Endlich der Aufstieg: Mike Rockenfeller tritt 2011 im Neuwagen von Abt an

DTM 2011

— 10.03.2011

Rockenfeller: "Erwartungen nicht zu hoch schrauben"

Audi-Aufsteiger Mike Rockenfeller bremst die Euphorie um seinen Sprung ins Neuwagen-Cockpit - Viele Unbekannte: Neues Team, neue Techniker, neue Reifen

Für Mike Rockenfeller beginnt die Motorsport-Saison 2011 unter neuen Vorzeichen. Der 27 Jahre alte Audi-Werksfahrer wechselte zum Audi Sport Team Abt Sportsline und fährt erstmals die jüngste Baustufe des A4 DTM ("R14 plus"). Parallel bestreitet er auch ein Sportwagen-Programm mit dem R15 TDI und dem R18 sowie das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. 16 Rennwochenenden sowie das Vortraining in Le Mans stehen in seinem diesjährigen Kalender.

Als Rockenfeller 2007 zu Audi wechselte und in die DTM einstieg, war die Richtung klar. "Natürlich arbeitet jeder auf das Ziel hin, ein neues Auto zu fahren und damit um die Spitze kämpfen zu können", bekennt der gebürtige Rheinländer. Und doch hat es ein bisschen gedauert - vier Jahre, um genau zu sein. So, wie Timo Scheider 2007 und Oliver Jarvis 2010 von einem Jahreswagen in ein aktuelles Cockpit bei Audi aufgestiegen sind, erhält nun Mike Rockenfeller mit dem Wechsel in die Mannschaft rund um Hans-Jürgen Abt das aktuellste Material.

Im Vorjahr hat sich der Nachwuchsfahrer endgültig für den nächsten Karriereschritt qualifiziert: Als bester Audi-Gebrauchtwagenfahrer in der DTM schloss er die Saison auf der siebten Position ab - und ließ damit drei Fahrer aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline hinter sich. Ein Podiumsergebnis in Hockenheim rundete die DTM-Saison 2010 ab, mit seinem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans ging ein Lebenstraum schon früh in seiner Karriere in Erfüllung.

"Der Schritt, in der DTM mit einem aktuellen Auto um vorderste Plätze kämpfen zu können, war sehr wichtig für mich", betont der Profi-Rennfahrer mit Wohnsitz in Altnau auf der Schweizer Seite des Bodensees. "Gerade auch im Hinblick auf 2012, wenn alle mit neuem Material starten und ein weiterer Hersteller in die DTM kommt, ist 2011 als Vorbereitungs-Saison wichtig." Dass mit dem erfüllten Traum vom Aufstieg auch der Leistungsdruck steigt, stört den selbstbewussten Rennfahrer nicht im Geringsten: "Das ist eine sehr schöne Chance, die Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich mir gibt, und ich will beweisen, dass ich sie verdient habe und gute Ergebnisse erreichen kann."

Dennoch ist der Schritt kein Selbstgänger. "Die DTM und die Audi-Familie kenne ich zwar seit vier Jahren, aber es ist auch einiges neu für mich", weiß "Rocky". "Ich starte zum ersten Mal für das Team von Hans-Jürgen Abt, werde mit Dominik Quosdorf - einem mir neuen Ingenieur - zusammenarbeiten und wir alle erhalten Reifen unseres neuen Partners Hankook. Ich will meine eigenen Erwartungen für 2011 deshalb noch nicht zu hoch schrauben. Aber es ist keinesfalls nur eine Lernsaison. Ergebnisse müssen sichtbar werden."

Als wären die Anforderungen in der DTM nicht schon hoch genug, bestreitet das junge Talent parallel ein Sportwagen-Programm für Audi - im fünften Jahr in Folge. Nach dem Titel in der Le-Mans-Serie 2008 und dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans 2010 stehen nun drei Sportwagen-Wettbewerbe in seinem Kalender: die 12 Stunden von Sebring mit dem Audi R15, die 1000 Kilometer in Spa-Francorchamps sowie die 24 Stunden von Le Mans mit dem neuen Audi R18. "Ich glaube, meine Ergebnisse in der Vergangenheit haben bewiesen, dass mir dieses doppelte Programm hilft und nicht etwa hinderlich ist", unterstreicht der vielseitige Rennprofi.

Damit ist für Rockenfeller zu Beginn seiner fünften Rennsaison mit Audi eines klar: "Für viele Rennfahrer mag die Formel 1 in einem bestimmten Karrierestadium der größte Traum sein, für manchen endet dieser Traum aber auch bei Hinterbänkler-Teams oder mit einem Karriereknick. Ganz ehrlich: Was gibt es denn Schöneres, als für eine Marke wie Audi die DTM bestreiten und in Le Mans den Titel verteidigen zu können? Meine Entscheidung für Audi war perfekt, und eine höhere Wertschätzung als dieses doppelte Programm kann man nicht erfahren. Ich bin sehr, sehr glücklich mit dem, was Audi mir ermöglicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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