Eine ganz enge Kiste: Am Norisring muss man dicht an den Barrieren vorbei

DTM 2011

— 01.07.2011

Norisring: Die DTM rollt durch Nürnberg

Die DTM-Piloten haben am Freitagmorgen ein erstes Rollout auf dem Stadtkurs absolviert - Die Hoffnungen der Fahrer, der Wunsch von Mattias Ekström

Die DTM hat sich seit dem Wechsel auf Hankook-Reifen zu einem Fight um Tausendstelsekunden entwickelt. Die Leistungsdichte ist in diesem Jahr unglaublich hoch, vor allem auf dem kurzen und schnellen Norisring dürften minimale Zeitspäne entscheidend sein. "So eng, wie es jetzt ist, müssen wir uns am Norisring um die Zehntausendstelsekunden kümmern", sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

"Der Norisring ist unser Heimrennen. Deswegen war es für Mercedes besonders schön, dort seit langer Zeit so erfolgreich gewesen zu sein. Es ist eine gute Herausforderung", erklärt der Österreicher, der mit Martin Tomczyk sein derzeit heißestes Eisen im Feuer hat. "Eines ist klar: Wenn es eine Rennstrecke gibt, die der Martin nicht will, dann ist es der Norisring. Vielleicht ist es in diesem Jahr aber alles ganz anders. Wir haben in den vergangenen Jahren schon gesehen, dass dort Vorjahreswagen sehr wohl gewinnen können."

"Ich mag die Strecke nicht sonderlich gern, aber ich werde trotzdem schnell sein", sagt Tomczyk selbstbewusst. "Ich würde den Fluch dort auch gern besiegen wie am Lausitzring. Mal schauen, wenn wir dort sind. Nach dem Qualifying kann man sagen, was im Rennen möglich sein könnte. Unser Rennspeed ist immer gut, nur am Qualifying müssen wir noch arbeiten. Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, dort als Gesamtleader im alten Auto antreten zu können."

Jamie Green war in den vergangenen Jahren der Held Nürnberg. Dreimal in Folge siegte der Brite. "Wir gehen immer gern dorthin. Es ist der Höhepunkt der Saison", lächelt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Audi wird dort stark sein. Wir nehmen uns vor, einen besseren Job zu machen als in der Lausitz. Prognosen kann man kaum machen. Dort werden 15 Autos in eineinhalb Zehnteln sein. Da wird es in der Startaufstellung wirklich um Tausendstel gehen."

"Der Gewichtsvorteil der Jahreswagen ist auf jeden Fall vorhanden. Ob es ingesamt schneller ist, das werden wir dort sehen. Es wird in jedem Fall eine sauenge Kiste", verspricht Maro Engel. "Wenn man die geringen Abstände in Spielberg und am Lausitzring gesehen hat, dann ist klar, dass es am Norisring noch enger sein wird. Dort geht es um jede Tausendstelsekunde. Für den Fan ist das doch schön."

"Beim ständigen Bremsen und Beschleunigen machen 25 Kilogramm einen großen Unterschied aus. Das wird hart", meint Gary Paffett. "Schon jetzt sind die alten Autos fast schneller als die neuen. Es wird dort noch härter sein. Vielleicht kann ich das fahrerisch wieder ausgleichen." Der Brite will sich endlich mit einem guten Ergebnis an der Spitze zurückmelden.

"Dort habe ich letztes Jahr mein bestes Ergebnis eingefahren - mit Platz vier. Es wäre schön, aufs Podium zu kommen", drückt Oliver Jarvis seine Hoffungen aus. "Am Norisring war ich im vergangenen Jahr dem Sieg sehr nahe. Es fehlte damals ungefähr eine halbe Sekunde. Dieses Jahr will ich den Spieß umdrehen, und die halbe Sekunde auf meine Seite verbuchen. Es wäre einfach schön, mal ein problemloses Wochenende erleben zu dürfen", stimmt Abt-Teamkollege Mattias Ekström zu.

Der Schwede hatte im bisherigen Verlauf der Saison viel Pech. Ekström hofft, dass man womöglich bald mehr taktische Möglichkeiten bekommt. "Die Reifen halten so lang, sodass man locker ein ganzes Rennen mit einem Satz fahren könnte. Dies im Hinterkopf, kann man schon sagen, dass man das Boxenstoppfenster größer machen sollte", erklärt der zweimalige DTM-Champion.

Der Wunsch von Ekström wird am Norisring-Wochenende sicherlich intensiv diskutiert. Ob es kurzfristige Anpassungen geben wird, ist jedoch äußerst fraglich. Das erste Freie Training der DTM in Nürnberg findet am Freitagnachmittag ab 13:00 Uhr statt. Am Wochenende gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Unter anderem wird Le-Mans-Sieger Benoit Treluyer Showrunden mit dem erfolgeichen R18-Prototypen drehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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