Gut möglich, dass bald doch mehr als drei Marken an den DTM-Start gehen

DTM 2011

— 10.05.2011

DTM der Zukunft: Hybrid und japanische Coupés

ITR-Chef Hans-Werner Aufrecht über die Zukunft der DTM: "Die japanischen Hersteller werden Interesse haben" - Ab 2014 kleinere Motoren mit KERS?

Aus dem DTM-Zweikampf wird im kommenden Jahr mit der Rückkehr von BMW endlich wieder ein Dreikampf - mindestens. Vielleicht kommt 2012 sogar noch eine weitere Marke in die Szene. Wer bei jüngsten Aussagen der Offiziellen ganz genau zugehört hat, der musste oft das Wort "voraussichtlich" vernehmen. Dies wird vor allem dann oft verwendet, wenn es um die eigentlich geplanten sechs Autos pro Hersteller ab 2012 geht.

Die vorsichtige Ausdrucksweise der Sportchefs lässt erahnen, dass womöglich ein weiterer Hersteller ernsthaft an einen Einstieg denkt. "Der entscheidende Schlüssel ist das Reglement, das für verschiedene Märkte und nationale Meisterschaften passt. Ich glaube, dass die japanischen Hersteller Interesse haben, in der DTM zu fahren", sagt ITR-Boss Hans-Werner Aufrecht im Interview mit dem 'Donaukurier'.

"Das neue Reglement, das die Kosten weiter reduziert, die Faszination der Rennserie erhält, eine höhere Sicherheit garantiert und gleiche Chancen für alle Hersteller bietet, öffnet neue Märkte. Es wird Kooperationen mit Japan und den USA geben", sagt Aufrecht. Dies führe nicht nur dazu, dass Audi, BMW und Mercedes ihre DTM-Coupés ab 2012 in Japan und den USA einsetzen könnten.

"Ich gehe davon aus, dass die Fahrzeuge für die japanische Meisterschaft 2012 nach dem DTM-Reglement aufgebaut werden. Dann könnten diese Fahrzeuge in der DTM eingesetzt werden", stellt der ITR-Chef einen schnellen Einstieg von Japanern in Aussicht. Aus der Toyota-Familie rennen derzeit der Supra und der Lexus SC430 in der japanischen Super GT, außerdem fahren dort beispielsweise auch Honda und Nissan.

Über einen möglichen Einstieg von Lexus wurde in den vergangenen Monaten schon oft spekuliert. Doch aus deren Motorsportabteilung in Köln (TMG) ist keine Bestätigung des abgeblichen Interesses zu vernehmen. So etwas werde am Konzernsitz in Japan entschieden, heißt es nur. Die technischen Voraussetzungen wären am Standort in Deutschland aber allemal vorhanden.

Mit dem neuen technischen DTM-Reglement für 2012, das in Kürze veröffentlicht werden soll, öffnet man ganz bewusst nicht nur die Tür für den BMW M3, sondern hat stets auch die asiatischen Wünsche im Hinterkopf. "Es werden fortan Coupés gefahren, auch weil Zweitürer in Japan beliebt sind", gibt Aufrecht zu. Mindestens 2012 wird am bisherigen V8-Motor festgehalten, möglicherweise kommen erst 2014 kleinere Triebwerke.

"Ich glaube, dass wir in der DTM in zwei, drei Jahren zumindest mit Hybridtechnik fahren werden. Ganz wichtig ist aber, dass trotz aller zukunftsträchtiger Technik die Faszination des Motorsports nicht verloren geht", sagt der ITR-Chef, der sich dem Thema KERS nicht grundsätzlich verschließen möchte. "Das ist ein Thema, dem man sich stellen muss."

Bei der Entwicklung des neuen DTM-Reglements hatte man vor allem die Kosten im Blick. Konsequenz: Bei den künftigen Fahrzeugen wird es 60 Einheitsbauteile geben. "Gesichert ist trotz der Einheitsteile, dass sich jeder Hersteller aber in seinem Auto wiederfindet", betont Aufrecht. Im Vergleich zur DTM vor fünf Jahren könne man so die Kosten um 50 Prozent senken. "Das ist unser erklärtes Ziel und ich glaube, wir schaffen es."

Fotoquelle: xpb.cc

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