Im Olympiastadion geht es extrem dicht an die Mauern heran

DTM 2011

— 17.07.2011

Achtung, Crashgefahr!

Die Piloten erklären, warum es gar nicht so einfach ist, in einem Stadion mit dem DTM-Auto zu fahren - "Freier" Sonntag für Maro Engel und Rahel Frey

DTM fahren im Münchener Olympiastadion, das ist eine Gratwanderung am Limit. Diese Meinung ist von allen Piloten einhellig zu hören. Denn es ist gar nicht so einfach, mit dem Auto heil um die engen Kurven zu kommen. Vor allem im Training am Freitag hat es mehrfach gekracht. Und auch, wenn die Fahrer es inzwischen etwas vorsichtiger angehen, droht weiter Crashgefahr.

"Man geht in jeder Kurve ans Limit, und manchmal denkt man, dass man drüber geht", beschreibt Edoardo Mortara, der das gestrige "Rennen der Marken" für sich entschieden hat. "Manchmal rutscht das Auto, und man ist sich nicht sicher, ob es aufhört, bevor man die Mauer trifft. Es ist ein schmaler Grat zwischen Risiko und über das Limit zu gehen."

Schlüssel zum Erfolg seien gute Boxenstopps und ein guter Speed, so Audi-Pilot Mortara: "Wenn nicht beides stimmt, kann man nicht gewinnen. Um schnell zu sein, muss man so nah wie möglich an die Mauern heranfahren, und du musst auch einen schnellen Boxenstopp machen. Es ist eine Kombination."

Der DTM-Tabellenführer Bruno Spengler bezeichnet die Strecke als "wirklich hart". Der Mercedes-Pilot weiß: "Wenn man einen kleinen Fehler macht, dann touchiert man die Mauer. Ich habe sie im Finale mit der rechten Seite getroffen, ich hatte also etwas Glück, dass ich mein Auto nicht kaputt gemacht habe. Es ist sehr wichtig, sein Auto heil durch die Sessions zu bringen. Nicht nur für uns Fahrer ist es schwierig, sondern auch für die Mechaniker, denn im Stadion ist es sehr, sehr heiß."

Audi-Pilot Mike Rockenfeller gehört zu jenen Fahrern, die im Training unfreiwilligen und unsanften Mauerkontakt hatten. Dass es am Anfang des Wochenendes so oft gekracht hat, erklärt er damit, dass man eben zunächst einmal versuchen muss, ans Limit zu gehen. "Es gab einige Leute, die die Mauer berührt haben, das passiert so schnell, das kann man sich von außen nur schwer vorstellen", so Rockenfeller.

Doch "unser Boss", Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, hat seine Fahrer daran erinnert, "warum wir hier sind, was unser Job ist und dass es viel Geld kostet, wenn man crasht", sagt Rockenfeller: "Er hat uns ermahnt, konzentriert zu bleiben und zu versuchen, schnell zu fahren, aber das Auto nicht zu zerstören, wenn es keine Meisterschaftspunkte gibt."

Heute geht es wieder im K.O.-Modus um den Sieg. Doch anders als gestern fahren heute die Audi-gegen die Mercedes-Piloten. In einer markeninternen Relegation heute Vormittag traten die beiden Piloten, die gestern im Prolog ausgeschieden waren, gegen den zweitlangsamsten Fahrer der jeweiligen Marke aus dem Prolog an. Bei Mercedes hieß das Duell Maro Engel gegen Susie Stoddart. Die Schottin setzte sich durch, und Engel hat bei seinem Heimspiel in München bereits einen "freien" Sonntag. Bei Audi trat Rahel Frey gegen Miguel Molina an, der im Prolog einen Unfall hatte. Hier qualifizierte sich Molina für das Achtelfinale.

Im Achtelfinale treten also 16 Fahrer an, dann geht es ins Viertel-, ins Halb- und dann ins Finale. Audi-Pilot Rockenfeller erklärt, worauf es ankommt: "Die erste Runde ist sehr oft die Schlüsselrunde in den Rennen. Es geht darum, wie du die Bremsen und Reifen auf Temperatur bringst. Man hat kalte Bremsen, aber zum Glück sind die Geschwindigkeiten nicht so hoch."

Duellpaarungen Achtelfinale:

Edoardo Mortara - Susie Stoddart
David Coulthard - Filipe Albuquerque
Mattias Ekström - Gary Paffett
Renger van der Zande - Timo Scheider
Mike Rockenfeller - Christian Vietoris
Ralf Schumacher - Martin Tomczyk
Oliver Jarvis - Jamie Green
Bruno Spengler - Miguel Molina

Fotoquelle: xpb.cc

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