landsleuten wieder entfachen, für mehr Zuschauer beim Zandvoort-Event sorgen. Der 29-Jährige war früher mit Minardi und Red Bull in der Königsklasse, anschließend gab es unter anderem Auftritte in der Superleague und bei den IndyCars. Für 2011 plant Doornbos "einen Neuanfang".

Fotoquelle: xpb.cc

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