Gute Aussichten für Audi: Timo Scheider gilt als Zandvoort-Spezialist

DTM 2011

— 06.05.2011

Zandvoort: Audi will die Revanche

Das bevorstehende DTM-Gastspiel im niederländischen Zandvoort: Audi will die Tabellenführung - Viele Renneinsätze für die Ingolstädter

Volles Programm für Audi: DTM-Auftakt in Hockenheim, Debüt des Audi R18 TDI in Spa-Francorchamps und am 15. Mai in Zandvoort bereits das nächste DTM-Rennen - der Mannschaft um Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich wird es in diesen Tagen wahrlich nicht langweilig.

An das niederländische Gastspiel der DTM vor den Toren Amsterdams hat Audi beste Erinnerungen: Auf dem Kurs in den Dünen an der Nordseeküste war die Marke mit den vier Ringen in der Vergangenheit immer stark. Besonders eindrucksvoll war die Audi-Show im Jahr 2008, als die vier aktuellen Audi A4 DTM von Abt die ersten vier Plätze belegten und der beste Mercedes-Benz im Ziel mehr als 20 Sekunden zurücklag.

Auch 2009 (Pole-Position für Oliver Jarvis) und 2010 (Pole-Position für Timo Scheider) setzte Audi in Zandvoort die Messlatte. Dass mit Gary Paffett dennoch zweimal ein Mercedes-Benz-Pilot gewann, fuchst die Audi-Mannschaft noch immer. Deshalb hat Wolfgang Ullrich ein klares Ziel ausgegeben: den Sieg.

Nach dem Auftakt in Hockenheim zeichnet sich eines ab: Der Audi A4 DTM harmoniert gut mit den Reifen des neuen DTM-Exklusivausrüsters Hankook. Mit den in Hockenheim gesammelten Erfahrungswerten in Bezug auf den optimalen Luftdruck sollte es in Zandvoort möglich sein, das Potenzial der neuen Pneus noch besser auszunutzen - denn darin liegt in der DTM weiter der Schlüssel zum Erfolg.

Und noch etwas deutete sich in Hockenheim an: Audi hat 2011 nicht nur den jüngsten Fahrerkader seiner DTM-Geschichte, sondern vielleicht auch den stärksten. Die beiden zweifachen DTM-Champions Mattias Ekström und Timo Scheider wurden ihrer Führungsrolle in Hockenheim mit den Plätzen zwei und vier gerecht. Und beide gelten als absolute Zandvoort-Spezialisten. Mattias Ekström hat dort bereits dreimal gewonnen.

Timo Scheider holte ebenso oft die Pole-Position und will nun endlich den ersten Sieg auf seiner Lieblingsstrecke. Martin Tomczyk, dem in Hockenheim ein starker Einstand im Team Phoenix gelang, stand in Zandvoort schon ganz oben auf dem Podium (2007). Da sein Team auf dem Dünenkurs traditionell besonders stark ist, ist Tomczyk durchaus ein Sieg im Vorjahreswagen zuzutrauen.

Mike Rockenfeller und Oliver Jarvis haderten in Hockenheim mit der Abstimmung ihrer Fahrzeuge. Beide haben die Daten gemeinsam mit ihren Fahrzeugingenieuren intensiv ausgewertet und wollen in Zandvoort zeigen, dass sie zu Recht in zwei aktuellen Audi A4 DTM sitzen. Denn mit Miguel Molina haben sie einen starken Teamkollegen, der in Hockenheim im Vorjahres-A4 einmal mehr sehr schnell war.

Filipe Albuquerque und Edoardo Mortara zahlten bei ihren DTM-Debüts in Hockenheim Lehrgeld. Teamchef Arno Zensen (Rosberg) ist jedoch weiter fest davon überzeugt, zwei Rohdiamanten in seinem Team zu haben. Mortara war in Zandvoort im Vorjahr in der Formel-3-Euroserie eine Klasse für sich.

Und last but not least Rahel Frey: Die junge Schweizern begeisterte in Hockenheim nicht nur mit ihrem Charme. Sie zeigte auch am Steuer ihres Audi A4 DTM eine solide Leistung und möchte sich in Zandvoort weiter steigern.

Alle neun Audi-Piloten können es also kaum abwarten, in Zandvoort an den Start zu gehen. Sie wollen den Fans ähnlich viel Action bieten wie in Hockenheim und für Audi die Tabellenspitze erobern. Wer nicht selbst vor Ort ist: Die 'ARD' überträgt am Sonntag (15. Mai) ab 13:55 Uhr live aus Zandvoort.

Stimmen der Verantwortlichen:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Wir kommen immer wieder gerne nach Zandvoort. Dort haben wir mit Audi schon viele Erfolge gefeiert. Wir werden versuchen, unseren ersten Saisonerfolg auf diesem Kurs zu holen. Wir wollen in Zandvoort Kurs auf den DTM-Titel nehmen, den wir wieder nach Ingolstadt und Neckarsulm zurückholen wollen."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt): "Zandvoort ist eine wahnsinnig tolle Strecke. Wir haben dort Super-Erfahrungen gesammelt. Und es ist eine Lieblingsstrecke für Audi. Nach dem Ergebnis in Hockenheim sind wir sehr zuversichtlich, dass wir wieder um Siege kämpfen können. Wir werden auch weiter hart arbeiten, um die beste Abstimmung unserer Fahrzeuge zu erreichen. Zusammen mit den neuen Reifen von Hankook wird das den Ausschlag geben, wer ganz vorne steht."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Zandvoort war für Phoenix in der Vergangenheit schon immer ein gutes Pflaster. Martin (Tomczyk) hat dort auch schon ein Rennen gewonnen. Deshalb spricht alles dafür, ein gutes Ergebnis einzufahren. Mit Rahel (Frey) wollen wir den nächsten Schritt machen und noch näher an das Tempo der anderen herankommen. Das hat ihr im Rennen in Hockenheim noch etwas gefehlt. Aber mit dem Herz, das sie beim Einsatz zeigt, sind wir bald dort, wo wir hinwollen."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Zandvoort ist immer eine Reise wert. Es ist ein wunderschöner Kurs in den holländischen Dünen. Da kann man abends auch mal mit einem Fischbrötchen am Meer entlanggehen. Wir sind natürlich schon heiß auf den Einsatz, denn es ist eine echte Fahrerstrecke. Das dürfte unseren Fahrern Filipe Albuquerque und Edoardo Mortara auch liegen. Wir haben am vergangenen Wochenende mit einem Startplatz unter den ersten zehn und einem guten Rennbeginn gezeigt, was möglich ist. Darauf kann man sicherlich aufbauen."

Stimmen der Audi-Fahrer:

Filipe Albuquerque: "Zandvoort kenne ich besser als Hockenheim, was mir relativ unbekannt war. Auch der Audi A4 DTM war in Zandvoort immer sehr stark. Jetzt starte ich mit mehr Erfahrung. Meine Motivation ist ohnehin sehr hoch. Natürlich steigen dann auch die Ansprüche gegenüber dem Debütrennen."

Mattias Ekström: "An Zandvoort habe ich beste Erinnerungen. Der Wettbewerb auch innerhalb unseres Teams wird dort sehr spannend sein, denn ich habe starke Teamkollegen. Ich werde das Maximum geben müssen. Darauf bereite ich mich zu Hause gründlich vor. Die Meisterschaft hat gerade begonnen. Es folgen noch neun Wertungsläufe. Mit harter Arbeit wird hoffentlich wieder ein Podium in Zandvoort möglich sein."

Rahel Frey: "Zandvoort wird für mich eine große Herausforderung. Ich kenne die Strecke noch nicht so gut. Ich bin einmal zehn Runden in der Formel 3 bei einem Test gefahren. Das wird also mit einer Lernphase beginnen. Aber ich konnte in Hockenheim schon einige Erfahrungen sammeln, die ich nach Zandvoort mitnehmen werde."

Oliver Jarvis: "Hockenheim ist abgehakt. Meine Saison geht in Zandvoort los. Ich kann es kaum abwarten, dort zu fahren. Ich liebe die Strecke und die Region. Damit verbinde ich gute Ergebnisse. 2009 habe ich dort meine erste Pole-Position erreicht und auch mein bestes Rennergebnis."

Miguel Molina: "Ich hoffe, dass Zandvoort besser wird als mein Auftakt. Im Vorjahr fuhr ich dort eines der besten Rennen des Jahres. Ich will natürlich wieder ein möglichst gutes Ergebnis. Dafür werden wir gründlich arbeiten. Wir werden das Auto noch besser abzustimmen versuchen. Ich habe ein positiv Gefühl vor diesem Rennen."

Edoardo Mortara: "Zandvoort ist eine ganz spezielle Veranstaltung. Ich glaube, dass dort einiges möglich sein wird. Ich bin immer gern dort gefahren. Besonders wichtig bei den ersten Veranstaltungen: Ich muss die Rennen beenden, um Erfahrung zu sammeln. Das war unser Ziel zuletzt für Hockenheim. Ich habe alle Rennrunden absolviert - das war wichtig. Und diese Erfahrung werden wir in den nächsten Rennen nutzen. Natürlich wollen wir uns noch verbessern und kleine Fehler ausmerzen. Auf einer Strecke wie Zandvoort wird ein guter Fahrer belohnt."

Mike Rockenfeller: "Zandvoort ist eine Strecke, die ich sehr mag. Wenn mein Auto wieder so gut ist, wie es am ersten Wochenende bis zum Rennen war, kann ich ganz weit vorne fahren. Das ist das Ziel. Ich will voll angreifen, denn ich habe nichts zu verlieren. Ich freue mich sehr auf diese Strecke und bin sehr positiv, dass wir es dort besser hinbekommen können."

Timo Scheider: "Jetzt kommt Zandvoort. Das ist ganz klar meine Lieblingsstrecke. Drei Mal stand ich dort schon auf der Pole-Position. Ich freue mich schon richtig darauf. Im letzten Jahr habe ich leider den Start vermasselt. Aber dann kam ein gigantisches Rennen und ich fuhr wieder auf Platz drei vor. Jetzt will ich endlich eine Rechnung begleichen und den Sieg holen - für Audi und für mich. Dann habe ich endlich die Genugtuung, auf meiner Lieblingsstrecke auch einmal gewonnen zu haben."

Martin Tomczyk: "Zandvoort ist eine anspruchsvolle und tolle Strecke. Ich bin gespannt, wie man dort auf den neuen Reifen fährt und wie der Unterschied zwischen älteren und neueren Fahrzeugen ausfällt. Das sind ein paar unbekannte Faktoren. Aber ich glaube schon, dass wir wieder konkurrenzfähig sein werden und wieder vorn mitfahren können. Lassen wir uns überraschen. Natürlich will ich wieder bester Gebrauchtwagenfahrer werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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