Martin Tomczyk fühlte sich im Regen am Norisring richtig wohl

DTM 2011

— 03.07.2011

Tomczyk: "Hatte auf einen Restart gehofft"

Martin Tomczyk spricht nach Platz drei am Norisring offen über seine Gedanken an den DTM-Titel: Volle Attacke auch in der zweiten Saisonhälfte

Martin Tomczyk hat die DTM-Gesamtführung nach Platz drei am Norisring zwar verloren, aber der Rosenheimer denkt nun laut über einen möglichen Titelgewinn nach. Der Phoenix-Pilot liegt zur Halbzeit der aktuellen Saison nur drei Punkte hinter Bruno Spengler zurück. Auch in Nürnberg stellte Tomczyk mit seiner Fahrt von Rang zehn auf das Podest eindrucksvoll dar, was er im 2008er-Audi leisten kann.

"Das Auto war in den regnerischen Bedingungen hervorragend zu fahren, auch schon heute Morgen im Warmup", sagt der Drittplatzierte nach dem Abbruch am Norisring. "Ich bin einfach nur mein Rennen gefahren. In dem dichten Spray siehst du nichts, du fährst nur dein Ding. Irgendwann nach dem zweiten Stopp war ich Dritter. Dann kam das Safety-Car und das Rennen wurde vernünftigerweiße abgebrochen. Das war die richtige Entscheidung, es war zu gefährlich."

"Ich hatte ein bisschen gehofft, dass es einen Restart gibt. Mein Auto war dermaßen gut. Vielleicht hätte ich noch die Spitze angreifen können", lächelt Tomczyk in die 'ARD'-Kamera. Bis zum Abbruch in der 65. Runde hatte der Audi-Pilot eine gute Show mit einigen Überholmanövern geboten. "Von nichts kommt nichts. Deswegen ist Anriff mein Motto. Das macht wahnsinnig viel Spaß und es funktioniert immer. Warum sollte man das dann nicht beibehalten?"

"Timo Scheider hat am Lausitzring gezeigt, dass es geht. Er fuhr dort von Platz neun auf Rang zwei", erklärt Tomczyk. "Im Regen war mein Auto brillant zu fahren - fast so wie im Trockenen am Lausitzring. Es hat viel Spaß gemacht. Von mir aus hätte das Rennen noch eine Stunde dauern können. Dann wäre es nochmal richtig lustig geworden."

"Im Trockenen fährst du Runde für Runde immer die gleiche Linie. Bei Nässe musst du dich immer wieder anpassen. Manchmal bremst du etwas später, fährst eine weite Linie und kommst dadurch besser aus der Ecke. Man muss ganz vorsichtig sein, 70 Minuten lang zu 110 Prozent konzentriert. Das ist anstrengend und schwierig. Man muss aber damit klarkommen", fasst der Phoenix-Pilot zusammen.

"Es war ein tolles Wochenende, auch nach der Enttäuschung mit Platz zehn im Qualifying. Wie ich gestern schon sagte: Startplatz zehn war nicht das Ende der Welt. Die Punkte wurden heute vergeben, und ich habe einige davon geholt." Tomczyk hat mittlerweile 36 Zähler auf seinem Konto. Zum Vergleich: Nach fünf Rennen der Saison 2010 waren es nur vier Punkte gewesen - und damals saß er im "Neuwagen".

Die konstant guten Darbietungen machen Tomczyk zu einem ernsthaften Titelkandidaten. Bislang wollte der 29-Jährige nichts davon wissen. "Mir wird langsam aber nichts anderes mehr übrig bleiben. Wenn man ganz vorne in der Meisterschaft dabei ist, dann will man dort auch bleiben und um den Titel fahren. Das wird sicherlich mein Ziel in der zweiten Saisonhälfte sein."

Ob er auf dem Weg zum möglichen Titel die Unterstützung der anderen Audi-Piloten bekommt? "Wir fahren alle unser Rennen", schüttelt Tomczyk mit dem Kopf. "Wenn man so schön kämpferisch seine Positionen herausfahren kann, dann macht es viel mehr Spaß. Die Saison ist noch lang. In fünf Rennen kann sehr viel passieren. Timo ist bezüglich der Punkte nicht weit hinten, es kann schnell umschlagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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