Martin Tomczyk zeigte der Konkurrenz in Österreich die Rücklichter

DTM 2011

— 17.06.2011

Was die Jahreswagen so schnell macht

Die ersten drei Rennen des neuen DTM-Jahres haben gezeigt: Ein Jahreswagen muss kein Nachteil sein - Wo die 2008er-Fahrzeuge ihre Stärken haben

Martin Tomcyk hat in den ersten drei Saisonrennen der DTM eindrucksvolle Leistungen gezeigt. Die Krönung war der souveräne Erfolg in Spielberg. Beim Blick auf die Resultate fällt überhaupt nicht auf, dass der Rosenheimer nicht mehr in einem 2009er-Audi, sondern seit Jahresbeginn in einem älteren Modell sitzt. Die Versionen von 2008 haben beste Chancen auf der Strecke.

Auch Maro Engel und Edoardo Mortara konnten in sogenannten "Jahreswagen" erste Punkte einfahren. Sie stützen das, was Tomczyk mit seinem Sieg in Österreich bewiesen hat: Es kommt beim Fahrzeug nicht auf das Alter an. "Es ist nicht das erste Mal, dass ein Jahreswagen gewonnen hat, aber es ist gut zu sehen, dass sich unsere Bemühungen, die Autos zusammen zu bringen, bezahlt machen", sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

"Jetzt liegen die Autos wirklich dicht beieinander. Das ist gut für unsere Zuschauer, denn jetzt ist die Herausforderung noch größer", meint der Österreicher. Die Fahrzeuge des Jahrgangs 2008 haben einen Gewichtsvorteil von 25 Kilogramm. Dies hat sich vor allem auf der Berg- und Talbahn in Spielberg deutlich bemerkbar gemacht. Die Entwicklung der 2009er-Autos ist eingefroren, daher können die neueren Autos sich kaum von den "Altwagen" distanzieren.

"Ich hatte damit gerechnet, dass die Jahreswagen gut sein werden. Die Autos sind leicht und Martin ist ein sehr guter Fahrer, der im vergangenen Jahr etwas Pech hatte", sagt Gesamtleader Bruno Spengler. "Ich hatte mit Martin gerechnet und auch mit Ralf, der Erfahrung hat und in der Formel 1 schon Rennsiege einfahren konnte. Alle, die nun vorne sind, überraschen mich nicht."

"Sie sind 25 Kilo leichter. Nehmt 25 Kilo aus einem Auto und seht mal, wie viel schneller es auf der Geraden ist und wie viel besser beim Bremsen. Wir verbessern das Auto von Jahr zu Jahr, aber 25 Kilo sind sehr viel", hält Gary Paffett die Vorteile der 2008er-Autos für nicht ganz angemessen. "Es stimmt schon: Im Moment liegen alle Autos dicht zusammen. Das macht es nicht einfacher", stimmt Jamie Green zu, der in den vergangenen Jahren auch im Jahreswagen Erfolge feierte.

"Nachdem der neue Reifenpartner da war und wir gesehen haben, wie gut der Pneu funktioniert, da war uns klar, dass die Jahreswagen mit ihrem geringeren Gewicht in diesem Jahr eine riesige Rolle spielen werden", ist Timo Scheider wenig überrascht. "Für alle in aktuellen Autos ist das hart, aber so ist nun einmal die Situation. Jetzt müssen wir versuchen, den nominellen Vorteil wieder zu finden. Momentan haben wir diesen Vorteil scheinbar nicht. So ist die DTM. Man hat es so gewollt, dass das Feld durchmischt wird. Es scheint einigermaßen zu funktionieren."

Fotoquelle: xpb.cc

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