Diese Ansicht hätte Timo Scheider gestern am liebsten allen Gegnern gezeigt

DTM 2011

— 16.05.2011

Schadensbegrenzung: Scheider hatte sich mehr erhofft

Timo Scheider freut sich über den Meistertitel von Borussia Dortmund, für das DTM-Rennen in Zandvoort hatte er sich aber mehr ausgerechnet

Die beste Nachricht des vergangenen Wochenendes war für Timo Scheider das Ende der Fußball-Bundesliga mit Meister Borussia Dortmund: "Ich habe natürlich den letzten Spieltag live verfolgt. Ich habe alles aufgesaugt, was ich kriegen konnte, von jeder Berichterstattung im Fernsehen, wenn es die Zeit zugelassen hat", so der Abt-Audi-Pilot nach seinem fünften Platz in Zandvoort im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

"Heute Morgen habe ich in der 'Bild am Sonntag' alle Bilder und Emotionen aufgesaugt. Heute feiern sie mit 400.000 Fans in Dortmund und die Stadt ist soweit ich weiß bis Montag gesperrt. Das ist schon etwas Besonderes, wo ich gerne dabei gewesen wäre, aber ich hatte heute Wichtigeres zu tun", sagt Scheider und gratuliert: "Dortmund und die junge Mannschaft von Jürgen Klopp haben es verdient, so ein Jahr gezeigt und am Ende auch Nerven bewiesen zu haben."

Nur zu Beginn schneller als Tomczyk

Der Deutsche selbst ging vom sechsten Startplatz aus ins Rennen und übte von Anfang an Druck auf Martin Tomczyk aus, den er dank einer Unachtsamkeit seines Markenkollegen tatsächlich überholen konnte. Doch beim zweiten Boxenstopp setzte sich Tomczyk wieder vor Scheider und wurde sogar noch Dritter, während sich der Werkspilot aus dem Abt-Team mit Rang fünf hinter Jamie Green zufrieden geben musste.

Ein Ergebnis, das in die Kategorie "Schadensbegrenzung" fällt, "würde ich sagen. Ich hatte mir logischerweise mehr erhofft, aber P5 sind trotzdem wichtige Punkte", sagt Scheider, in der Gesamtwertung nun mit neun Zählern Fünfter. "Für mich war es heute schwierig. Wir sind mit großen Erwartungen losgefahren, aber nach sieben, acht Runden war klar, dass die Balance nicht dazu beitragen würde, heute etwas Großes zu erreichen."

Mit ein Grund war, dass er am Ende keine optimalen Reifen mehr hatte. Das war jedoch unvermeidlich: "Wir mussten aggressiv gehen, um den Mercedes überhaupt gefährlich zu werden, und deswegen war der letzte Stint mit über 20 Runden einfach zu lange. Da ist die Hinterachse brutal eingegangen - wie schon im Warmup. Das konnten wir leider nicht abstellen", erklärt der 32-Jährige. "Somit hatte ich mehr damit zu tun, das Auto auf der Strecke zu halten als alles andere."

Von einem 2008er-Modell geschlagen

Das sei "ein bisschen enttäuschend, denn auf einer meiner Lieblingsstrecken darum kämpfen zu müssen, überhaupt auf der Strecke zu bleiben, und nicht attackieren zu können, ist schon schade. Aber wenigstens haben wir ein paar Punkte mitgenommen", bilanziert er. Rein optisch sieht es zudem nicht gut aus, mit einem Werks-Audi hinter dem früheren Teamkollegen Tomczyk im Jahreswagen ins Ziel zu kommen.

Doch das stört Scheider "überhaupt nicht", denn: "Wir können alle sehr gut einschätzen, wie die Leistungsdichte zwischen den Autos ist. Es gibt keine Unterschiede mehr. Die 25 Kilo kommen mit den Reifen, die wir dieses Jahr haben, unterm Strich genau auf null raus. Zwischen neuen und alten Autos gibt es keine Nachteile oder Vorteile mehr. Zumindest ist das bei uns der Fall. Deswegen ist das keine Überraschung."

Fotoquelle: xpb.cc

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