Hockenheim-Sieger Bruno Spengler soll intensiv mit BMW geflirtet haben

DTM 2011

— 08.05.2011

DTM 2012: Welche Fahrer angelt sich BMW?

Für die aktuellen DTM-Piloten könnten sich zum kommenden Jahr neue Türen öffnen: Abwerbeversuche aus München? - Norbert Haug: "Das gehört dazu"

Die DTM-Saison 2011 ist bekanntlich die große Castingshow für das Folgejahr. Zur neuen Saison werden die aktuell vertrenenen Hersteller Audi und Mercedes ihren Fahrerkader auf sechs Personen beschränken, weil 2012 auch BMW mit sechs Autos kommen wird. Die große Frage ist: Welche Piloten können sich im teaminternen Fight passend positionieren?

Einerseits droht einigen Piloten das Ende der DTM-Karriere, auf der anderen Seite könnte BMW das Auffangbecken für einige Fahrer werden. Die Münchener haben einen starken Werksfahrerkader, aber es ist unklar, wer aus dieser Gruppe DTM fahren wird. Augusto Farfus und Andy Priaulx gelten als gesetzt, Christian Klien bekundete jüngst sein Interesse.

BMW will sich womöglich aber auch Personal mit frischen DTM-Erfahrungen sichern. Schon im zurückliegenden Winter sollen die Drähte zu Mercedes-Pilot Bruno Spengler heiß gelaufen sein. Der Kanadier unterzeichnete zwar einen neuen Benz-Vertrag, sitzt und siegt auch in diesem Jahr in der C-Klasse, aber wird dies auch 2012 noch so sein?

Diese möglichen Abwerbungen seitens der künftigen DTM-Mannschaft aus München sieht Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gelassen. "Das gehört ganz normal dazu. Vielleicht wird es den einen oder anderen Wechsel geben", sagt der Schwabe. "BMW hat schon einige gute Fahrer. Wie ich aber meine Freunde Mario Theissen und Jens Marquardt kenne, werden die genau schauen, was los ist. Hoffentlich müssen sie dann richtig viel Geld bezahlen."

"Gucken darf man ja, das ist nicht verboten", lacht Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Wir werden voraussichtlich nicht die gleiche Anzahl Autos pro Hersteller haben wie in diesem Jahr. Das ist die Besonderheit. Das belebt das Geschäft." Der Österreicher stellt weniger die Gefahr von Abgängen in den Vordergrund als vielmehr die neuen Chancen für einige Piloten.

"Jeder, der in diesem Jahr in dieser Serie eine einigermaßen gute Leistung bringt, ist einer, der bei einem anderen Hersteller sehr willkommen sein wird, falls er bei seinem aktuellen Arbeitgeber nicht mehr unterkommt - aus welchen Gründen auch immer", meint Ullrich, der seine Mannschaft seit jeher immer zusammenhält. Nur selten verliert Audi einen Fahrer, oft gibt es nur innerhalb der Familie Verschiebungen.

"Wir haben ein Programm rund um die DTM, wo sich Rennfahrer gut beschäftigen können", sagt Ullrich und meint beispielsweise Le Mans oder Einsätze mit dem R8 auf der Nordschleife. "Wenn es so weitergeht wie es bisher mit meiner Rennfahrerfamilie gegangen ist, dann bin ich bezüglich eines möglichen Abwanderns von Ingolstadt nach München nicht sonderlich besorgt."

Fotoquelle: xpb.cc

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