Tom Kristensen ließ es bei seinem Comeback wieder richtig fliegen

DTM 2011

— 18.06.2011

Kristensen ist nach Platz sieben "ein bisschen stolz"

Tom Kristensen legt am Lausitzring ein beeindruckendes Comeback auf die Bahn: Der Rockenfeller-Ersatzmann startet von Rang sieben

Er kann es definitiv noch! Tom Kristensen wurde am Donnerstag kurzfristig als Ersatzpilot fr Mike Rockenfeller benannt. Der Dne sprang am Freitag ins Cockpit des Audi A4, setzte im ersten Freien Training die Bestzeit und konnte auch im Qualifying berzeugen. Kristensen fuhr sich am Samstagmittag auf Startplatz sieben. Er war somit sogar schneller als Markenkollege Timo Scheider.

"In Q2 bin ich der allerschnellste Pilot im letzten Sektor gewesen. Darauf bin ich ein bisschen stolz. Aber ich bin hier nur der Ersatzmann von Rockenfeller", sagt der Le-Mans-Rekordsieger. In aller Bescheidenheit fgt er schnell hinzu: "Es geht hier nicht um mich. Es geht darum, dass Mike schnell wieder fit wird. Ich hoffe fr ihn, dass ihm die Konkurrenten in der Zwischenzeit nicht zu viele Punkte wegnehmen."

"Fr mich geht es nur darum: Ich will Audi helfen. Also wnsche ich mir, dass ich ins Ziel komme." Die Qualifying-Leistung ist geradezu sensationell, wenn man bedenkt, dass Kristensen aus dem Sportwagen-Bereich eigentlich keine solche Zeitenjagd kennt. Auf der Langstrecke geht man fast nie mit frischen Reifen und fast leerem Tank auf die Jagd, denn Startpositionen spielen dort nur eine untergeordnete Rolle.

"Um das mal klarzustellen: Ich habe berhaupt keine Ahnung, wie sich die Reifen auf einem Longrun entwickeln. Vielleicht bin ich morgen nach dem Warmup etwas schlauer", bremst Kristensen die Erwartungen vor dem Rennen. "Ich habe keine speziellen Ziele. Es wre allerdings schn, wenn nach dem Rennen einige Leute zu Wolfgang Ullrich sagen wrden, dass es nicht die schlechteste Idee war, mich als Ersatzmann fr Rocky zu benennen."

Der Dne hatte nur wenig Zeit, sich an sein Arbeitsgert, das er 2009 letztmals bewegte, zu gewhnen. "Hier bremse ich mit Links, in Le Mans mit dem rechten Fu. Es ist ganz, ganz anders. Ich bin ein paar Jahre DTM gefahren, deshalb kenne ich das aber. Deswegen hat mich Wolfgang Ullrich wohl auch fr den Job ausgewhlt", erklrt "Mister Le Mans" in der Lausitz.

"Ich bin fit und ich bin schnell. Ich knnte auch noch zehn Jahre DTM fahren, aber das will ich nicht. Ich konzentriere mich auf Sportwagen, weil das ist mein Ding. Wenn mich Audi aber anruft, dann ist es eine Ehrensache hier zu helfen. Auch wenn es nicht meine Lieblingsstrecke ist, Lausitz ist sogar die schwierigste Strecke fr mich", lacht Kristensen. "Ich hoffe, dass Rocky am Norisring wieder hundertprozentig fit ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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