Norbert Haug sieht die DTM in München vor einem "historischen Schritt"

DTM 2011

— 06.07.2011

DTM im Olympiastadion für Haug "ein historischer Schritt"

Die DTM beschreitet laut Mercedes-Motorsportchef mit dem Gastspiel im Münchener Olympiastadion ganz neue Wege: "Wir erwarten ein volles Haus"

Am 16. und 17. Juli gastiert die DTM zum ersten Mal in einem Sportstadion. Im Rahmen einer groß angelegten Show-Veranstaltung rasen die Tourenwagen von Audi und Mercedes-Benz durch den eigens asphaltierten Innenraum des Münchener Olympiastadions. Im Rahmenprogramm tritt unter anderem die schwedische Rockband Mando Diao am Samstagabend auf.

"Das ist ein ganz neuer Weg, die DTM zum Publikum, in die Stadt zu bringen", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Was die DTM dort will, ist klar. Wir wollen die Leute unterhalten, und wir wollen dort auch echten Sport bieten. Es fahren Audi gegen Mercedes. Es ist so aufgeteilt, dass sich die Teams und Fahrer immer begegnen. Es ist ein Novum, dass dort auch Boxenstopps gemacht werden, wie beim Rennen auch."

Pro Durchgang wird jeweils eine Runde mehr auf dem winkeligen Rundkurs im Olympiastadion gefahren, ab dem Viertelfinale kommen sogar Boxenstopps dazu. "Räderwechsel mit Bestzeiten unter drei Sekunden", verspricht Haug. "Wir denken, dass es schon ein ernstzunehmendes Spektakel wird, dass die Zuschauer es genießen können, dass sie nah dran sind, dass es sehr viel Rahmenprogramm gibt, auch außerhalb des Olympiastadions."

Der Mercedes-Motorsportchef sieht das Deutsche Tourenwagen-Masters in eine neue Dimension vorstoßen. "Die DTM macht schon einen bedeutsamen, vielleicht historischen Schritt. Das ist vielleicht eine Art und Weise, wie man später, in regelmäßigen Abständen, diesen Sport noch näher ans Publikum bringen kann", sagt Haug. Zudem sei es ein Vorteil, dass man in München bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen kann.

Die Veranstaltung in diesem Jahr dient als erster Testlauf. Bei entsprechendem Erfolg könnten weitere Events nach diesem Muster in anderen Städten folgen. "Ob es ein jemals ein vollwertiger Wertungslauf werden kann, kann man glaube ich erst nach diesem Jahr entscheiden. Es ist vielleicht mit der Punktevergabe etwas kritisch. Es ist kein reinrassiges Rennen, obwohl sehr, sehr viel Geschick gefordert sein wird."

Auf dem Kurs im Olympiastadion werden die DTM-Fahrzeuge meist nur im ersten, maximal im zweiten Gang unterwegs sein, "was nicht das typische DTM-Rennfahren ist", wie Haug feststellt. "Aber der Reiz dabei ist die Nähe, der Sound natürlich auch, in dem Stadion. Es ist sicher mehr als nur Show. Es wird dabei nicht auf Aerodynamik und diese Finessen ankommen. Es kommt auf Traktion an, es kommt auf das Einlenken an."

Dass BMW das Event im Olympiastadion, in Sichtweite der Konzernzentrale am Rande des Olympiaparks in München, als Werbeplattform für sein eigenes DTM-Engagement ab 2012 nutzt, ist laut Haug auch im Interesse der anderen Hersteller. "Wir möchten BMW mit der Veranstaltung auch ein Willkommen in München bereiten. Wir dachten uns, es ist eine schöne Gelegenheit, BMW zu bitten, mit von der Partie zu sein, wenn wir sowieso schon in München sind."

Fotoquelle: xpb.cc

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