Bruno Spengler sicherte sich und Mercedes die erste Pole-Position 2011

DTM 2011

— 30.04.2011

Qualifying: Spengler entzaubert Audi

Bruno Spengler holt sich die erste Pole-Position der neuen DTM-Saison vor Mattias Ekström - Ralf Schumacher in Reihe zwei - Gary Paffett mit Fahrfehler schnell raus

Bruno Spengler startet von der Pole-Position in den ersten DTM-Lauf des Jahres. Der Kanadier holte sich im Mercedes in Hockenheim im abschließenden Shootout der besten Vier in 1:34.270 Minuten die Bestzeit. Spengler schob sich in einem großartigen Finale noch an Mattias Ekström (2./Audi) vorbei. Besonders überraschend ist die Pole-Position, weil Spengler im Freien Training am Morgen wegen technischer Probleme kaum fahren konnte.

"Neue Saison, neues Glück", strahlt Spengler. "Meine Mannschaft hat einen super Job gemacht. Im vergangenen Jahr hatte ich keine Pole, war aber oft Zweiter. Nun gleich zu Beginn ganz vorne zu stehen, ist ein perfekter Auftakt. Ich werde alles geben, um das Rennen zu gewinnen, aber es ist bis dorthin noch ein weiter Weg."

Die große Frage wird sein, wie viel Gegenwehr der Mercedes-Pilot von Ekström erwarten muss. Der Schwede laboriert immer noch an den Folgen seines Handbruchs. "Über wenige Runden geht es", erklärt der Audi-Pilot. "Aber auf die Distanz wird es bestimmt hart. Wenn die Schmerzen kommen, dann beiße ich die Zähne zusammen und fahre einfach weiter."

Hinter den beiden Topleuten reihte sich Ralf Schumacher auf dem starken dritten Platz ein. "Schön, dass es mal ganz gut läuft", sagt der Ex-Formel-1-Star. Timo Scheider reihte sich nach einem Fahrfehler in Q4 auf dem vierten Platz ein. Die dritte Reihe teilen sich ausgerechnet zwei Audi-Piloten, die zum neuen Jahr die Autos tauschten: Mike Rockenfeller und Martin Tomczyk.

"Das Ziel war Top 4, das war auch drin", sagt Rockenfeller, der den Einzug in Q4 und den Hauch von zwei Tausendstelsekunden verpasste. "Ich bin eingangs Motodrom zu weit nach außen gekommen, dadurch hat es nicht geklappt. Aber ich habe in Hockenheim noch nie so weit vorne gestanden. Es ist ein guter Auftakt."

"Ich habe einen Fahrfehler gemacht, der mir nicht passieren darf", geht Tomczyk nach Platz sechs hart mit sich ins Gericht. "Das hat mich Q4 gekostet. Aber ich bin trotzdem zufrieden. Es war ein guter Einstand, ich habe bewiesen, dass das Auto schnell ist, und dass ich im Auto schnell bin."

Das erste Qualifying der neuen Saison hatte mit einem Paukenschlag begonnen. Nach nur wenigen Minuten legte Mercedes-Titelkandidat Gary Paffett seinen Wagen in der Sachskurve in den Kies. Der Brite konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft zurück auf die Bahn arbeiten - das Aus. "Mein Fehler", gibt Paffett zu. "Ich habe beim Herunterschalten einen Fehler gemacht." Die Session wurde nicht mehr neu gestartet, Q2 auf 19 Minuten verlängert.

Im zweiten Abschnitt durften alle Piloten noch einmal fahren. Ausnahme: Gary Paffett. Das Auto des Vizechampions kam nicht rechtzeitig zurück zur Box. "Ich bin sehr enttäuscht, denn ich wollte um die Pole fahren. Unser Auto ist super schnell. Jetzt muss ich von ganz hinten starten, das wird schwierig", sagt der Brite kopfschüttelnd. Den Saisonstart hatte sich Paffett anders vorgestellt.

Entsprechend viel Fahrbetrieb gab es im zweiten Abschnitt. 17 Piloten kämpften um acht freie Plätze in Q3. Während die Jahreswagenpiloten Tomczyk, Molina und Engel den Sprung schafften, konnten Jamie Green (14./Mercedes) und Oliver Jarvis (12./Audi) einpacken. "Ich bin nicht glücklich", sagt Green, "denn Platz 14 ist sehr schlecht. Ich will im Rennen trotzdem in die Top Acht. Ich will Meister werden. Es war kein perfekter Start, aber die Saison ist lang."

Die beiden prominenten Neuwagenpiloten konnten sich auf den letzten Drücker nicht mehr verbessern. Aus den Reihen der Neulinge überzeugten Christian Vietoris (9./Mercedes), Edoardo Mortara (10./Audi) und Renger van der Zande (11./Mercedes). Filipe Albuquerque (15./Audi) konnte seine guten Trainingsresultate nicht bestätigen, Rahel Frey (17./Audi) fehlte rund eine Sekunde für den Einzug in Q3.

Auch David Coulthard musste sich nach Platz 13 verabschieden, blieb aber gelassen. "Angesichts der Umstände geht es. Ich hatte Probleme mit der Balance und schon Sorge, ich müsste von ganz hinten starten", berichtet der Schotte. Unter diesen Voraussetzungen hat der Ex-Formel-1-Star ein klares Ziel vor Augen: "Ich will endlich mal Punkte holen!" Das erste DTM-Rennen der Saison startet am Sonntag um 14:03 Uhr.

Fotoquelle: xpb.cc

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