Der Red-Bull-Ring ist aus seinem Dornröschenschlaf wieder erwacht

DTM 2011

— 02.04.2011

Spielberg: Es wird wieder Gas gegeben

Auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg läuft ein inoffizieller Testbetrieb, am 15. Mai wird richtig eröffnet - Region hofft auf Aufschwung im Tourismus, DTM erstes Highlight

Acht Jahre lang war der frühere A1-Ring im österreichischen Spielberg motorsportlich verwaist. Doch nun wird in der Steiermark wieder Gas gegeben. Denn nun wurde die in Red-Bull-Ring umbenannte Rennstrecke inoffiziell in Betrieb genommen. Zunächst gibt es dort eine Art Testbetrieb. Währenddessen werden rund um den Kurs noch die letzten Arbeiten erledigt.

Am 15. Mai wird der Ring dann auch offiziell wiedereröffnet, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür. Die erste Veranstaltung auf dem Ring ist das Kawasaki-Festival vom 27. bis 29. Mai. Eine Woche später, vom 3. bis 5. Juni folgt dann mit dem DTM-Rennwochenende der erste Höhepunkt.

Seitdem der Ring nach dem Formel-1-Grand-Prix 2003 in den Dornröschenschlaf gefallen ist, gab es viel Hin und Her. Red Bull plante mit "Spielberg neu" einen kompletten Um- und Neubau, gab diese Pläne aber Ende 2004 wegen der Umweltauflagen auf. Ein weiteres Projekt scheiterte Anfang 2008. Doch Ende 2008 stieg das Land mit mehreren Millionen Euro ein und die Wiederbelebung des Rings begann, auch wenn das Projekt wesentlich kleiner ausfiel als Jahre zuvor angedacht.

Es gab viele Diskussionen um die Rennstrecke in der idyllischen Berglandschaft des Murtals. Doch in Spielberg selbst überwiegt die Freude darüber, dass dort nun endlich wieder etwas los ist. Das Gemeindebudget wird durch die Strecke nicht belastet, die Kosten wurden von Red-Bull-Chef Didi Mateschitz und anderen Betreibern übernommen. Und die Region hofft auf einen neuen Boom im Tourismus. In dieser Saison wird vor allem die DTM als Highlight angesehen, die viele Besucher nach Spielberg und Umgebung ziehen soll.

Der Spielberger Bürgermeister Kurt Binderbauer rechnet laut 'ORF' damit, dass durch den Ring 90 bis 100 neue Arbeitsplätze in der Gastronomie entstehen. Der Gastronom Robert Neumann bestätigt: "Man sieht das vereinzelt natürlich schon, dass viele schon wieder an die Zukunft glauben und bereit sind, etwas zu investieren."

Insgesamt stehen momentan bis September zehn Veranstaltungen auf dem Red-Bull-Ring auf dem Programm. Die Hotels melden schon sehr gute Buchungszahlen für die Wochenenden mit Rennterminen. Große Erwartungen hat auch der Tourismusverband Leoben. Dieser wird künftig mit den Betreibern der Rennstrecke zusammenarbeiten. "Da tun sich unheimliche Möglichkeiten auf. Und wir werden mit partizipieren. Man muss sich vorstellen, dass man von Leoben aus in 20 Minuten quasi in der Boxenstraße ist", wird Geschäftsführer Anton Hirschmann von der 'Kleinen Zeitung' zitiert.

Fotoquelle: MST/Haidinger

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