Bruno Spengler erwartet in Zandvoort einen engen Kampf an der Spitze

DTM 2011

— 11.05.2011

Mercedes in Zandvoort: Auf das Qualifying kommt es an

Auftaktsieger Bruno Spengler rechnet in Zandvoort mit einem engen Kampf, Gary Paffett peilt den Hattrick an und Ralf Schumacher will an Hockenheim anknüpfen

Mercedes gelang in Hockenheim ein Saisonauftakt nach Maß: Mit Sieger Bruno Spengler und Ralf Schumacher standen zwei C-Klasse-Fahrer auf dem Podium, insgesamt fanden sich fünf Mercedes-Piloten in den Punkterängen wieder. Am kommenden Wochenende steht der zweite Lauf der DTM-Saison 2011 im niederländischen Zandvoort an.

Der Kanadier Spengler, der nach seinem Auftaktsieg als Tabellenführer an den Dünenkurs reist, kam bisher in Zandvoort nicht über einen vierten Platz hinaus. Das möchte er in diesem Jahr ändern. "Der Saisonstart verlief genau nach meinem Geschmack - mit einem Sieg. Da die Konkurrenz jedoch sehr stark ist, erwarte ich in Zandvoort einen sehr engen Kampf um die Spitzenpositionen - darauf freue ich mich", sagt Spengler.

"Ich mag die Strecke sehr, obwohl ich dort noch nicht gewonnen habe. Sie fordert die Fahrer mit einigen schnellen Kurven und verlangt eine gute Fitness, gerade am Ende des Rennens", fährt der Kanadier fort. "Mir macht das nichts aus - ich bin topfit und werde gemeinsam mit meinem Team alles geben, um erneut ganz vorne mitzufahren und meine Bilanz in Zandvoort zu verbessern."

Sein HWA-Teamkollege Ralf Schumacher, der seine vierte DTM-Saison bestreitet, konnte in Hockenheim als Dritter seinen ersten Podiumsplatz holen. Das gibt dem 35-Jährigen Auftrieb, obwohl Zandvoort bisher nicht zu seinen DTM-Lieblingsstrecken gehörte. "Aber angesichts meines ersten Podestplatzes beim Saisonauftakt in Hockenheim bin ich zuversichtlich, dass ich an diese Leistung anknüpfen kann", sagt Schumacher. "Ich bin gespannt auf das Verhalten der neuen Hankook-Reifen, mit denen wir noch nicht auf dieser Strecke gefahren sind. Bei den Wintertests und in Hockenheim bin ich damit gut zurechtgekommen, also sollte dies auch in Zandvoort der Fall sein."

Gary Paffett hat sich für das Wochenende ein klares Ziel gesteckt: Der Brite will zum vierten Mal nach 2005, 2009 und 2010 auf das oberste Zandvoort-Treppchen steigen. "Zandvoort ist eine schöne Strecke, sie ist sehr eng und bietet einige Herausforderungen für die Fahrer, unter anderem eine Reihe sehr schneller Kurven, die mir gut gefallen", erklärt Paffett. "Ich habe in Zandvoort schon drei Mal gewonnen, zuletzt sogar zwei Mal in Folge. In diesem Jahr möchte ich den Hattrick schaffen und zum dritten Mal hintereinander bei diesem Rennen siegen. Den Grundstein dafür muss ich im Qualifying legen, das in Zandvoort aufgrund der wenigen Überholmöglichkeiten entscheidend für den Rennverlauf ist."

David Coulthard fuhr im vergangenen Jahr erstmals wieder auf dem Dünenkurs. 1991 konnte er dort das erste Formel-3-Masters gewinnen, 2010 fuhr er dort erstmals mit dem DTM-Jahreswagen. "Der Kurs zeichnet sich durch drei Besonderheiten aus: Den starken Wind, der oft viel Sand auf die Bahn weht und den Asphalt sehr rutschig macht, die vielen lang gezogenen und schnellen Kurven sowie die geringe Streckenbreite, die das Überholen erschwert und dem Qualifying eine besondere Bedeutung zukommen lässt", schildert der Schotte. Sein Ziel: "Nach dem ordentlichen Saisonstart mit Platz zehn in Hockenheim möchte ich mich beim zweiten Rennen weiter steigern."

Mercedes-Rookie Renger van der Zande ist in Zandvoort der Lokalmatador und entsprechend motiviert. Zumal er beim Auftakt Pech hatte. "Mein DTM-Debüt in Hockenheim war solide. Ich habe viel gelernt und hatte sogar den Speed, um in die Punkteränge zu fahren. Doch leider löste sich kurz nach der Berührung mit einem anderen Fahrzeug meine Motorhaube und beendete somit mein Rennen", blickt der Holländer zurück. Das Heimrennen in Zandvoort sei nun ein Highlight für ihn: "Ein tolles Gefühl, im eigenen Land vor meinem Heimpublikum, vielen Freunden und vielen Verwandten zu fahren. Ich mag die Strecke sehr und habe dort in der Formel-3-Euroserie bereits gewonnen."

"Ein überzeugender Sieg von Bruno Spengler, der erste Podiumsplatz von Ralf Schumacher und fünf C-Klassen in den acht Punkterängen - das war ein guter Saisonauftakt für uns", bilanziert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Die neuen Hankook-Reifen, die beim Debüt in Hockenheim sehr gut funktionierten, werden beim nächsten Rennen in Zandvoort eine ganz entscheidende Rolle spielen."

Und Haug pflichtet Paffett bei: "Besondere Bedeutung kommt dem Qualifying zu: Nirgendwo ist die Startaufstellung so wichtig wie in Zandvoort, wo Überholmanöver fast unmöglich sind. In den letzten beiden Jahren haben wir das Rennen jeweils mit Gary Paffett gewonnen und es wäre schon, wenn wir einen dritten Sieg folgen lassen könnten."

Fotoquelle: xpb.cc

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