Mike Rockenfeller verpasste die erste Reihe nur um ein paar Tausendstel

DTM 2011

— 14.05.2011

Die Audi-Stimmen zur Qualifikation

Mike Rockenfeller und Martin Tomczyk starten in Zandvoort aus der zweiten Reihe - Mattias Ekström überraschend nach Q1 ausgeschieden

Um ganze 77 Tausendstelsekunden verpasste Mike Rockenfeller beim Qualifying für das DTM-Rennen in Zandvoort die erste Startreihe. Der Le-Mans-Sieger geht am morgigen Sonntag als bester Audi-Pilot vom dritten Startplatz ins Rennen.

Zweiter Audi-Pilot neben Mike Rockenfeller in Q4 war Martin Tomczyk, der im A4 DTM des Phoenix-Teams seine starke Leistung von Hockenheim bestätigte und erneut der schnellste Pilot eines 2008er-Fahrzeugs war. Mit nur 46 Tausendstelsekunden Rückstand auf Rockenfeller sicherte sich Tomczyk den vierten Startplatz.

Aus der dritten Startreihe nimmt Timo Scheider das Rennen in Angriff. Siebter und damit bester DTM-Neuling im Qualifying war Edoardo Mortara. Mit Miguel Molina und Filipe Albuquerque auf den Positionen neun und zehn schafften insgesamt sechs Audi-Piloten den Sprung in die Top 10.

Enttäuschend verlief das Qualifying für Oliver Jarvis (Startplatz zwölf) und Mattias Ekström (Startplatz 16). Der Schwede schied erstmals in seiner DTM-Karriere in Q1 aus - und zwar ohne einen erkennbaren Fehler gemacht zu haben. Rahel Frey steht auf dem 18. Startplatz.

Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Ich freue mich für 'Rocky' und Martin. 'Rocky' hat bisher das ganze Wochenende eine tolle Leistung gezeigt. Er war konstant schnell und im Qualifying derjenige, auf den wir uns verlassen konnten. Martin war das ganze Wochenende über mit seinem Vorjahresauto erneut sehr stark und hat das auch im Qualifying bestätigt. Natürlich ist es etwas enttäuschend, kein Auto in der ersten Startreihe zu haben. Aber im vergangenen Jahr hatten wir das und haben nicht gewonnen. Nun wollen wir versuchen, auch das Rennergebnis des Vorjahres umzudrehen."

Mike Rockenfeller: "Ich glaube, meine Leistung war gut. Mein A4 im Qualifying war der beste, den ich am ganzen Wochenende bis jetzt hatte. Vielen Dank an meine Jungs, die das Auto sehr gut vorbereiten. Schon in Hockenheim waren wir im Qualifying schnell - und hier jetzt wieder. Jetzt müssen wir den Speed morgen auch im Rennen beibehalten. Heute war nicht viel mehr drin, deshalb bin ich mit Platz drei zufrieden."

Martin Tomczyk: "In Zandvoort war das Wochenende bis jetzt wirklich extrem hart umkämpft. Alle Autos lagen innerhalb einer Sekunde. Ganz vorne wurde es besonders eng. Das hat sich auch im Qualifying widergespiegelt. Es war und ist eine sehr enge Kiste. Ich bin persönlich zufrieden mit meiner Leistung. Mit den gebrauchten Rädern war in Sektion vier nicht mehr drin. Das hat man auch bei 'Rocky' gesehen. Wir hatten beide etwas zu wenig Grip. Da hat es Mercedes etwas besser erwischt. Ich hoffe, dass es am Sonntag genau so spannend wird wie im Qualifying."

Timo Scheider: "Grundsätzlich lief es normal für uns. Wir hatten keine speziellen Probleme. Das Auto war ganz ordentlich. Nur im zweiten Sektor hatte ich ein wenig Grip-Probleme. Deshalb konnten wir unsere Zeiten nicht verbessern. Es war ein wenig überraschend, den großen Rückstand zu Jamie (Green) zu sehen. Das hätte ich nicht erwartet. Aus der dritten Reihe ist schon noch etwas möglich. Und das werde ich morgen probieren."

Edoardo Mortara: "Es war ein gutes Qualifying mit Platz sieben. Das Auto war okay. Für Q4 haben uns nur eine oder zwei Zehntelsekunden gefehlt. Wir haben in Hockenheim gut begonnen - und hier lief es noch besser. Für die nächsten Rennen wollen und müssen wir uns weiter steigern. Aber für heute bin ich zufrieden."

Miguel Molina: "Es könnte besser sein. Ich habe in meiner letzten Runde einen Fehler gemacht. Es ist hier für alle Fahrer sehr eng. Wir müssen morgen das Beste geben und Punkte holen. Wir brauchen jetzt eine gute Strategie, die Performance ist da."

Filipe Albuquerque: "Die Pace war gut, aber wir haben keine richtige Runde zusammen bekommen. Wir sprechen hier über Hundertstelsekunden. Der zehnte Platz ist nahe an Q3, und das war mein Ziel. Leider habe ich es nicht ganz geschafft. Aber wir haben seit Hockenheim einen großen Schritt gemacht. Ich hatte hier keine Schwierigkeiten, es fehlt mir jedoch noch die Erfahrung. Ich muss das Auto besser kennenlernen, um sofort auf Anhieb eine gute Runde zu schaffen und damit in Q2 oder Q3 zu sein."

Oliver Jarvis: "Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, aber auch ohne diesen Fehler wäre ich wahrscheinlich nicht im Q3 gewesen. Das ist enttäuschend, weil ich die Strecke sehr mag."

Mattias Ekström: "Es war enttäuschend. Ich muss mit meinem Team sprechen und wir müssen checken, was passiert ist. Ich habe keinen großen Fehler gemacht. Ich war außerhalb des Performance-Fensters meines Fahrzeugs, und dann passiert es schnell, dass man nicht in der Spitzengruppe ist. Morgen wird ein schwieriger Tag."

Rahel Frey: "Es war relativ schwierig, aber das wusste ich schon zuvor, denn es ist mein erstes Rennen in Zandvoort. Deshalb war nicht viel zu erwarten. Wir haben uns aber im Freien Training von Session zu Session gesteigert. Im Qualifying schlichen sich durch die Aufregung ein paar kleine Fehler ein. Aber alles ist heil geblieben, deshalb bin ich einigermaßen zufrieden."

Hans-Jürgen Abt (Abt-Teamchef): "Heute können wir nicht zufrieden sein. Es war zwar alles sehr eng, aber es hat uns einfach etwas zur Pole-Position gefehlt. Wir waren sehr motiviert, dass dies funktionieren würde. Das Teamergebnis hat nicht gepasst. Das müssen wir jetzt wegstecken und versuchen, die beste Renn-Performance zu finden, damit wir wieder weit nach vorne kommen."

Ernst Moser (Phoenix-Teamchef): "Ich bin überglücklich mit der Leistung von Martin (Tomczyk), der unter die ersten vier kam. Es war extrem eng. Da muss man erst einmal alles zu 100 Prozent hinbekommen. Man muss zum richtigen Zeitpunkt herausfahren und die Runde optimal erwischen. Das hat funktioniert. Leider mussten wir in Q3 zwei Runden fahren. Deshalb war es in Q4 zu schwierig, mit diesem Satz Reifen noch weiter nach vorn zu kommen. Bei Rahel (Frey) erkennt man die Lernkurve. Wie erwartet ist es schwer für sie. Aber man sieht, dass sie immer näher herankommt."

Arno Zensen (Rosberg-Teamchef): "Kompliment an beide Fahrer. Das Qualifying war sehr gut. Edo (Mortara) war die ganze Zeit unter den ersten vier. In seinem letzten Anlauf hatte er ein winziges Fehlerchen, sonst wäre sogar noch mehr drin gewesen. Insgesamt bin ich mit den Positionen sieben und zehn zufrieden. Wir stehen direkt hinter Timo (Scheider) und Miguel (Molina). Darauf können wir aufbauen. Vielen Dank ans Team und ein Kompliment an die Fahrer - ich bin ganz happy."

Fotoquelle: DTM/ITR e.V.

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