Mattias Ekström geht aus der ersten Startreihe in den Saisonauftakt

DTM 2011

— 30.04.2011

Ekström: "Audi ist zurück auf Kurs"

Mattias Ekström sieht vor allem im neuen Reifen den Grund dafür, dass es bei ihm wieder läuft und prophezeit wie Wolfgang Ullrich einen engen Titelkampf

Anfang Februar endete das Audi-Fitnesscamp für Mattias Ekström mit einem gebrochenen rechten Handgelenk, nun steht er als bester A4-Fahrer beim Saisonauftakt in Hockenheim in der ersten Startreihe. Der Schwede musste sich im ersten Qualifying der Saison nur Mercedes-Pilot Bruno Spengler geschlagen geben und geht von Platz zwei aus ins morgige erste Saisonrennen.

Dabei habe er aber eigentlich ein schwieriges Qualifying gehabt, berichtet Ekström: "Wir haben am Auto recht viel geändert, weil wir zu Beginn noch nicht das optimale Setup hatten. Deshalb bin ich dem Team und den Mechanikern wirklich dankbar. Sie mussten die ganze Zeit hart arbeiten. Ich bin am Anfang auch nicht so gut gefahren, ich habe eine Menge kleine Fehler gemacht."

Die entscheidende letzte Runde in Q4 sei dann seine beste des Tages gewesen. "Die kam zur richtigen Zeit. Wie jeder sehen konnte, hat Bruno einen sehr guten Job gemacht. Also Gratulation an ihn und Mercedes. Ich denke, ich hätte ihn heute nicht schlagen können", sagt der Audi-Pilot, schiebt aber gleich die Kampfansage hinterher: "Die Punkte werden morgen vergeben. Ich bin schon einige Male auf der Pole gestanden, und ich warte hier schon länger auf den großen Erfolg. Von daher wäre es schön, wenn mir der morgen gelingen würde."

Ekström ist beispielhaft für das Audi-Lager. Von den Ingolstädtern ist von allen Seiten zu hören, wie gut sie mit den Pneus des neuen Reifenpartners Hankook zurechtkommen. "Für mich sind die fantastisch zu fahren", schwärmt der Schwede, der in der vergangenen Saison wie viele seiner Kollegen massive Probleme im Umgang mit den Reifen hatte.

"Man fühlt die Strecke wesentlich besser, man kann auch sehen, dass alle enger zusammen liegen. Denn es ist einfacher zu fahren, einfacher zu verstehen, und man hat ein besseres Gefühl. Ich denke, dass das auch im Rennen so sein wird", lobt Ekström weiter. "Bisher haben sie uns beeindruckt, sie haben gute Reifen geliefert. Und ich muss sagen, dass es jetzt viel Spaß macht zu fahren. Auch die Audi-Ingenieure haben über den Winter gute Entwicklungsarbeit geleistet, auch wenn ich selbst nicht so viel gefahren bin."

Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich bestätigt, dass die Ingolstädter wieder auf dem Weg nach vorn sind. "Wir haben uns im vergangenen Jahr in der zweiten Jahreshälfte schon wieder herangerobbt, aber haben sicherlich nicht die Performance gezeigt, die wir über die Jahre davor gewohnt waren", erklärt der Österreicher. "Ich muss dazu sagen, dass wir auch im Winter mit dem neuen Reifenpartner sehr viel gearbeitet haben. Und was wir bisher gesehen haben, kommen wir mit diesem Reifen jetzt auch wieder besser zurecht, so wie es in den Jahren davor auch gewesen war."

Er sei auch davon beeindruckt, "welche gute Rundenzeit man auch im vierten Qualifying noch mit einem Reifen fahren kann, der schon im vorigen Qualifying auf dem Auto drauf war." Der erste Schritt nach vorn ist also getan, nun muss dieser auch in Rennerfolge umgesetzt werden. "Wir haben gestern einen sehr guten Longrun gemacht, der uns sehr zuversichtlich stimmt, aber Rennsonntag ist morgen. Die Ausgangssituation ist gut", so Ullrich.

Einig sind sich die beiden nicht nur beim Thema Reifen, sondern auch in der Einschätzung, dass es in dieser Saison unheimlich eng zugehen wird. Das hat sich laut Ekström schon im Qualifying gezeigt, wenn man allein die Audi-internen Fights anschaut. "Rocky und Timo waren wirklich beeindruckend und haben ein gutes Tempo vorgelegt. Es lagen nur Tausendstel zwischen uns, Rocky war Fünfter, nur zwei Tausendstel hinter mir. Es war sehr eng, er könnte hier genauso sitzen. Martin und Miguel waren auch sehr beeindruckend", zählt der Schwede auf.

Und was den Titelkampf angeht, prophezeit der Audi-Pilot zum Auftakt: "Ich denke, dass es in diesem Jahr eine sehr enge Meisterschaft gibt. So wie es sich jetzt anfühlt, hat Audi definitiv auf Kurs zurückgefunden. Jeder will den Titel gewinnen. Aber es ist ein großer Unterschied, dafür vorbereitet zu sein, entschlossen genug zu sein. Ich habe ein paar Jahre hinter mir, in denen ich ein paar Probleme hatte. Aber ich bin entschlossen, zu geben, was ich kann. Auch mein Team ist dafür bereit. Mercedes bekommt nichts geschenkt. Wir werden immer 100 Prozent geben. Aber wir wissen auch: Auch wenn es am Anfang gut aussieht, ist es erst am Ende vorbei. Man muss mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben und weiter arbeiten."

Laut Audi-Sportchef Ullrich sind zumindest die Rahmenbedingungen für die engste Saison aller Zeiten gegeben: "Wir haben insgesamt heuer in der DTM ein sehr, sehr starkes Fahrerfeld. Wir haben gesehen, dass die aktuellen Autos, und die Autos, die ein Jahr älter sind, von der Performance her sehr knapp beieinander liegen. Also eigentlich die besten Zutaten für tolle Rennen."

Fotoquelle: Audi

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