Mattias Ekström war bester Audi-Vertreter im Qualifying am Norisring

DTM 2011

— 02.07.2011

Die Audi-Stimmen zum Qualifying

Mattias Ekström war auf Platz vier der beste Audi-Pilot beim Qualifying auf dem Norisring - Die Stimmen aus dem Audi-Lager nach der Schlacht um Tausendstelsekunden

Audi-Pilot Mattias Ekström fuhr beim Heimspiel von Audi in der DTM auf dem Norisring die schnellste Qualifying-Runde (48,058 Sekunden). Trotzdem musste sich der Schwede im finalen Shootout um die besten Startplätze mit Rang vier begnügen. Mit Bestzeiten in den ersten beiden Abschnitten des Qualifyings deutete Ekström das Potenzial des Audi A4 DTM auf dem Stadtkurs am Dutzendteich an.

In Q3 gelang es dem zweifachen DTM-Champion, sich im letzten Moment mit der bisher schnellste Runde des Wochenendes trotz einsetzenden Nieselregens an die Spitze des Feldes zu setzen. Doch in Q4 machte Ekström in der ersten Spitzkehre einen kleinen Fehler. "Das linke Vorderrad blieb stehen", erklärt der Schwede. "Dadurch habe ich die entscheidende Zeit verloren. Es ist sehr schwierig, am Norisring alles auf den Punkt zu bringen. In Q2 und Q3 hat es gut geklappt, im entscheidenden Moment leider nicht. Aber auch von Startplatz vier ist noch alles möglich."

Ekström war der einzige Audi-Pilot in Q4. Timo Scheider (Startplatz sieben) und Edoardo Mortara aus dem Team Rosberg (Startplatz acht) schieden in Q3 aus. Mit Miguel Molina, Martin Tomczyk (Team Phoenix) und Oliver Jarvis auf den Positionen neun, zehn und elf stehen sechs der neuen Audi A4 DTM auf den besten elf Startplätzen. Filipe Albuquerque, Mike Rockenfeller und Rahel Frey schieden dagegen schon in Q1 aus und gehen trotz minimaler Zeitabstände von den letzten drei Startplätzen ins Rennen.

Audi-Stimmen zum Qualifying:

Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Das Qualifying ist für uns nicht nach Wunsch verlaufen. Wir tun uns auf dem Norisring traditionell schwer - und das war auch heute im Qualifying wieder der Fall, auch wenn die Zeiten sehr dicht zusammen liegen. Kleinigkeiten machen den Unterschied, und wir haben es nicht geschafft, alles perfekt umzusetzen. 'Eki' ist zumindest in die Top vier gekommen. Aber das Rennen ist erst morgen. Wir werden alles geben."

Mattias Ekström: "Platz vier ist okay, aber weit entfernt von gut. Q4 war enttäuschend. Ich habe vor der ersten Kurve zu hart gebremst und hatte nicht genug Grip. Die Reifen und die Bremsen waren einfach noch zu kalt. Mit einem guten Start könnte ich im Rennen alle drei Mercedes vor mir überholen."

Timo Scheider: "Vom Gefühl her lief es besser als heute Morgen. Wir sind im letzten Outing vielleicht ein My zu spät draußen gewesen. Die erste Runde hat einigermaßen gepasst. Danach konnte ich mich bei den ersten Regentropfen leider nicht mehr verbessern. Mattias hat es dagegen hinbekommen und für Norisring-Verhältnisse noch einen Riesenschritt gemacht. Ich muss analysieren, woher der kam. Mit Platz sieben ist noch nichts verloren. Am Lausitzring haben wir es geschafft, von noch weiter hinten nach vorn zu fahren. Warum soll uns das hier nicht auch gelingen?"

Edoardo Mortara: "Platz acht war ein gutes Qualifying. Es wäre aber ein besserer Platz möglich gewesen, denn ich habe einige Fehler gemacht. Aber es war gut, bis in Q3 gekommen zu sein. Bester Audi-Jahreswagen war heute für uns und das Team Rosberg ein guter Job. Mal sehen, welche Bedingungen im Rennen herrschen werden."

Miguel Molina: "Es ging besser als im letzten Jahr. Damit bin ich zufrieden. Trotzdem muss ich mich auf dieser Strecke noch verbessern. Das Qualifying war okay. Das Auto war gut. Ich hatte nur kleine Fehler in meiner Runde. Wir wissen, dass in diesem Jahr das Qualifying extrem eng umkämpft ist. Trotzdem bin ich mit Platz neun glücklich. Und ich glaube an ein gutes Rennen am Sonntag."

Martin Tomczyk: "Es lief nicht so, wie wir es geplant hatten. Die Reifen haben nicht so funktioniert wie bisher an diesem Wochenende. Ich konnte den Grip nicht von der ersten Runde an nutzen, deshalb passte unsere Strategie nicht - aber das konnten wir vorher nicht ahnen. Ich habe gehört, dass andere das Problem auch hatten. Aber die Punkte werden erst morgen vergeben. Startplatz zehn ist nicht die beste Position, aber auch nicht die schlechteste. Mal sehen, wo wir ankommen."

Oliver Jarvis: "Wir hatten am Freitag und auch am Samstagmorgen ein großartiges Auto und waren immer in den Top fünf. Der Regen zwischen dem zweiten Freien Training und dem Qualifying hatte große Auswirkungen. Wir hatten wenig Grip und konnten deshalb nicht schneller fahren."

Filipe Albuquerque: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Der zweite Satz Reifen war viel besser und meine Zeit wurde besser. Ich ging ans Limit und meine Räder blockierten in der letzten Kurve. Später konnte ich mich nicht mehr verbessern. Schade! Alle Zeiten sind so eng, das ist ganz schön anspruchsvoll. Am schwierigsten sind die Bremspunkte. Und sich auf der Gegengerade bis an die Mauer heraustragen zu lassen, ist interessant und macht viel Spaß."

Mike Rockenfeller: "Ich freue mich, wieder in der DTM am Start zu sein. Aber ich muss ehrlich sagen: Viel schlechter konnte es heute nicht laufen. In der letzten Reihe zu stehen, nachdem ich in diesem Jahr sonst immer unter den ersten fünf war, ist sehr frustrierend. Ich hatte gar keinen Grip und war viel zu langsam. In der DTM habe ich auf dieser Strecke noch nie wirklich Land gesehen. Ich wusste, dass es schwer wird, aber ich hätte nie gedacht, in der letzten Reihe zu stehen."

Rahel Frey: "Wir hatten gestern im Freien Training etwas Probleme. Zuerst hat es geregnet. So auf dem Norisring zu beginnen, war nicht einfach. Später hatten wir Probleme mit der Aufhängung. Aber wir haben weiter gearbeitet und konnten uns kontinuierlich verbessern. Für das Qualifying hatte ich mir etwas mehr ausgerechnet. Trotzdem wollen wir morgen attackieren."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt Sportsline): "Es war zwar alles sehr eng, aber wir können mit dem Qualifying nicht zufrieden sein. Wir haben uns mehr erwartet. Mattias unterliefen in seinem letzten Qualifying Fehler. Er hatte keine Chance mehr auf die Pole-Position. Schade!"

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Es war wie erwartet sehr knapp. Wenn man es nicht hundertprozentig hinbekommt, dann fehlt eine Zehntelsekunden. Und dann kommt man hier schon nicht mehr unter die ersten acht. Das war leider bei Martin der Fall. Schade und ärgerlich, aber man kann nicht jedes Mal ganz vorn sein. Trotzdem kann man vom zehnten Startplatz noch viel erreichen."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Filipe hat eine steile Lernkurve. Es ist sein erster Einsatz auf dem Norisring, und das gleich in der DTM. Er hat keinen schlechten Job gemacht, aber Platz 16 ist natürlich für ihn enttäuschend. Mit Edo bin ich ganz happy. Er war in allen drei Qualifyings gut dabei. Drittbester Audi, bester Jahreswagen - damit kann ich gut leben."

Fotoquelle: xpb.cc

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