Martin Tomczyk gab beim Showrun am Wochenende in Graz viel Gummi

DTM 2011

— 30.05.2011

Red-Bull-Ring: Sechs Stunden extra für die DTM

Die DTM-Teams und -Piloten bereiten sich am kommenden Donnerstag mit einem Testtag auf die Rückkehr nach Spielberg vor: Daten sammeln, Setup finden

Für die DTM-Fans in Österreich gibt es schon am Donnerstag eine extra große Portion Motorsport zu erleben. Bevor am Wochenende die DTM auf die Strecke in Spielberg zurückkehrt, wird ein Testtag eingelegt. Audi und Mercedes schicken am Donnerstag alle Fahrer für zwei jeweils dreistündige Testsessions auf die Bahn.

"Für einen Österreicher ist es natürlich ganz besonders, in die Heimat zu kommen und dort Motorsport zu machen", freut sich Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich vor seinem persönlichen Heimspiel. "Noch dazu mit der DTM, die in den Köpfen einiger Österreicher drin ist. Die letzten Auftritte der DTM in Österreich waren sehr erfolgreich."

"Von der Streckenführung hat sich nicht viel verändert, aber es wurde alles neu gemacht. Es wird eine sehr schöne Veranstaltung. Davon bin ich überzeugt", sagt der Österreicher. Sein Amtskollege Norbert Haug ist ebenfalls voller Vorfreude. Er habe "nur Gutes über den Red-Bull-Ring" gehört, sagt der Mercedes-Motorsportchef.

"Das war eigentlich immer schon eine klassische DTM-Strecke. Wir freuen uns schon darauf, die neue Anlage zu sehen", so Haug. "Ich denke, es werden sehr viele Zuschauer kommen. Das kann ein sehr guter DTM-Höhepunkt sein. So ausgeglichen, wie alles ist, kann man keine Prognosen abgeben."

Erst am Donnerstag wird man Anhaltspunkte für das Kräfteverhältnis ausmachen können. "Für die DTM ist es das erste Mal, dass wir dort fahren. Dort beim Test können wir ein Basissetup erarbeiten", sagt Ullrich. Die Probefahrten sind für Hersteller und Piloten enorm wichtig.

"Ich bin da mit einem DTM-Auto noch nicht gefahren", sagt Zandvoort-Sieger Mike Rockenfeller. "Ich war dort mit dem Porsche-Carrera-Cup, und es hat mir gefallen. Ich war dort recht gut. Ich denke, dass es eine fantastische Strecke ist. Es gibt eine Menge Höhenunterschiede, und ich freue mich darauf."

Für Rockenfellers erfahrenen Abt-Teamkollegen Oliver Jarvis wird der Trip nach Österreich ein Besuch in absolutem Neuland. "Ich habe die Strecke noch nie gesehen und freue mich daher über den Test", sagt der Brite. "Für mich ist dieser Test Gold wert. Viele andere kennen die Strecke auch noch nicht, aber ich habe den zusätzlichen Nachteil, mein Auto noch nicht gut genug zu kennen", so Audi-Neuling Filipe Albuquerque.

"So gesehen bin ich einer von denen, die von diesem Testtag wohl am meisten profitieren sollten", meint der Portugiese. Teamkollege Edoardo Mortara nickt zustimmend, Markenkollegin Rahel Frey erklärt: "Dieser Test wird enorm helfen, weil ich mich einen Tag lang einschießen kann. Im Freien Training in Zandvoort war ich glücklich, weil ich die Lücke schließen konnte. Im Qualifying bringe ich das noch nicht so auf den Punkt. Da wird dieser Testtag in Spielberg ganz bestimmt helfen können - extrem sogar."

Auch im Lager von Mercedes gibt es absolute Spielberg-Rookies. "Ich war noch nie dort", sagt Christian Vietoris. "Wir müssen viele Dinge ausprobieren, es wird sicherlich ein sehr intensiver Testtag. Wenn wir uns dort gut vorbereiten, dann ist Q3 das Ziel." Auch Jamie Green kennt die Strecke nicht. Trotzdem die Kampfansage: "Ich will dort auf das Podest - mindestens!"

"In der DTM kannst du nur wenig testen, deswegen sind solche Tage sehr wichtig", erklärt der Brite. "Für mich persönlich ist es sehr wichtig, dass ich die Strecke lerne. Manche Konkurrenten waren früher schon dort unterwegs, die haben jetzt erst einmal einen Vorteil." Gary Paffett relativiert: "Es waren zwar einige von uns schon einmal dort, aber niemand hat seit 2003 irgendwelche aktuellen Daten von der Strecke."

"Ich habe dort fünf Formel-1-Rennen absolviert. Aber es ist die Frage, ob die Strecke meinem Fahrstil entgegen kommt", sagt David Coulthard, der in Zandvoort nicht gut zurecht kam. "Ich bin dort Formel BMW gefahren und habe dort gewonnen", meint Maro Engel. "Aber jetzt wollen wir nicht DTM und Formel BMW vergleichen, das ist etwas anderes. Hoffentlich können wir dort im Rennen wieder Punkte holen."

"Wir müssen Informationen sammeln", erklärt Martin Tomczyk den Sinn der Testfahrten. "Im Endeffekt ist es für uns eine neue Rennstrecke. Da ist es natürlich immer schön, einen Tag vorher testen zu können. Und generell ist es schön, wenn man einen ganzen Tag hat, um Tests zu absolvieren und das Auto auf die Strecke vorzubereiten."

Etwas zweispältig sieht Timo Scheider die Testchance. "Ich war ja schon mal da, mit dem Opel damals auf dem A1-Ring. Eigentlich wäre ich ganz happy, wenn wir nicht so viel testen würden, denn ich mag die Erfahrung, wenn wir an eine neue Strecke kommen, dass ich mich sehr schnell einschieße und sehr schnell auf einem guten Niveau bin. Aber das wird sich nicht ändern lassen."

"Mal sehen, was dabei rauskommt", sagt der zweimalige DTM-Champion. "Gleiche Chancen für alle, somit ist es kein Nachteil. Ich freue mich auf das Wochenende, weil es in Österreich stattfindet und es für mich als Halb-Österreicher ein zweites Heimspiel ist. Mal sehen, was wir an Ergebnissen mit nach Hause bringen werden."

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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