Timo Scheider tut sich in der hart umkämpften DTM derzeit schwer

DTM 2011

— 10.06.2011

Scheider: "DTM ist brutal eng"

Timo Scheider philosophiert über die Leistungsdichte in der DTM und glaubt, dass die "jungen Wilden" noch einiges dazulernen müssen

Obwohl er bisher in jedem Rennen gepunktet hat, liegt der zweifache DTM-Champion Timo Scheider nach drei von zehn Wertungsläufen nur an fünfter Stelle der Gesamtwertung. Hatte er im Vorjahr teilweise Schwierigkeiten mit seinem neuen Renningenieur, so harmoniert er derzeit mit den neuen Hankook-Reifen noch nicht ganz so gut wie so mancher Konkurrent.

Das kostet in Rundenzeit gemessen nicht viel, doch aufgrund der enormen Leistungsdichte in der DTM bedeutete dieses Manko zum Beispiel am vergangenen Wochenende in Spielberg gleich einmal den siebten Startplatz. Von dort aus war es schwierig, weit nach vorne zu kommen: "Bei so einem dichten Feld, wie es die DTM derzeit ist, ist es ganz schwer, mal ein Manöver zu starten, ohne dass es ein großes Risiko bedeutet. Unter Teamkollegen muss man sich da natürlich ein bisschen arrangieren", spricht Scheider die Rennsituation am Red-Bull-Ring an.

"Die DTM ist brutal eng", stellt er bei 'Servus TV' fest. "Wir hatten ein Training, da waren 15 Autos in drei Zehnteln! Ich weiß nicht, welche andere Sportart es gibt, in der das Feld so eng zusammenliegt. Drei Zehntel zwischen P1 und P15 sind nicht viel. Da musst du natürlich aufpassen, dass du dir nicht dein Auto demolierst, weil du einfach mal ein Manöver fährst, was dem Teamkollegen und dir schaden kann - und plötzlich nimmst du keine Punkte mit nach Hause."

Erschwerend kommt hinzu, dass durch das seit 2010 neue Reglement (alte Modelle um 25 Kilogramm leichter) nicht nur die aktuellen Fahrzeuge konkurrenzfähig sind, sondern plötzlich auch Fahrer wie Martin Tomczyk, die nicht für die Werksteams mit den neuen Modellen starten, Rennen gewinnen können. Und dann ist da noch der Nachwuchs: Oliver Jarvis, Edoardo Mortara, Miguel Molina, Filipe Albuquerque und Co. klopfen immer mal wieder an der Spitze an und beweisen ihr Talent als Tourenwagenfahrer.

"Der Nachwuchs wird ganz klar gepusht und gefördert und drängt - die zeigen das immer wieder bei den verschiedenen Testsessions", respektiert Scheider deren Leistungen, unterstreicht aber gleichzeitig, dass die "jungen Wilden" derzeit noch keine konstanten Topfahrer sind: "Kontinuierlich über eine Saison muss man das erstmal beweisen. Man muss das Thema kennenlernen, man muss die DTM verstehen, man muss alles zusammenbringen."

"Ich habe das Glück, schon viele Jahre dabei zu sein. Ich hatte Höhen und Tiefen und weiß, wie schwierig das ist. Gerade aktuell ist es bei mir mit P5 in der Meisterschaft auch nicht rosig - da haben wir andere Ansprüche. Aber die müssen sich alle noch ein bisschen beweisen und alle noch ein bisschen lernen", so der 32-Jährige abschließend.

Fotoquelle: Red Bull

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