Bruno Spengler steigerte sich immer mehr und startet von der Pole

DTM 2011

— 14.05.2011

Spengler: "Heute ist ein geiler Tag!"

Bruno Spengler: Nach Pole und Sieg in Hockenheim nun auch Pole in Zandvoort - Im Laufe des Wochenendes immer mehr gesteigert und den Fahrstil angepasst

Bruno Spengler ist in der DTM derzeit der Mann der Stunde. Beim Saisonauftakt in Hockenheim gelang ihm mit Pole-Position, Sieg und schnellster Rennrunde bereits das Triple. Am zweiten Rennwochenende der Saison in Zandvoort legte er im Qualifying nach: Der Mercedes-Pilot holte sich vor seinem Teamkollegen Jamie Green die zweite Pole-Position in Folge.

Es ist Spenglers neunte Pole insgesamt. In Zandvoort lief es für ihn bisher aber nicht so gut: Mehr als ein Vierter Platz sprang hier bisher nicht für ihn heraus. Nun hat er mit seiner ersten Dünen-Pole alle Chancen, seine Holland-Ausbeute zu verbessern. Allersdings räumt Spengler ein, dass auch im Qualifying nicht alles rund für ihn lief.

"Die Runde in Q4 war in den ersten zwei, drei Kurven nicht so gut, aber im Mittelsektor habe ich keinen großen Fehler gemacht", berichtet er. "Es hat heute sehr viel Spaß gemacht. Aber es war kein einfaches Qualifying. Am Anfang hatte ich etwas Mühe, in Q1 und Q2. Aber wir haben uns immer gesteigert, ich konnte mich verbessern. Heute ist ein geiler Tag!"

Spengler würde sich allerdings nach seinen jüngsten Erfolgen nicht als denjenigen bezeichnen, den es zu schlagen gilt. "Die Dinge ändern sich jeden Tag und an jedem Wochenende. Jedes Wochenende ist anders", erklärt der DTM-Tabellenführer. "Von daher gebe ich nicht viel auf die Frage, ob ich derjenige bin, den es zu schlagen gilt. Ich komme einfach hin, habe Spaß, gebe mit meinem Team das Beste, ich habe ein großartiges Team hinter mir, ich habe ein sehr gutes Auto. Ich pushe, gebe mein Bestes und dann schauen wir, was herauskommt."

In den Trainings gaben noch andere das Tempo vor. Audi dominierte, Mercedes hielt sich noch zurück. So wurde Spengler heute Morgen im zweiten Freien Training Siebter. Geblufft hätten er und seine Kollegen aber nicht, versichert er: "Wir haben das ganze Wochenende über hart gearbeitet, um noch ein paar Dinge zu finden. Und ich muss auch zugeben, dass ich meinen Fahrstil im ersten Sektor verbessern musste bis zum Qualifying verbessern musste. Ich bin da nicht perfekt gefahren. Das Team hat mir da sehr geholfen und hat auch das Setup des Autos verbessert."

Der Kanadier fuhr im Training heute Morgen einen viel versprechenden Longrun, dann eine Qualifyingsimulation. "Ich war am Ende Siebter, nicht weit weg von den Top 3. Von daher war es kein schlechtes Freies Training. Wenn man Siebter ist, war das Training nicht zwangsläufig schlecht. Wir haben viel gearbeitet. Es sah schon bisher gut aus, aber jetzt bin ich natürlich sehr zufrieden", strahlt er.

Dass er morgen zum Sieg spazieren kann, glaubt Spengler allerdings nicht. "Es wäre ein bisschen zu früh, um jetzt schon Schlüsse für morgen zu ziehen. Morgen ist morgen, und heute ist erst Samstag", betont der Kanadier. "Also werden wir die Pole-Position ein bisschen genießen, es ist meine erste Pole-Position in Zandvoort, das macht es für mich also noch besser. Morgen ist ein neuer Tag."

Wichtig sei zunächst, ein gutes Warmup zu haben. "Mal sehen, wie das Auto da geht. Aber wir hatten heute Morgen auf die längere Distanz ein gutes Auto", sagt Spengler. Der Start sei dann der Schlüssel zum Rennen: "Hier ist es wirklich schwer, zu überholen. Ich werde mich einfach konzentrieren und den bestmöglichen Start hinlegen. Und dann geht es in die erste Kurve. Wenn ich Erster bin, versuche ich davonzuziehen. Und wenn ich nicht Erster bin, dann versuche ich die Jungs vor mir zu überholen. Und dann sehen wir, wie das Rennen endet. Aber natürlich werden wir alles versuchen, um das Rennen zu gewinnen. Mein Team ist klasse, es macht super Pitstopps, von daher freue ich mich wirklich schon."

Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug pflichtet seinem Piloten bei, dass mit der Pole-Position noch lange nichts entschieden ist. "Wir sind alles andere als sicher", betont Haug. "Die Longruns waren bei beiden Marken nahezu identisch. Es ist extrem eng. Ich sehe ein halbes Dutzend Siegkadidaten."

Und dann kann auch noch das Wetter eine Rolle spielen - trocken oder nass, das ist die Frage. "Meine Information ist, dass es so bleibt wie heute. Aber das kann sich hier in der Nähe des Meeres schnell ändern. Man weiß es nie. Lassen wir uns überraschen", sagt Spengler lächelnd.

Fotoquelle: xpb.cc

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